• „Funkenflug“ | Hauke Friederichs

    Autor:  Hauke Friederichs
    Verlag:  Aufbau Verlag
    Genre:  Sachbuch | Historischer Roman
    Seitenzahl:  360
    ISBN:  978-3-351-03487-0

    August 1939. Flirrende Hitze in Mitteleuropa. Das Korn wird gemäht. Ferienzeit. Es könnten unbeschwerte Tage sein, aber etwas Verstörendes liegt in der Luft. Die einen sagen, ein neuer Krieg stehe bevor. Die anderen schwören, der Frieden sei sicher. In diesem unruhigen August schaut die Welt auf den Obersalzberg. Hier verbringt Adolf Hitler seinen Sommer. Von hier aus wagt er ein riskantes Spiel.

    Meine Meinung

    In „Funkenflug“ vermittelt uns der Journalist Hauke Friederichs einen Rückblick auf die Monate vor Beginn des Zweiten Weltkrieges, beginnend mit dem Frühjahr 1939. Vor 80 Jahren überfiel Deutschland Polen und begann damit einen unsäglichen Krieg, dem Millionen Menschen zum Opfer fielen. Aber was sich genau in den Monaten zuvor auf der politischen Bühne abspielte, wurde bisher nur selten erzählt. Dabei beschreibt der Autor die Ereignisse aus einem ganz neuen Blickwinkel!

    Das Buch ist eine gekonnte Mischung aus einem informativen Sachbuch mit klarer, energischer Sprache und einem Kriegsroman. Nicht nur, dass wir hier viele neue Informationen vermittelt bekommen, die auch mir so noch nicht klar waren, der Autor schreibt auch in einer wunderbar bildlichen und effektvollen Sprache, die mich beim Lesen voll und ganz überzeugen konnte. Spannend, ohne großer Längen oder inhaltlichen Leerläufen.

    Hauke Friederichs nimmt den August 1939 genau unter die Lupe …
    Überall, im ganzen Land, spürte man bereits, dass ein Krieg unmittelbar bevor stand. Wer nicht gerade mit Scheuklappen durchs Leben lief, der sah wohin die politische Entwicklung ging, denn auch der Ton der Staatsmächte hatte sich bereits vor Wochen verschärft. An den Grenzen schwelten schon die ersten Konflikte und entluden sich in Gewaltakten.
    Wusstet ihr, dass Hitler den Plan forcierte zusammen mit Polen die Sowjetunion zu überfallen? Dabei war – bei günstigem Kriegsverlauf – bereits beschlossene Sache, dass Polen die Ukraine als Kriegsbeute bekommen sollte. Allein Polen stellte sich den Plänen quer und so ließ Hitler von seinen Militärs den Überfall auf Polen ausarbeiten …

    Auch Adolf Hitler kommt uns als Mensch unangenehm nahe …
    Was aß und was hörte er am liebsten? Welche Frauen weckten ganz besonderes sein Interesse? Worüber pflegte er zu scherzen und welche Personen gehörten am Obersalzberg zu seinem inneren Kreis? Seine Vorlieben werden für ihn schnell zur Passion und sein Größenwahn wächst …
    Während andere Machthaber noch nicht an einen Blitzkrieg glauben, hat Hitler schon einen konkreten Plan im Kopf!

    Auch die Idee, den einzelnen Kapiteln jeweils Zitate aus Zeitungen oder von berühmten Persönlichkeiten voranzustellen, fand ich großartig. Nicht nur, weil sie die doch sehr bedrückenden Fakten nochmal lebendiger machen, sie lockern beim Lesen auch mein Gedankarusell ein wenig auf.

    Mich persönlich hat das Buch geistig sehr bereichert. Ich wurde zu Nachschlagen und mitdenken angeregt und habe viele neue Einzelheiten erfahren, die ich bisher noch in keinem gängigen Geschichtsbuch gefunden habe!

