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  • „Die Katze und der General“ | Nino Haratischwili

    Autor: Nino Haratischwili
    Verlag: Frankfurter Verlags-Anstalt
    Genre: Roman
    Shortliste Deutscher Buchpreis 2018
    Seitenzahl:  750
    ISBN: 978-3-627-00254-1

    Alexander Orlow, ein russischer Oligarch und von allen »Der General« genannt, hat ein neues Leben in Berlin begonnen. Doch die Erinnerungen an seinen Einsatz im Ersten Tschetschenienkrieg lassen ihn nicht los. Die dunkelste ist jene an die grausamste aller Nächte, nach der von der jungen Tschetschenin Nura nichts blieb als eine große ungesühnte Schuld. Der Zeitpunkt der Abrechnung ist gekommen.

    Meine Meinung

    Was für ein wahnsinnig anstrengendes Buch …

    „Die Katze und der General“ ist das neueste Werk der hochgelobten Autorin Nino Haratischwili von der man in den letzten Jahren nur Lobeshymnen hört. Nachdem das Buch nun auch für die Shortliste des Deutschen Buchpreises 2018 nominiert wurde, habe ich mich mit Feuereifer auf diese Geschichte gestürzt. Und ich bin kläglich daran gescheitert!

    Nachdem uns im ersten Teil des Buches sehr atmosphärisch und authentisch die Geschichte von Nura erzählt wird, beginnt die Geschichte doch recht schnell zu haken und zu stolpern.
    Eine Heerschar von Soldaten macht in einem Tschetschenischen Tal Rast. Angeführt von einem Oberst, der im totalen Alkoholrausch und völlig ab von der realen Welt mit mehreren Gefolgsleuten die 17-jährige Nura schändet und tötet, verändert sich das Leben der beteiligten um 180 Grad. Einer von ihnen ist Alexander Orlow, der von seiner Mutter in den Krieg gedrängt wurde und seine Liebe daheim zurück gelassen musste.

    Die Geschichte ist ausufernd, aber leider überhaupt nicht logisch erzählt. Alexander Orlow, der 2016 an der Spitze seines Erfolgs ist, wird auf „die Katze“ aufmerksam. Einer Schauspielerin, die der getöteten Nura schockierend ähnlich sieht und die er für ein Video gewinnen will, welches er an seine damaligen Kameraden schicken möchte.
    Keine der Figuren ist glaubwürdig oder in ihrem Handeln nachvollziehbar. Zudem sind die Charaktere sehr hölzern und oberflächlich gezeichnet, obwohl jede (selbst kurz) erwähnte Figur eine Vita auf dem Leib gedroschen bekommt, die es in sich hat. Die Dialoge sind schrecklich platt. Die Tränen der Protagonisten fließen gefühlt auf jeder 10ten Seite und jeder Tag verspricht bei Sonnenaufgang immer zu viel was er nicht halten kann.
    Im Allgemeinen hatte ich das Gefühl das das Buch bei jedem Schritt vorwärts wieder zwei zurück macht!

    Ich habe das Buch nach knapp 500 Seiten abgebrochen!
    Dass Nino Haratischwili mit diesem merkwürdigen Märchen für Erwachsene auf der Shortlist gelandet ist, verstehe ich nun wirklich nicht!