• „Das verborgene Tor“ | Eva Völler

    Autor:  Eva Völler
    Mit Illustrationen von Tina Dreher
    Verlag:  Baumhaus Verlag
    Genre:  Fantasy | Historischer Roman
    Zeitenzauber-Reihe, Band 3
    Seitenzahl:  349
    ISBN:  978-3-8339-0273-4

    London im Jahr 1813. Anna und Sebastiano sind in der Stadt, um einen Auftrag zu erfüllen. Doch plötzlich droht eine dunkle Gefahr, die das Ende der Zeit bedeuten könnte. Die beiden müssen alles daran setzen, um das zu verhindern, und tauchen deshalb getarnt als Geschwister in die High Society des Londoner Adels ein. Auf Kutschenfahrten und Tanzfesten müssen Anna und Sebastiano sind nicht nur gegen aufdringliche Verehrer wehren, sondern kommen auch möglichen Verdächtigen auf die Spur. Doch wer spielt tatsächlich ein falsches Spiel?

    Meine Meinung

    Anna und Sebastiano haben einen neuen Auftrag! Dieser führt die Beiden in das Zeitalter des Regency. Einer der Alten, also ein Mentor der Zeitwächter, treibt im England des Jahres 1813 sein Unwesen und will Vergangenheit und Zukunft, bis auf dieses eine Jahr, auslöschen. Ganz klar, dass die beiden Zeitwächter etwas dagegen unternehmen müssen …

    Eva Völler schafft es auf ihre eigene Art und Weise das Regency mit all seiner Schönheit und seinen Tücken zum Leben zu erwecken. Dabei entsteht aber kein verklärtes märchenhaftes Bild von rauschenden Bällen und ausgelassenen Spazierfahrten im Hyde Park, die Autorin schildert die Probleme der Alten und Kranken dieser Zeit und auch die starke Armut wird authentisch und für mich glaubwürdig dargestellt. Sie hält das Gleichgewicht zwischen der Spannung und dem Flair des alten Englands, sodass auch ich mich durch die Straßen Londons hetzen sah, immer auf der Suche nach dem Übeltäter.

    Anna ist in „Das verbotene Tor“ sympathisch wie eh und je. Anders als in den vorhergegangenen Bänden, arbeiten sie und Sebastiano an einem Strang. Sie ermitteln gemeinsam, gleichberechtigt, auch wenn Anna es schon merkbar genießt, von ihrem Freund gerettet zu werden. Was auch einige sehr amüsante Eifersuchtsszenen mit sich bringt.
    Dennoch rückt die Beziehung zwischen ihnen zum größten Teil des Buches in den Hintergrund.

    Neben alten Bekannten wie José und Esperanza tauchen auch neue Charaktere wie Iphigenia Winterbottom und Reginald Castlethorpe alias „Bräutigam-Ken“ auf. Allein die Namen sind schon göttlich! Die Beiden bringen nicht nur Spannung und unvorhergesehene Wendungen ins Spiel, auch viele witzige Szenen sind vorprogrammiert. Allgemein sticht der Humor in diesem Buch ganz besonders hervor.

    Auch historische Persönlichkeiten finden wir hier in Hülle und Fülle. Nicht nur der Maler William Turner ist ein Teil der Geschichte, auch der Mitbegründer des Eisenbahnwesens George Stephenson ist in die Geschehnisse involviert und trägt maßgeblich zum Gelingen der Mission bei. Nur Molly Flanders, ein späteres Opfer von Jack the Ripper, hält unsere Zeitwächter und ihre Freunde auf Trab!

    Eine tolle Krönung  dieser Trilogie und ein würdiger Abschluss!

