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  • „Böse Tränen“ | B. C. Schiller

    Autor:  B. C. Schiller
    Verlag:  Edition M
    Genre:  Thriller
    2. Fall für Levi Kant & Olivia Hofmann
    Seitenzahl:  301
    ISBN:  978-3-2919808397

    An einem nebligen Herbsttag findet man bei Bauarbeiten am Donaukanal eine verweste Kinderleiche. Der grausige Fund ruft Ex-Kommissar Levi Kant und die Psychiaterin Olivia Hofmann auf den Plan. Das Opfer ist die kleine Rosa, eine hochtalentierte Ballerina, die vor 5 Jahren spurlos verschwand. Den Mord gestand der Schausteller Andreas Sperl, der seitdem im Gefängnis sitzt.

    Doch neben dem toten Kind liegt ein Halstuch, in das der Name Juli eingestickt ist. So heißt die Tochter von Olivia, die ebenfalls seit 5 Jahren zusammen mit ihrem Vater vermisst wird. Wurde auch sie ermordet? Als Levi und Olivia den vermeintlichen Mörder befragen, glauben sie nicht mehr an seine Schuld. Je tiefer sie ermitteln, umso gefährlicher wird es für die beiden.

    Meine Meinung

    „Böse Tränen“ ist bereits der zweite Thriller um Levi Kant und Olivia Hofmann und beginnt gleich mit einem Paukenschlag. In den Donauauen wird eine verweste Kinderleiche gefunden. Dabei handelt es sich um die seit fünf Jahren vermisste Rosa Hohenwald. Doch neben der Leiche liegt das Halstuch eines anderen Mädchens und genau das ruft den ehemaligen Polizeiermittler Levi Kant auf den Plan. Das Halstuch gehört der kleinen Juli, der verschwundenen Tochter von Olivia Hofmann.
    Lange hatten die beiden keinen Kontakt, aber Rosas Fund ändert das schlagartig. Levi und Olivia ermitteln gemeinsam in dem Mordfall, der eigentlich schon vor fünf Jahren als geklärt gegolten hat.

    Barbara und Christian Schiller führen uns in diesem Buch wieder gekonnt durch die Ereignisse in der Gegenwart. Gleichzeitig erfahren wir aber auch durch Rückblenden viele Details aus der Vergangenheit der Familie Hohenwald. Dabei bewegen wir uns zeitlich immer dichter an Rosas Todestag heran.
    Die beiden Autoren haben ein gutes Gespür für detaillierte Szenen, Dramatik und spannende Wendungen und legen genau die richtigen Fährten für ihre Leser. Die Spannung hält sich konstant über das ganze Buch hinweg und steigert sich zum Ende hin immer weiter. Man bekommt Einblicke in die Abgründe einer schrecklichen Familie und fiebert nur umso mehr mit dem Schicksal der kleinen Rosa mit, das unaufhaltsam zu einem tödlichen Ende läuft. Ein Thriller mit raffinierten psychologischen Effekten und einigen Überraschungen.

    Auch die einzelnen Charaktere sind wieder facettenreich gestaltet. Dabei muss ich besonders das Ermittlerduo Levi Kant und Olivia Hofmann hervorheben, die es mir auch in „Böse Tränen“ wieder angetan haben. Ich liebe es, wie die Vergangenheit von Levis Familie und die, der Wiener Juden im Zweiten Weltkrieg mit eingebaut wurde. Auch Olivias Familiengeschichte wird spannend aufbereitet und nimmt mit jedem Band mehr Farbe an. Ich hoffe, dass es im nächsten Band für sie endlich ein gutes Ende nimmt. Während der gemeinsamen Ermittlungsarbeit entwickelt sich auch ihre freundschaftliche Beziehung immer weiter.

    „Die Wahrheit ist böser als jede Lüge!“ Dieser eine Satz trifft den Nagel auf den Kopf! Erst wenn das letzte Geheimnis gelüftet ist, dann erfasst man die komplette Bedeutung! Eine gelungene Fortsetzung, die bei mir keine Wünsche offenließ!