  • „Wolgakinder“ | Gusel Jachina

    Titel im Original:  „Deti Moi“
    Autor:  Gusel Jachina
    Aus dem Russischen übersetzt von Helmut Ettinger
    Verlag:  Aufbau Verlag
    Genre:  Roman
    Seitenzahl:  581
    ISBN:  978-3-351-03759-8

    Jakob Bach ist 1916 Schulmeister in Gnadental, einem deutschen Dorf am Ufer der Wolga, um das die Zeitläufe keinen Bogen machen. Als er Klara, die Tochter eines reichen Bauern unterrichten soll, findet er in ihr die Liebe seines Lebens. Aber dann wird Klara vergewaltigt und stirbt bei der Geburt des Kindes. Unter schwierigsten Umständen zieht Bach Annchen allein groß. Doch die Politik aus Moskau macht vor den Dörfern der Wolgarepublik nicht Halt, und er, der nach Klaras Tod die Sprache verloren hat, vermag seine Tochter nicht an sich zu binden, die Kind einer neuen Zeit ist und den Verheißungen der Sowjets folgt …

    Meine Meinung

    Was sich Gusel Jachina mit „Wolgakinder“ traut, ist wirklich mutig! Was für ein Buch!
    Sie erklärt nicht nur die Herkunft der Wolgadeutschen, sondern erzählt auch noch wie es ihnen während der großen Oktoberrevolution ergangen ist. Virtuos und faszinierend erlebt man als Leser die Sprache, mit der sie die kleine Welt lebendig werden lässt, aber auch der Protagonist selbst beherrscht mit seiner Freude an der Literatur die Kunst des Erzählens und Fabulierens.

    Dies war mein erstes Buch von Gusel Jachina, daher ging ich völlig frei von Erwartung an den Roman heran und wurde sofort gefesselt!

    Im dem kleinen Dörfchen Gnadental an der Wolga siedeln seit dem 18. Jahrhundert deutsche Einwanderer. Unter ihnen führt Jakob Iwanowitsch Bach ein bescheidenes Leben als etwas schrulliger, aber doch liebevoller und respektierter Schulmeister. Er ahnt noch nicht, dass sich sein Leben von der ersten Stunde an, in der er die junge Bauerntochter Klara am anderen Wolgaufer unterrichten soll, verändern wird. Liebe und Politik prägen fortan sein Leben, auch wenn er sich beidem zu entziehen versucht.

    Gusel Jachina schreibt in einer anspruchsvollen und mitreißenden Sprache, springt dabei aber von Stilmittel zu Stilmittel. Mal greift sie zur Poesie und erschafft traumhafte Bilder, kehrt aber genauso flott wieder zur klaren, sachlichen Erzählform zurück und lässt uns in kurzen Passagen an der politischen Lage der damaligen Zeit teilhaben. Auch mystische und bezaubernde Naturbeschreibungen finden hier ihren Platz. Selbst Stalin und der totkranke Lenin bekommen in „Wolgakinder“ ihren Gastauftritt! Der Roman versprüht eine tolle Atmosphäre!

    Mit dem Schulmeister Jakob Bach erschafft die Autorin einen Sonderling mit vielen liebenswerten Facetten, mit dem man unweigerlich seine Begeisterung, aber auch sein Leid teilen möchte. Wir begleiten ihn durch fünf große Lebensabschnitte und bemerken schnell, dass er so sonderlich gar nicht ist. Eher naturverbunden und von Schicksalsschlägen geprägt. Besorgt um die wenigen Lieben, die er im Laufe der Zeit noch um sich hat.
    Während er sich immer mehr zurückzieht und in die Einsamkeit flüchtet, verändert sich um ihn die Welt: Politische Ereignisse nimmt er nur aus der Distanz wahr, dennoch hat alles Einfluss auf ihn. Selbst in seinem abgeschiedenen Gehöft bleibt er von der Revolution und der Gründung der Deutschen Republik an der Wolga nicht verschont.