  • „Die goldene Brücke“ | Eva Völler

    Autor:  Eva Völler
    Mit Illustrationen von Tina Dreher
    Verlag:  Baumhaus Verlag
    Genre:  Fantasy | Historischer Roman
    Zeitenzauber-Reihe, Band 2
    Seitenzahl:  318
    ISBN:  978-3-8339-0168-3

    Nachdem Anna sich dem Geheimbund der Zeitwächter angeschlossen hat, lässt das nächste Abenteuer nicht lange auf sich warten. Mitten in ihrer Abiturprüfung ereilt sie eine Schreckensnachricht aus Paris:  Sebastiano ist verschollen – und zwar im 17. Jahrhundert! Anna begibt sich auf eine gefährliche Reise und findet ihren Freund tatsächlich in Paris wieder. Doch es gibt ein neues Problem: Er hält sich für einen Musketier und hat keine Ahnung, wer Anna ist. Schafft sie es, seinem Gedächtnis auf die Sprünge zu helfen?

    Meine Meinung

    Auch im zweiten Band der Zeitenzauber-Trilogie schaffte es Eva Völler, mich mit nur wenigen Worten zusammen mit Anna und Sebastiano in die Vergangenheit zu schicken.
    „Die goldene Brücke“ spielt in Paris 1625. Auch hier wird die Geschichte wieder so harmonisch und bildlich erzählt, dass ich mir alles ganz genau vorstellen konnte. Die pompösen Kleider der Hofdamen, die dreckigen Straßen, die Kutschen und Fuhrwerke. Und vor allem die Gerüche!

    Nach ihrem ersten Abenteuer in Venedig, hat sich nun auch Anna dem Geheimbund der Zeitwächter angeschlossen. Sebastiano und sie reisen gemeinsam in die Vergangenheit, um Ereignisse wieder in die richtige Bahn zu lenken, mit dem Ziel unsere heutige Welt positiv zu beeinflussen!
    Sebastiano, der bei einem Zeitsprung versehentlich im Paris des 17. Jahrhunderts stecken geblieben ist, muss von Anna zurückgeholt werden. Dabei muss sie aber feststellen, dass er seine eigene Identität vergessen hat und sich für einen Musketier hält. Seine Freundin ist für ihn eine Fremde!
    Ihr selbst wurde eingebläut in Paris niemanden zu vertrauen, dennoch will sie Sebastianos Gedächtnis mit allen Mitteln auf die Sprünge helfen. Nebenbei muss sie auch noch herausfinden, welche Aufgabe die Beiden zu erfüllen haben, denn ganz ohne Grund ist Sebastiano hier sicher nicht gelandet.

    Sein Wandel schlägt sich leider auch auf den Leser nieder, denn Sebastiano war mir zu Beginn dieses Buches fast ein wenig unsympathisch. Auch wenn von Anfang an klar zu verstehen ist, dass er ungewollt in diese Situation geschlittert ist. So abweisend und überheblich, wie er sich den Menschen und vor allem dem einfachen Volk gegenüber benimmt, wollte ich ihn nicht nur einmal wachrütteln.

    Eva Völler erzählt mal mehr, mal weniger direkt aus dem Leben und Wirken der Menschen. So erfahren wir auch, was es bedeutet, sich zu Beginn des 17. Jahrhunderts, wo es noch keine Straßenlaternen gab, sich selbst um ein „sicheres Geleit“ zu kümmern. Oft gehen solche Banalitäten unter, in „Die goldene Brücke“ finden sie jedoch sehr anschaulich und eindringlich gehör.

    Auch dieser Zeitreiseroman lebt vom Charme der Charaktere und der Stimmung im altertümlichen Paris. Ich wollte immer weiterlesen und wissen was das nächste Kapitel wohl bringt.
    Action, Spannung, Ehrgefühl und Geschichte gehen dank Anna und den Zeitwächtern ganz neue Wege!

  • „Die magische Gondel“ | Eva Völler

    Autor:  Eva Völler
    Mit Illustrationen von Tina Dreher
    Verlag:  Baumhaus Verlag
    Genre:  Fantasy | Historischer Roman
    Zeitenzauber-Reihe, Band 1
    Seitenzahl:  333
    ISBN:  978-3-8339-0026-6

    Die 17jährige Anna verbringt ihre Sommerferien in Venedig. Bei einem Stadtbummel erweckt eine rote Gondel ihre Aufmerksamkeit. Seltsam. Sind in Venedig nicht alle Gondeln schwarz?
    Als Anna kurz darauf mit ihren Eltern eine historische Bootsparade besucht, wird sie im Gedränge ins Wasser gestoßen – und von einem unglaublich gut aussehenden jungen Mann in die rote Gondel gezogen.
    Bevor sie wieder auf den Bootssteg klettern kann, beginnt die Luft plötzlich zu flimmern und die Welt verschwimmt vor Annas Augen …

    Meine Meinung

    Eigentlich finde ich Geschichten über Zeitreisen ja immer verstörend. Begeistern konnten mich bisher nur die wenigsten, aber allein schon die Idee, auf eigene Faust die Vergangenheit oder die Zukunft zu erkunden, macht mir immer wieder Lust auf neue Romane zu diesem Thema.