  • „Eine unerhörte Affäre“ | Simona Ahrnstedt

    Titel im Original:  „De Skandalösa“
    Autor:  Simona Ahrnstedt
    Aus dem Schwedischen übersetzt von Corinna Roßbach
    Verlag:  LYX Verlag
    Genre:  Historischer Roman
    Seitenzahl:  440
    ISBN:  978-3-7363-0827-5

    Graf Gabriel de la Grip ist einer der reichsten Männer Schwedens, sein skandalöser Ruf eilt ihm stets voraus. Er bereist lieber die Weltmeere oder vergnügt sich mit einer schönen Frau, als sich in adligen Kreisen zu bewegen. Als er bei einem Fest der verarmten Magdalena Swärd begegnet, ist er trotz ihres steifen Auftretens fasziniert von ihrer Scharfzüngigkeit und Intelligenz. Und obwohl Magdalena Männer wie ihn zutiefst verabscheut, bringt eine gedankenlose Wette beide dazu, einen gewagten Pakt zu schließen. Eine leidenschaftliche Affäre beginnt, die ihrer beider Herzen in Gefahr bringt …

    Meine Meinung

    Das Simona Ahrnstedt mit Worten umgehen kann und eine wahre Koryphäe in Sachen Liebesgeschichten ist, ist ja mittlerweile weithin bekannt. Und auch dieser Historische Roman beweist das wieder nur allzu gut.

    In „Eine unerhörte Affäre“ kehrt Graf Gabriel de la Grip nach Hause zurück. Nach einem Skandal und dem darauffolgenden Bruch mit der Familie hat er seine Zeit lieber auf den Weltmeeren als im verschlagenen Schweden verbracht. Nun, nach dem Tot seines Vater und seiner älteren Brüder muss er sich seinen familiären Pflichten stellen.
    Zur gleichen Zeit wird der verarmte Magdalena Swärd von einer entfernten Bekannten angeboten, als Gesellschaftsdame für ihre Tochter Venus in Anstellung zu gehen. Sie soll diese auf das Anwesen der Familie de la Grip begleiten, wo bereits die Verlobung zwischen Venus und dem jungen Gabriel geplant wird. Kurzerhand ergreift Magdalena den rettenden Strohhalm, muss nach dem Eintreffen auf dem Schloss aber feststellen, dass der Graf ein Schürzenjäger und ein äußerst unangenehmer Zeitgenosse ist.
    Eine gedankenlose Wette bringt die beiden Sturköpfe aber dennoch näher zueinander und sie schließen einen gewagten Pakt, der sie teuer zu stehen kommen könnte …

    Simona Ahrnstedts Schreibstil ist flüssig, in einem mitreißenden Erzählton und auch die einzelnen Szenen sind bildhaft und lockerleicht gestaltet. Selbst Leser, die dieses Genre nicht so gerne zur Hand nehmen, werden sich in dieser Geschichte sehr wohl fühlen. Auch die Dialoge sind wieder keck und frech und lockern so die Handlung nochmal zusätzlich auf.

    Die Charaktere sind sehr detailliert und menschlich ausgearbeitet und wirkten auf mich trotz aller Ecken und Kanten sehr sympathisch. Obwohl Magdalenas Handeln im Bezug auf Gabriels Wette in meinen Augen etwas naiv ausfällt und eigentlich nicht zur ihrer durchweg logischen und pragmatischen Charakterzeichnung passt. Aber irren ist ja Menschlich. Gerade die scharfzüngigen Wortgefechte zwischen den beiden Hauptcharakteren haben mich oft zum Schmunzeln gebracht.

    Natürlich erfindet dieser Historische Liebesroman das Rad nicht neu und hat auch wohlbekannte Stereotypen mit im Gepäck, aber ich lese diese Geschichten immer wieder gern, vor allem wenn sie so unterhaltsam präsentiert werden!

