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  • „Grausame Nacht“ | Linda Castillo

    Titel im Original: „After the Storm“
    Autor: Linda Castillo
    Aus dem Amerikanischen übersetzt von Helga Augustin
    Verlag: Fischer Verlag
    Genre: Thriller
    7. Fall von Kate Burkholder
    Seitenzahl:   398
    ISBN: 978-3-596-03263-1

    Als ein Tornado über Painters Mill in Ohio hinwegfegt, legt er nicht nur die halbe Stadt in Schutt und Asche. Er bringt auch etwas zum Vorschein, das besser in der Erde geblieben wäre. Unter einer eingefallenen Scheune werden die Überreste eines menschlichen Skeletts gefunden.
    Wer ist der Tote? Und warum lag er jahrelang hier vergraben?

    Meine Meinung

    Mittlerweile bin ich beim 7. Band der Reihe um Kate Burkholder angekommen.
    Die Autorin blieb ihrem spannenden und flüssigen Schreibstil treu und ich musste das Buch binnen kürzester Zeit weginhalieren.

    Die 9-jährige Sally Ferman weiß zwar nicht, ob die Gerüchte über die alte verfallene Scheune ihrer Nachbarn stimmen, aber kennen tut sie sie alle. Für sie gibt es keinen unheimlicheren Ort als dieses Gebäude mit seinem steinernen Fundament und den dunklen Fenstern!
    Als ein Tornado über Ohio hinwegfegt, legt er nicht nur die halbe Stadt in Schutt und Asche, er bringt auch die Überreste eines menschlichen Skeletts zum Vorschein. Als Doc Coblenz die Leiche obduziert, wird klar, dass der Mann keines natürlichen Todes gestorben ist und Polizeichefin Kate Burkholder muss einen 30 Jahre alten Fall neu aufrollen. Sie stößt auf ein altes Familiengeheimnis und ein ungesühntes Verbrechen!

    Die Gemeinschaft der Amischen machen es dem Team der Polizei nicht leicht. Die Ermittlungen ziehen sich hin und werden immer wieder durch Anschläge auf Kates Leben in den Hintergrund gedrängt. Haben die Schüsse etwas mit dem aktuellen Fall zu tun? Oder hat es ein Außenstehender auf sie abgesehen?

    Linda Castillo eröffnet ihren Lesern in diesem Buch einen etwas detaillierteren Blickwinkel auf die Amische Lebensweise: Wir erfahren viel über das Gedankengut der konservativen Mennoniten, die jeglichen modernen Schnickschnack in ihrem Leben ablehnen, aber auch die Unterschiede zu den Amischen der neuen Ordnung, die sich mit Hilfe von Autos und motorisierte Fuhrwerke die tägliche Arbeit erleichtern, werden aufgegriffen. Die Autorin ist dabei nie wertend, sondern schildert sehr sachlich wie die Mitglieder der Gemeinde ihr Leben gestalten.

    In „Grausame Nacht“ spielt auch die Hintergrundgeschichte der Hauptprotagonisten eine zentrale Rolle, was mir sehr gut gefallen hat. In Kates Privatleben mit John Tomasetti läuft nicht alles rund, so dass sie auch hier an einer harten Front zu kämpfen hat!

    Wie immer ein spannend geschriebenes Buch und kein bisschen langweilig!