    Auch wenn ich Venedig noch nie besucht habe, hat mich die Kulisse hinter „Die magische Gondel“ sofort in ihren Bann gezogen. Eva Völler konnte auch die Harmonie und das Temperament der Italiener sehr gut und authentisch einfangen. Wir bekommen nicht nur einen bildlichen Eindruck des heutigen Venedigs mit seinen Sehenswürdigkeiten und den Besonderheiten, sondern auch die fesselnde Beschreibung der historischen Stadt 1499.
    Die Autorin vergleicht Venedig in den einzelnen Jahrhunderten immer wieder miteinander, was den Wandel der Stadt über einen sehr langen Zeitraum sehr eindrucksvoll darstellt.

    Bis zum Tag der „Regata Storica“ war es ein ganz normaler Sommerurlaub für Anna. Ausschlafen, durch die Stadt bummeln und Tramezzini auf einem der vielen Plätze Venedigs genießen, während die Eltern sich kulturell Ertüchtigen. Doch dann geschieht ein dummer Zufall nach dem anderen:  Anna und ihre Bekanntschaft kommen zu spät zur Regatta und die besten Zuschauerplätze sind schon verstellt. Dennoch finden sie einen richtigen „Logenplatz“ direkt an einer Anlagestelle, wie für sie freigehalten. Nach Beginn der Veranstaltung legt eine rote Gondel zu ihren Füßen an, um noch jemanden an Bord zu lassen. Dass Anna bei diesem Trubel in den Kanal fällt, kann schon mal passieren. Aber dass sie sich dann im Jahr 1499 wiederfindet und eine Zeitreise angetreten hat, die gar nicht für sie bestimmt war, da hört der Zufall auch schon wieder auf …

    Die Handlung ist sehr gut durchdacht und wurde für den Leser spannend aufgebaut. Immer wieder erhalten kleinere Details in späteren Szenen eine größere Bedeutung und die doch unerwarteten Wendungen sorgen für viel Spannung. Zudem ist das Buch mit Witz und Leichtigkeit geschrieben.

    Die Geschichte wird aus Annas Perspektive erzählt. Ich mochte sie als Protagonistin sehr gern, wirkt sie doch wie eine taffe junge Frau, die verständlicherweise in dieser ungewöhnlichen Situation schnell an ihre Grenzen stößt. Sie gerät von einem Abenteuer in das Nächste und weiß nicht so recht wem sie trauen kann. Sebastiano, als ihr Gegenpart, ist ein Zeitwächter und versucht Anna in die heutige Zeit zurück zu bringen. Bei ihm hätte ich mir zwar ein bisschen mehr Tiefe gewünscht, dennoch war er mir sehr sympathisch.
    Natürlich entspinnt sich aus den beiden eine Liebesgeschichte, die aber nicht schon von der ersten Minute klar ersichtlich ist. Dieser Erzählstrang wurde von Eva Völler wirklich gut und erfrischend aufgebaut. Zu Beginn handelt es sich eher um ein verbales Verhältnis mit vielen schlagfertigen Dialogen. Erst nachdem die gemeinsamen Herausforderungen gemeistert sind, kommen sich die beiden näher!

    Zudem hat die Autorin ein gutes Auge für Details. Als Anna versucht, den Leuten 1499 beispielsweise von ihrem iPod zu berichten, merkt sie, dass sie moderne Wörter gar nicht aussprechen kann. Sie verwandeln sich automatisch in das Wort, dass es zu der damaligen Zeit gab. Aus dem „Klo“ wird so ganz automatisch der „Abtritt“.