    Wer in diesem Buch Informationen über das Leben der Deutschen im Wolgagebiet sucht, wird vielleicht enttäuscht sein, wer sich hingegen auf eine wunderbare Reise einlassen möchte und sein Vergnügen in einer melodisch anmutenden Sprache findet, ist bei „Wolgakinder“ absolut richtig.

  • „Menschenwerk“ | Han Kang

    Titel im Original: „Sonyeoni onda“
    Autor: Han Kang
    Aus dem Koreanischen übersetzt von Ki-Hyang Lee
    Verlag: Aufbau Verlag
    Genre: Roman
    Seitenzahl:  214
    ISBN: 978-3-351-03683-6

    „Ich kämpfe, jeden Tag. Ich kämpfe gegen die Schande, überlebt zu haben und immer noch am Leben zu sein. Ich kämpfe gegen die Tatsache, dass ich ein Mensch bin. Und Sie, ebenso ein Mensch wie ich, welche Antworten können Sie mir geben?“

    Ein Junge ist gestorben, und die Hinterbliebenen müssen weiterleben. Doch was ist ihnen ihr Leben noch wert?

    Meine Meinung

    Nachdem ich „Die Vegetarierin“ so grandios fand, musste ich sofort mit „Menschenwerk“ weitermachen. Mich auf dieses Buch einzulassen war alles andere als leicht, da es sich hier um einen Tatsachenbericht handelt. Genau so ist es wirklich passiert!

    Im Mai 1980 fanden in Gwangju anfangs friedliche Demonstrationen von Studenten gegen die damals herrschende Militärdiktatur statt. Das Militär reagierte mit äußerst brutaler Gewalt, worauf es zu weiteren Aufständen der Bevölkerung kam. Auch diese wurden ohne Rücksicht auf Menschenleben niedergeschlagen. Die Soldaten benutzten Bajonette und feuerten wahllos in Menschenmengen, woraufhin sich die Aufständischen ebenfalls bewaffneten.
    Das Militär sprach damals offiziell von 170 Todesopfern und 730 Verhaftungen, während eine 1988 herausgegebene Broschüre des Hilfswerk Terre des Hommes von über 2.000 Todesopfern ausgeht, was auch andere Quellen bestätigen.

    Han Kang wurde in Gwangju geboren, ihre Eltern zogen jedoch im Jahr der Aufstände nach Seoul. Dennoch verspürte sie stets eine innere Verbundenheit mit dem Geschehenen und besuchte mit 19 Jahren das Grab eines Jungen, der als 15-Jähriger während der Massaker getötet wurde und vorher mit seinen Eltern in dem Haus lebte, in dem sie selber bis zu ihrem achten Lebensjahr gewohnt hatte. Dieser Junge ist auch ein zentraler Charakter in „Menschenwerk“!

    Trotz der Schwere des Themas hat dieses Buch eine gewisse Leichtigkeit. Die Autorin spielt nicht mit Worten, sie nutzt sie ganz unkompliziert um den Leser in die Geschichte zu ziehen. Die einzelnen Kapitel sind kurz und mit dem Namen des Erzählers und der Jahreszahl markiert, so weist es einem den Weg durch die Zeit. Beeindruckend schonungslos und schonungslos beeindruckend.

    Han Kang schildert die Geschehnisse aus verschiedenen Blickwinkeln, die auch stilistisch ihre kleinen Eigenheiten aufweisen. Teilweise folgen wir den Erzählern in der „Du-Form“, teilweise in der klassischeren „Sie-Form“. Auch bei den seelische und körperliche Foltermethoden nimmt die Autorin kein Blatt vor den Mund.

    Die Geschehnisse sind von Beginn an fesselnd, wenn auch schrecklich bedrückend und traurig.
    Als Leser sollte man sich darauf einstellen, dass die Autorin das Thema schonungslos aufarbeitet!