  • „Artemis“ | Andy Weir

    Titel im Original:  „Artemis“
    Autor:  Andy Weir
    Aus dem Amerikanischen übersetzt von Jürgen Langowski
    Verlag:  Heyne Verlag
    Genre:  Science Fiction
    Seitenzahl:  418
    ISBN:  978-3-453-27167-8

    Jazz Bashara ist in Artemis aufgewachsen, der ersten und einzigen Stadt auf dem Mond. Und Jazz ist kriminell. Zumindest ein bisschen. Schließlich ist das Leben auf dem Mond verdammt ungemütlich, wenn man nicht gerade im Geld schwimmt. Als ihr der norwegische Milliardär Trond Landvik jedoch eines Tages einen Handel vorschlägt, scheint sie das große Los gezogen zu haben: Er zahlt ihr einen Haufen Geld, wenn sei eine Aluminiumfirma sabotiert. Landvik könnte so in den lukrativen Aluminiumhandel einsteigen, und Jazz hätte endlich keine Geldsorgen mehr. Doch der Coup erfordert einen wasserdichten Plan …

    Meine Meinung

    Jasmin Bashara – genannt „Jazz“ – ist arabischer Herkunft und lebt seit ihrer Kindheit auf dem Mond, genauer gesagt im Siedlungskomplex ARTEMIS. Dieser besteht aus fünf Wohnkuppeln und liegt ungefähr 40 km südlich des Landeplatzes der Apollo 11 Mission, welche inzwischen zum Besucherzentrum ausgebaut wurde. Neben den hauptsächlich auf Tourismus aufgebauten Gewerbebereichen gibt es noch eine Aluminiumschmelzhütte und den dazugehörigen Reaktorbereich. Jazz lebt dort in einer Kapselunterkunft mit Toilette auf dem Gang und einer Dusche, die sich ein paar Blocks entfernt befindet. Mehr kann sie sich als „Trägerin“ nicht leisten, auch wenn sie schon lange vom großen Geldsegen träumt.
    Als „Trägerin“ übernimmt sie Transportaufträge und versorgt die Bewohner von Artemis mit allerlei Dingen, die auf dem Mond nur schwer erhältlich und in so manchen Fällen auch nicht immer ganz legal sind. Durch Ihre guten Verbindungen und ihrer Liefertreue hat sie sich einen hervorragen Ruf erarbeitet und auch der Milliardär Trond Landvik, wird auf sie aufmerksam. Er unterbreitet Ihr ein Angebot in Höhe von einer Million, wenn sie für ihn einen unsauberen Auftrag übernimmt. Dem kann Jazz nun doch nicht widerstehen und gerät auch prompt bei der Umsetzung in Teufels Küche …

    Anders als bei den meisten Lesern, war „Artemis“ für mich mein erstes Buch von Andy Weir. Natürlich habe ich auch darüber nachgedacht, seine Kultgeschichte „Der Marsianer“ als erstes zur Hand zu nehmen, da aber viele Leser dann von „Artemis“ schwer enttäuscht waren, wollte ich diesem erstmal den Vortritt geben.

    Andy Weirs Schreibstil hat mir unheimlich gut gefallen. Bei Science Fiction bin ich ja doch eher der altbackene Typ und kann den neumodischen Geschichten meistens nur wenig abgewinnen. Der Autor hat hier aber eine schöne und klar strukturierte Geschichte geschrieben, die ebenso geradlinig und ohne große Schnörkel erzählt wird. Dennoch schreibt er bildhaft und die Handlung wird großartig in die Köpfe seiner Leser transportiert. Stellenweise waren die technischen Details für mich etwas schwer verständlich, das kann aber auch meiner Unwissenheit geschuldet sein. Zu diesem Thema gehört das aber nun mal einfach dazu!

    Andy Weir erzählt in seinem Roman eine überaus spannende Geschichte mit gut charakterisierten Protagonisten. Er führt den Leser so gekonnt in eine vorstellbare Zukunft auf dem Mond ein, dass das Leben auf Artemis selbst für Genreneulinge verständlich wird. Ich denke, seine Vorstellung von einem Leben auf dem Mond wäre wirklich möglich!