    „Die magische Gondel“ ist ein toller Auftakt für die Zeitenzauber-Reihe!
    Die Geschichte ist in sich abgeschlossen, macht aber Lust auf mehr …

  • „Im Schatten des Turms“ | René Anour

    Autor:  René Anour
    Verlag:  Rowohlt Verlag
    Genre:  Historischer Roman
    Seitenzahl:  641
    ISBN:  978-3-499-27670-5

    Wien, 1787. Der Medizinstudent Alfred ist fasziniert vom sogenannten Narrenturm. Hier werden erstmals die Irrsinnigen behandelt, ein ganz neuer Zweig der Medizin. Doch die Zustände sind erbarmungswürdig. Und der Anblick einer jungen Frau mit seltsamen Malen auf den Armen lässt ihn nicht los.
    Die junge Adelige Helene war noch nie am Wiener Hof. Ihr Vater hält Schönbrunn für eine Schlangengrube und will seine Tochter möglichst lange von dort fernhalten. Doch er kann sie nicht beschützen.
    Der Student, der zu viel sieht. Und die Adelige, die frei sein will. Zwei Menschen, ein Schicksal – das sich im Schatten des Turms entscheiden wird …

    Meine Meinung

    René Anour entführt uns ins Wien des endenden 18. Jahrhunderts.
    „Im Schatten des Turms“ ist ein toller und unglaublich ehrlicher Roman, der mich nicht nur mit seinem Schreibstil überzeugen konnte, sondern auch eine einzigartige Geschichte erzählt.

    Wir schreiben das Jahr 1787. Alfred Wagener ist mit Leib und Seele Medizinstudent. Da er aus ärmlichen Verhältnissen stammt, ist es unüblich, dass er überhaupt studieren darf und muss sich, um die Gebühren und seinen Lebensunterhalt zu verdienen, mit Nebenverdiensten über Wasser halten. Ein Besuch im Narrenturm erschüttert ihn zutiefst und lässt seine Gedanken nicht mehr los …
    Helene lebt mit ihrem liebevollen, aber doch unkonventionellen Vater auf Schloss Weydrich am Wiener Stadtrand. Statt in höfischer Etikette wird sie in lateinischer Sprache, Pflanzenkunde und Mathematik unterrichtet. Alfred soll Helenes Wissen weiter fördern, verliebt sich aber Hals über Kopf in die wunderschöne aufmüpfige Frohnatur. Doch schon bald muss auch er am eigenen Leibe feststellen, wie sehr ein ehrlicher, aber mittelloser Medizinstudent den Plänen der hohen Gesellschaft im Weg stehen kann …

    Der Roman brilliert durch seine historischen Feinheiten. Maria Theresias Sohn Joseph II. von Österreich-Lothringen regiert das Kaiserreich und wird als Reformkaiser bezeichnet. Der junge Herrscher will das Reich modernisieren. Er kümmert sich vor allem um die Kranken und lässt 1785 die „Medizinisch-Chirurgische Militärakademie“, das „Josephinum“, errichten. Zwei Jahre zuvor wurde schon das große Armen- und Siechenhaus in ein Allgemeine Krankenhaus umwandeln und mit dem Narrenturm eröffnet er nun die erste, aber damals mordernste Einrichtung für psychisch Kranke!
    In dieser Zeit werden die Habsburger immer wieder vom Osmanischen Reich bedroht. Und der Kaiser reagiert:  Soldaten werden zwangsrekrutiert. Jägerbataillone, die aus Jägern und Forstarbeitern bestehen, werden einberufen und kämpfen aktiv im Gebirge. Besonders stolz ist der Kaiser aber auf seine Tiroler Standschützen!

    Der Einstieg in die Geschichte ist mir wirklich sehr leicht gefallen. Mit „Im Schatten des Turms“ hat René Anour keineswegs eine leichte Lektüre geschrieben, dennoch bietet jede Seite dem Leser Spannung und Nervenkitzel. Seine bildhafte Sprache ließ mich ganz rasch in die damalige Zeit eintauchen und der Wiener Flair sprang sofort auf mich über!
    Die Atmosphäre ist dicht und ehrlich. Der Schreibstil ist angenehm flüssig, spannend und mitreißend, aber auch authentisch!