  • „Die Vegetarierin“ | Han Kang

    Titel im Original: „Vegetarierin, Ch`angbi“
    Autor: Han Kang
    Aus dem Koreanischen übersetzt von Ki-Hyang Lee
    Verlag: Aufbau Verlag
    Genre: Roman
    Seitenzahl: 190
    ISBN: 978-3-351-03653-9

    Ein seltsam verstörendes, hypnotisierendes Buch über eine Frau, die laut ihrem Ehemann an Durchschnittlichkeit kaum zu übertreffen ist – bis sie eines Tages beschließt, kein Fleisch zu essen.

    Meine Meinung

    Da man viele unterschiedliche Meinungen über „Die Vegetarierin“ hört, war es nun auch für mich an der Zeit, mir selbst ein Bild über dieses Buch zu machen.

    Der Roman spielt zum größten Teil in der Hauptstadt Seoul. Chongs Frau, Yong-Hye, zieht sich zurück und wird über Nacht zur Vegetarierin. Ihre konservative Familie kann dieses Verhalten nicht verstehen und ihr anhaltender Protest führt bis zur häuslichen Gewalt. Bereits als Kind hatte sie in ihrer Familie grausame Erlebnisse erfahren, die sie seit einiger Zeit in ihren Träumen heimsuchen. Im zweiten Teil des Buches lernen wir den Mann ihrer Schwester kennen, einem Videokünstler. Selbst ein Außenseiter in der Familie, entwickelt er eine Obsession für Yong-Hye, kann sie ihm doch genau das Außergewöhnliche bieten, was er im Leben mit seiner Frau vermisst. Trotz der wenigen Seiten, erzählt Han Kang eine intensive und außergewöhnliche Geschichte.
    Zum Ende hin nimmt das Buch eine erneute Wendung und wir springen 2 Jahre in die Zukunft. Hier erfahren wir was aus Yong-Hye und ihrer Familie geworden ist!

    „Eine Frau verabschiedet sich von der Durchschnittlichkeit!“ Durch ihren Verzicht zieht sie die Aufmerksamkeit ihres doch sehr konservativen und prüden Umfelds auf sich. Das Interessante ist die Wahrnehmung: Während ihr Mann und ihr Vater es als pervers empfinden, wird sie für ihren Schwager zu einer begehrenswerten Person. Ihre Schwester hingegen sieht sie als jemanden, der ihren Schutz braucht.

    Han Kangs Sprache würde ich persönlich als nüchtern und klar beschreiben. Die Geschichte wurde gradlinig und ohne grobe Ausschweifungen geschrieben. Für mich scheint die Erzählweise sehr realistisch zu sein, driftet aber doch oft ins Surrealistische ab. Hier zählen besonders die „floralen Motive“ dazu, die den Roman durchziehen. Am Ende meint Yong-Hye, selbst zur Pflanze geworden zu sein.

    In mir hat das Buch viele Emotionen hervorgerufen. Einerseits war ich an vielen Stellen irritiert und verstört, gerade was die Radikalität, die verbohrten Blickwinkel und die gewaltbereitschaft angeht. Andererseits ist aber auch der Aufruf zur persönlichen, individuellen Befreiung bei mir angekommen. Yong-Hye`s Vorliebe für die Pflanzen und die Schönheit der Blumen wird ganz wunderbar dargestellt, aber auch ihr Aufblühen und der spätere Verfall werden für den Leser greifbar.

    In der westeuropäischen und besonders in der französischen Literaturtradition könnte der zweite Abschnitt des Buches durchaus als erotischer und prickelnder Inhalt einer Obsession oder auch als Verführung mit Raffinesse gehandelt werden.

