• 2019 – Ein kleiner Rückblick!

    Schon wieder ist ein Jahr vergangen und ich sitze hier, am Morgen des Silvestertags, in meiner Küche und schreibe meinen persönlichen Jahresrückblick!

    2019 ist unglaublich viel passiert! Auch wenn es sich kitschig anhört, aber ich glaube doch, dass ich dieses Jahr endlich dort angekommen bin, wo schon so lange hinwollte …
    Nach wie vor liebe ich meinen neuen Lebensmittelpunkt in Oberösterreich und habe hier viele spannende Leute kennen gelernt, die ich auch nicht mehr missen möchte. Liebe Freunde sind in mein Leben gestolpert und haben ihren Platz in meinem Herzen bekommen und auch nach langer Zeit des Singlelebens, habe ich mich für eine neue Beziehung geöffnet.

    Dann schauen wir uns doch mal mein Jahr rückblickend an …

    Lesetechnisch

    Im Jahr 2019 habe ich insgesamt 124 Bücher gelesen. Das waren in Summe 53.548 gelesene Seiten!
    Durchschnittlich wären dies 147 Seiten pro Tag gewesen.
    Mein stärkster Lesemonat war der Juli mit 6.367 Seiten, wohingegen der November mit 1.496 Seiten mein Schwächster war.

    Ich habe 41 weibliche Autoren und 65 männliche Autoren gelesen.

    Dieses Jahr habe ich überwiegend Hardcover zur Hand genommen! 70 Exemplare an der Zahl …
    Die Taschenbücher mit 31 Exemplaren und die Klappbroschuren mit 23 Exemplaren fallen da leider doch merkbar ab.

    Genretechnisch bin ich natürlich meinen Thrillern, den historischen Romanen und der Belletristik treu geblieben. Ich liebe es nach wie vor lange Reihen zu lesen, auch wenn dieses Jahr viele Einzelbände in mein Regal eingezogen sind.
    Von der Fantasy habe ich mich ein bisschen entfernt und greife nur noch sehr selten und dann auch nur zu ausgewählten Reihen. Ebenso verhält es sich bei den Jugendbüchern.

    Pflanzentechnisch

    Im Jahr 2019 habe ich auch die Pflanzenwelt für mich entdeckt, die auch im neuen Jahr einen wachsenden Platz auf meinen Blog bekommen soll.
    Derzeit darf ich mich jeden Tag um 28 Zimmerpflanzen kümmern. Zum größten Teil sind das tropische Blattschmuckpflanzen, aber auch einige Sukkulenten haben ihren Weg in mein Herz gefunden. Für Kakteen kann ich mich leider immer noch nicht erwärmen, ich befürchte für die bin ich einfach zu tollpatschig und tu mir gefühlt dauernd dran weh.

    Calatheen und Philodendren gehören zu meinen absoluten Lieblingen. Zu Beginn des Winters habe ich mich auch an Syngonien versucht und bin von diesen wunderschönen Pflanzen einfach nur begeistert! Die drei Gattungen sind bei mir definitiv richtig und fühlen sich in meinem Zuhause pudelwohl!

    Alocasien wären ja auch was für mich, aber derzeit zicken die Besten einfach nur rum und machen mir das Leben schwer. Ich hoffe ja, ich bekomme über den nächsten Sommer noch den dreh raus, damit ich das Chaos im nächsten Winter umgehen kann!

    In dem Sinne hoffe ich auf ein ebenso erfolgreiches und schönes Jahr 2020!
    Meine Familie und ich werden das Jahr 2019 heute sehr gemütlich auf der Couch ausklingen lassen, so wie jedes Jahr. Meine Hündin ist alles andere als Schussfest und braucht die Sicherheit in ihrer gewohnten Umgebung. Das ist für mich das Um und Auf an Silvester!

