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  • „Todesmal“ | Andreas Gruber

    Autor:  Andreas Gruber
    Verlag:  Goldmann
    Genre:  Thriller
    5. Fall von Maarten S. Sneijder und Sabine Nemez
    Seitenzahl:  592
    ISBN:  978-3-442-48656-4

    Eine geheimnisvolle Nonne betritt das BKA-Gebäude in Wiesbaden und kündigt an, in den nächsten 7 Tagen 7 Morde zu begehen. Über alles Weitere will sie nur mit dem Profiler Maarten S. Sneijder sprechen. Doch der hat gerade gekündigt, und so befragt Sneijders Kollegin Sabine Nemez die Nonne. Aber die schweigt beharrlich – und der erste Mord passiert. Jetzt hat sie auch Sneijders Aufmerksamkeit. Und während die Nonne in U-Haft sitzt, werden Sneijder und Nemez Opfer eines raffinierten Plans, der gnadenlos ein Menschleben nach dem anderen fordert und dessen Ursprung in einer grausamen, dunklen Vergangenheit liegt …

    Meine Meinung

    „Todesmal“ ist im August 2019 erschienen und steht seinen Vorgängern qualitativ in nichts nach!

    Nachdem Maarten S. Sneijder mit seinen Sonderwünschen nicht beim neuen Direktor des BKA Wiesbaden durchkommt, kündigt er seinen Job! Ein für alle Mal, er hat die Nase von diesem gestriegelten Bürokraten wirklich voll! Sabine Nemez steht mit einer Nonne vor dem Fahrstuhl der Akademie, als der wutentbrannte Sneijder das Gebäude verlassen will. Eigenartigerweise ist sich die Nonne absolut sicher, dass er zurückkommen wird, wenn er erstmal erfährt, was sie ihm zu sagen hat …
    Und genauso kommt es auch, kündigt sie doch 7 Morde in den kommenden 7 Tagen an!

    So beginnt das neue Buch rund um Maarten S. Sneijder und Sabine Nemez. Von Anfang an nimmt der Roman rasant an Fahrt auf und wird dem Prädikat „Thriller“ mehr als gerecht. Als die ersten Leichen auftauchen können die beiden Ermittler schnell eine Verbindung zu einem Ursulinenkloster in Oberösterreich herstellen. Doch wie kann es sein, dass die Nonne die grausamen Morde alleine plant und durchführt, wo sie doch in Wiesbaden in Untersuchungshaft sitzt? Und vor allem warum?

    Sneijder und Nemez jagen den doch sehr wagen Hinweisen der Nonne hinterher, die diese als Tätowierung auf ihrer Haut trägt. Erst als eine grausame Entdeckung im Kloster gemacht wird, gehen die Ermittlungen endlich in die richtige Richtung …

    Muss ich nach vier schwärmenden Rezensionen noch dazu sagen, dass Andreas Gruber einen tollen und einzigartigen Schreibstil hat? Ja, den hat er! Die Geschichte wird rasant und spannend erzählt. Eine Wendung folgt der Nächsten und viele Zusammenhänge wurden auch mir erst mit der Erklärung unserer Ermittler bewusst. Man kann den Roman kaum aus der Hand legen so spannend und kurzweilig ist er geschrieben!
    Zu Beginn waren die eingeschobenen Kapitel, um eine österreichische Gebirgsjägerin und einem deutschen Soldaten etwas befremdlich, wenn die Räder aber beginnen zusammen zu greifen, wird das Bild jedoch sehr schnell schlüssig und ich wurde eines besseren belehrt!

    Auch wenn die Geschichte hinter „Todesmal“ fiktiv ist, haben mich die Geschehnisse, die zu der Tat der Nonne führten, sehr entsetzt. Eine Geschichte die durchaus so aus dem Leben gegriffen sein könnte, wenn man die Grausamkeit und die Gier der Menschen bedenkt!