  • „Rendezvous im Café de Flore“ | Caroline Bernard

    Autor: Caroline Bernard
    Verlag: Aufbau Verlag
    Genre: Zeitgeschichtlicher Roman
    Seitenzahl:  424
    ISBN: 978-3-7466-3271-1

    Paris, 1928: Vianne träumt davon, Botanikerin zu werden – im renommierten Jardin des Plantes. Als sie sich in den aufstrebenden Maler David verliebt und mit ihm in das schillernde Bohéme-Leben der französischen Avantgarde eintaucht, scheint ihr Glück perfekt. Doch dann nimmt ihr Leben eine tragische Wendung …

    Jahrzehnte später steht Marlène im Musée d`Orsay vor dem Bild einer Frau, die ihr zum Verwechseln ähnlich sieht. Fasziniert von der Ausstrahlung der Fremden, begibt sich Marlène auf die Suche, bei der sie nach und nach ihr Leben verändern wird.

    Meine Meinung

    Nachdem ich im Juni „Die Muse von Wien“ gelesen habe, wollte ich nun auch das Erstlingswerk von Caroline Bernard „Rendezvous im Café de Flore“ entdecken. Es handelt sich hier um eine Geschichte auf zwei Zeitebenen. Eine Erzählform, die ich zwar nur sehr selten lese, die mir hier aber sehr gut gefallen hat.

    Lili Marlène Roussel wird von ihrem Mann zum 15. Hochzeitstag mit einer Reise nach Paris überrascht. Sie liebt diese Stadt, seit sie während ihres Studiums dort die schöne Zeit ihres Lebens verbracht hat. Doch ausgerechnet an ihrem Hochzeitstag kommt es zu einem Streit und Marlène geht allein ins Museum. Plötzlich steht sie vor dem Gemälde „Nach dem Ball“ des Malers David Marlowe Scott und ist geschockt:  Die junge Frau auf dem Bild könnte sie selbst sein!
    Der Gedanke lässt sie nicht mehr los und sie beginnt näheres über das Model in Erfahrung zu bringen. In dem Auktionator Etienne Viardot findet sie nicht nur starke Unterstützung, er gibt ihr auch die Schmetterlinge zurück, die sie schon so lange in ihrer Ehe vermisst.
    Im Geburtenregister entdecken sie einen Namen:  Vianne Renard. Wer ist diese Frau? Und gibt es eine Verbindung zu Marlène?

    Wie bereits erwähnt spielt die Geschichte auf zwei Zeitebenen. Einerseits in der Zeit von 1926 bis 1945, andererseits in der Jetzt-Zeit und erzählt uns die Geschichten von zwei sehr starken Frauen.
    Sowohl die mutige Vianne, als auch Marlène schließt man als Leser rasch ins Herz. Die Handlungen und Entscheidungen der Protagonistinnen sind nachvollziehbar erklärt und stimmig, wobei die Erzählung um Vianne  den Schwerpunkt der Geschichte bildet.

    „Rendezvous im Café de Flore“ gibt einen guten Einblick in das vergangene Paris der Künstler und auch der Frauen, die ihren Platz im männerdominierten Bereich der Forschung, wie in Vianns Fall der Botanik, suchen. Aber auch das Leben in Frankreich während des Regimes der Nationalsozialisten und das Eingreifen der Resistance nehmen hier einen großen Platz ein.

    Schon in ihrem Erstlingswerk lässt Caroline Bernard ihr schriftstellerisches Können erkennen. Der Schreibstil ist wunderbar flüssig und mitreißend. Die Umgebung wird so detailliert beschreiben, dass der Leser fast blind durch die Gassen und Boulevards streifen könnte.
    Dennoch kann man eine deutliche Steigerung zwischen ihren beiden Büchern erkennen. Die Geschichte hat noch nicht die nötige Tiefe und gerade bei den Dialogen zwischen Lili Marlène und ihrem Mann fehlt es noch etwas an Raffinesse.

    „Rendezvous im Café de Flore“ bringt euch den Zauber von Paris in eure Herzen!