  • „Murder Park“ | Jonas Winner

    Autor:  Jonas Winner
    Verlag:  Heyne Verlag
    Genre:  Thriller
    Seitenzahl:  414
    ISBN:  978-3-453-42176-9

    Zodiac Island vor der Ostküste der USA ist ein beliebter Freizeitpark – bis dort ein Serienmörder drei junge Frauen auf bestialische Weise tötet. 20 Jahre später: Die Insel soll zur Heimat werden für den Murder Park. eine Vergnügungsstätte, die mit unseren Ängsten spielt. Paul Greenblatt wird zusammen mit elf weiteren Personen auf die Insel eingeladen. Dann beginnen die Morde. Ein Killer ist auf der Insel … keiner kann dem anderen trauen … die nächste Fähre kommt erst in drei Tagen …

    Meine Meinung

    Nachdem der Serienmörder Jeff Bohner drei junge Frauen auf der Insel des Vergnügungsparks „Zodiac Island“ bestialisch ermordet hat, musste dieser seine Tore schließen. 20 Jahre später übernimmt ein neuer Investor die Anlage, samt der noch immer vorhandenen Fahrgeschäfte. Er möchte den Vergnügungspark renovieren und unter dem Namen „Murder Park“ erneut für Besucher öffnen. Geplant ist eine Singlebörse, bei der die Teilnehmer im Rahmen eines Krimi-Wochenendes hochspannende Gänsehautmomente bei der Killersuche erleben und sich bestenfalls neu verlieben.
    Dabei begleiten wir das Team des „Murder Parks“ bei ihrer ersten Pressekampagne. Einige auserwählte Journalisten und ein Kamerateam dürfen die Vorabpremiere des neuen Unterhaltungskonzept kennenlernen, welches ganz dem Treiben von Jeff Bohner und anderen Serienmördern nachempfunden wurde. Eine Fähre bringt die Teilnehmer aufs einsame Island, die Morde beginnen und niemand möchte mehr in deren Haut stecken…

    Zwölf Menschen kommen mit dem Schiff auf Zodiac Island an. Insgesamt müssen aber „nur“ vier Pressemenschen vom Konzept überzeugt werden. Der Rest besteht aus dem Management, dem Versorgungsteam und einer psychologischen Fachkraft. Ich gestehe euch meine anfängliche Skepsis nach den ersten Seiten gerne ein. Diese Kombination soll für spannende Momente sorgen? Als dann auch noch das erste Opfer an einen Stuhl gefesselt wird und die Managerin des Parks relativ plump auf den Beginn des Spiels hinwies, rollte ich kurz mit den Augen und gab der Spannung wenig Chancen …
    Doch weit gefehlt: Jonas Winner hat mit „Murder Park“ eine sehr kluge Idee geschaffen, die mit einer spannenden Atmosphäre überzeugen kann. Auch die Geschichte an sich wird spannend und stellenweise richtig nervenaufreibend erzählt. Besonders interessant fand ich die 12 Interviews, die immer wieder in die Handlung eingrätschen und dem Leser mehr Informationen zu den Teilnehmern gaben. Das Ende des Buches bzw. die Aufklärung am Schluss ist in meinen Augen dann aber leider total in die Hose gegangen …

    Jonas Winner schreibt atmosphärisch, lebendig und lässt den Leser gezielt in die Köpfe seiner Protagonisten schauen. Auch die großgeschriebenen Wörter veranschaulichen den Nachdruck der Aussagen und die vielen Auslassungspunkte symbolisieren authentische Dialoge und Monologe.
    Leider findet man auch sehr oft Satz- und Wortwiederholungen, sowie Ausdrücke des Verständnisses, die man in einer echten Unterhaltung natürlich auch findet, hier lese ich aber einen Roman, der flüssig sein soll. Ich empfand es daher eher als störend.

    Die Atmosphäre in diesem Buch ist sehr gut. Was kann gruseliger und unheimlicher sein als ein verlassener, alter Vergnügungspark auf einer vermeintlich verlassenen Insel? Unheimliche Elemente wie ein altes Riesenrad, ein verlassenes Hotel oder die Tatsache, dass ein Mörder auf der Insel sein Unwesen trieb und Frauen ermordete verstärkte das erdrückende Gefühl.