    Die Gefühle und Gedanken der beiden Protagonisten kommen sehr gut zur Geltung. Alfred und Helene werden natürlich immer wieder in den Vordergrund der Geschehnisse gerückt und beide erzählen uns im perspektivwechsel ihre Erlebnisse. Besonders die Rolle der Frau war damals erschreckend, umso sympathischer war mir Helene, die drastisch von diesem Frauenbild Abstand nimmt und einfach nur frei sein möchte.

    Wer sich also mitreißen und ins Wien des 18. Jahrhunderts entführen lassen möchte, ist in diesem historischen Roman genau richtig. Eine Geschichte voller unvorhersehbaren Wendungen!

  • „Winter eines Lebens“ | Jeffrey Archer

    Titel im Original:  „This was a man“
    Autor:  Jeffrey Archer
    Aus dem Englischen übersetzt von Martin Ruf
    Verlag:  Heyne Verlag
    Genre:  Historischer Roman
    Clifton-Saga, Band 7
    Seitenzahl:  606
    ISBN:  978-3-453-42177-6

    Für die Cliftons und Barringtons kommt die Zeit, in der sich die verschlungenen Wege der beiden Familien und vielen Generationen zum letzten Mal kreuzen. Während für Giles Barrington und seine Frau Karin das Glück auf Messers Schneide steht, scheinen Harry und Emma Clifton am Gipfel ihrer Karrieren zu stehen. Doch dann melden sich alte Feinde zurück und das Spiel des Schicksals kommt zu tragischen Finale!

    Meine Meinung

    Nicht nur für uns, auch für die Cliftons und Barringtons kommt die Zeit, in der sich die verschlungenen Wege der beiden Familien zum letzten Mal kreuzen. Während für Giles und seine Frau Karin das Glück über Messers Schneide rutscht, scheinen Harry und Emma am Höhepunkt ihrer Karrieren zu stehen. Natürlich melden sich auch im finalen Band alte Feinde zurück und möchten noch ein letztes Mal aufbegehren!

    Jeffrey Archer hat auch hier wieder seine Schreiberkunst bewiesen und einen würdigen Abschluss seiner Familiengeschichte vorgelegt. Wenn man sich für das britische Bankenwesen, für Aktienkurse und börsennotierter Unternehmen interessiert, wird man in diesem Band wirklich nicht enttäuscht. Aber auch für englische Politik, Macht und Intrigen findet der Autor wieder genügend Platz.
    Und natürlich wartet auch dieser Roman mit einer guten Portion Liebe und Romantik auf …

    „Winter eines Lebens“ verbindet letztendlich alle Handlungsstränge und Personen miteinander und gibt uns auf viele noch offene Fragen die passenden Antworten. Dabei lässt sich die Geschichte wieder sehr flüssig lesen, obwohl sie in rasantem Tempo voran schreitet und eine spannende Wendung von der Nächsten abgelöst wird. Der eine oder andere Zeitsprung hat mich zwar doch etwas verwirrt, machte aber letztendlich Sinn. Die Anziehungskraft der Geschichte ist wie immer perfekt und auch das „Spiel des Schicksals“ kommt zum tragischen Finale!

    Natürlich dürfen wir uns in diesem Buch auch nochmal an den immer wiederkehrenden, abstrusen Intrigen der Virginia Fenwick erfreuen …

    Was soll ich euch jetzt über das Ende der Geschichte erzählen?
    Es ist absolut rund geschrieben, gefühlvoll, mitreißend und endet mit der perfektesten Rede aus Giles Barringtons Feder, die man sich nur denken kann. Die letzten Seiten haben mich vollkommen zerstört und Rotz und Wasser heulend zurückgelassen, was mir schon wirklich lange nicht mehr passiert ist …
    Ein außerordentlich gefühlvoller und ergreifender Abschluss!

    Jeffrey Archer hat sieben Bücher geschrieben und eine Jahrhundertchronik erschaffen!
    Jede Sekunde war ein Vergnügen für mich!