    Unser Hauptprotagonist Paul Greenblatt wird zur zentralen Person, die im Hintergrund die Fäden spinnt. Die einzige Person, die auf das Aufmerksam wird, was wirklich im Park vorgeht …

  • „Tödliche Oliven“ | Tom Hillenbrand

    Autor:  Tom Hillenbrand
    Verlag:  Kiepenheuer & Witsch
    Genre:  Kulinarischer Kriminalroman
    4. Fall von Xavier Kieffer
    Seitenzahl:  316
    ISBN:  978-3-462-04695-3

    Einmal im Jahr fährt der Koch und Gourmet Xavier Kieffer mit seinem Schulfreund, dem Wein- und Ölhändler Alessandro Colao, für ein paar Tage in die Toskana, um Weine und Olivenöle zu probieren und gut zu essen. Diesmal geht der Trip schief: Alessandro verschwindet plötzlich. Als Kieffer sich auf die Suche macht, stößt er auf krumme Geschäfte mit Olivenöl. Was hat sein Freund damit zu tun? Kann Kieffer ihn finden, bevor es zu spät ist?

    Meine Meinung

    In Xavier Kieffers vierten Fall dreht sich alles ums Olivenöl. Vor allem um dessen Herstellung und um die genaue Etikettierung des Produkts, denn wie so oft ist hier vieles nicht so, wie die Hersteller es dem Käufer glauben machen wollen …

    Xavier Kieffer, der Luxemburger Koch und Hobbydetektiv freut sich auf die alljährlich stattfindende Olivenölverkostung mit seinem alten Freund Allesandro. Die Beiden wollen zusammen in die Toskana, wo dieser eine kleine, aber exklusive Ölmühle betreibt und natürlich stehen auch einige Besuche bei bekannten Feinkosthändlern an der Tagesordnung. Doch am Reisetag scheint Allesandro wie vom Erdboden verschluckt. Auch die Ehefrau des Italieners weiß nicht, wo er ist. Xavier macht sich auf die Suche nach ihm und fährt allein in die Toskana. Schnell findet er heraus, dass sein Freund in undurchsichtige Geschäfte verwickelt ist, die größtenteils über seine Ölmühle abgewickelt werden. Ist Allessandro in Gefahr?

    Der Luxemburger löst auch diesen Fall wieder mit viel Witz, Intelligenz und einer großen Portion Glück. Und natürlich sind auch das finnische Urgestein Pekka und Xaviers gutaussehende, wenn auch eifersüchtige Lebensgefährtin Valerie Gabin mit von der Partie. Und Nein, mein Verhältnis zu ihr hat sich immer noch nicht gebessert …

    Auch die Luxemburger Küche, wie auch die Stadt selbst bekommen in der Geschichte wieder ihren eigenen Platz, wenn auch nicht so groß, wie in den Bänden davor. Das Hauptaugenmerk liegt diesmal ganz klar auf Italien.

    Wie schon in seinen vorherigen Romanen, recherchierte Tom Hillenbrand viele Details und Fakten zum Thema. Details von Olivenernten und Ölmengen. Tankschiffe, die gewisse Länder und Häfen anlaufen, um den Handel mit dem grünen Gold so erträglich wie möglich zu machen. Doch auch hier gibt es in der heutigen Zeit vermehrt schwarze Schafe, die minderwertiges Olivenöl teurer verkaufen. Verschnitte oder auch chemisch aufbereitete Öle, die den Konsumenten als hochwertige Ware angedreht werden. In Italien soll es eine regelrechte „Olivenölmaffia“ geben und ich habe mehr als einmal gestaunt, wie oft ich selbst schon auf falsche Etiketten oder minderwertige Produkte reingefallen bin!

    „Tödliche Oliven“ habe ich auch dieses Mal wieder als Hörbuch gehört, das vom großartigen Gregor Weber vertont wurde. Dieser ist zwar seit 1991 als Fernsehschauspieler tätig, ließ er sich aber auch zum Koch ausbilden und veröffentlichte 2009 das Buch „Kochen ist Krieg!“ über seine Erfahrungen in der deutschen Gastronomie. Seine sprachliche Vielfalt macht das Hörbuch zu etwas ganz Besonderen, da der Schauspieler sowohl Französisch als auch Luxemburgisch spricht und so auch der Sprachwitz gut ankommt und den Charakteren Leben einhaucht!