    Ich wünsche euch ein wunderbares neues Jahr und mögen alle eure Vorsätze und Wünsche in Erfüllung gehen!
  • Kolumne | Bergamotte Pop-Up-Store Wien

    Mit vielen Pflanzen in Gepäck und einer tollen Auswahl an Accessoires wurden am 5. Dezember die Türen zum kultigen Pop-up Dschungel der Firma „Bergamotte“ in Wien eröffnet.
    Das Team führt ein urbanes Gewächshaus mit einer großen Auswahl von über 4.000 Pflanzen. Hier ist definitiv für Jeden das Richtige dabei:  Von Kakteen, über Hängepflanzen, Monsteras, Palmen, bis hin zu meinen heiß geliebten Calatheen. Und das zum wirklich kleinen Preis …

    Die Gründer des Pop-up Dschungels haben ihr Angebot allerdings nicht als reinen Pflanzenhandel konzipiert. Sie möchten uns einen einwandfreien Service, mit unvergleichbarer Qualität bieten. Und nach meinem ersten Besuch in Wien, kann ich das auch absolut bestätigen! Ich war wirklich lange in dem Shop und habe mich umgesehen. Eine Pflanze ist schöner und gesünder als die Andere … und auch jetzt – einige Tage später – bin ich von meinen zwei mitgebrachten Lieblingen total begeistert!
    Die Gründer sehen es als Kern ihrer Arbeit, das tägliche Geschenk der Natur zu erhalten!
    „Wir müssen erst wissen, woher wir kommen, um zu wissen, wohin wir gehen, richtig?“ Dementsprechend ist es ihnen wichtig, die Herkunft jeder ihrer Pflanzen zu kennen und eine enge Zusammenarbeit mit den Züchtern zu halten.

    Trotz der rustikalen Ausstattung des Pop-up-Stores war das Ambiente der Wahnsinn!
    Betritt man den Raum, wird man sofort von dem satten Grün und den tollen Farben eingenommen. Und auch wenn die Regale vielleicht im ersten Augenblick etwas überfordernd wirkten, waren die Pflanzen wirklich toll und übersichtlich präsentiert. Ich hatte sofort einen guten Überblick und auch genügend Platz um mir die für mich perfekte Pflanze herauszusuchen.
    Während des Rundgangs standen uns immer wieder Mitarbeiter mit Rat und Tat zur Seite und konnten sicher vielen Besuchern weiterhelfen. Meinen allergrößten Respekt zolle ich aber dem jungen Mann, der den Zugang an der Tür regulierte. Schon als ich in die Piaristengasse eingebogen bin, ist mir die lange Warteschlange vor dem Shop aufgefallen. Ohne den Türsteher wäre das ganze Unterfangen echt in die Hose gegangen, die Leute hätten den Shop ohne mit der Wimper zu zucken gestürmt! Ein sehr freundlicher und höflicher junger Mann, mit den perfekten Manieren, der sogar einer Mama den Kinderwagen über die Treppe getragen hat! Wirklich toll!

    Leider konnte ich während meines Besuches keine eigenen Bilder schießen, es war wirklich gesteckt voll und ich hätte fremde Leute mit abgelichtet, hier könnt ihr euch aber meine Ausbeute ansehen!
    Zum einen wäre das eine wunderschöne große Calathea Warscewiczii, die ich so noch gar nicht auf dem Schirm hatte, die mich im Shop aber total umgeworfen hat. Und eine Alocasia „Red Secret“. Im Moment meine einzige Alocasie, die mir keine Probleme macht und trotz Winterruhe wächst und gedeiht!

  • Kolumne | Meine „Bookshelf Reunion“

    Nach meiner Krebsdiagnose im Januar 2016 und den daraus resultierenden Veränderungen, beschloss ich, mein Bücherregal neu zu erkunden!
    Im Laufe der vergangenen Jahre hatten sich bei mir 538 gelesene Bücher angesammelt. Diese Geschichten wollte ich nun erneut  für mich entdecken und alte, liebgewonnene Bekannte wieder zum Leben erwecken. Unser Lesegeschmack verändert sich soooo schnell, da war es mir wirklich wichtig zu sehen, in welche Richtung sich der Meine geschlagen hat. Und so konnte ich auch Genre, die ich lange nicht mehr zur Hand genommen hatte, wieder neuen Aufschwung geben.

    Wie ihr euch sicher denken könnt, hieß das erstmal für mich ausmisten! Ich wollte nur noch Bücher im Regal behalten, bei denen ich mir sicher war, dass ich sie in Zukunft nochmal lesen werde. Und diese Regel ist mir bis heute noch so geblieben …
    Aus diesen Büchern hat sich dann mein „Stapel ungelesener Bücher“ zusammengesetzt, den ich bis zum Dezember 2018 ganz gut abgebaut habe. In diesen 2 Jahren sind nur selten neue Bücher bei mir eingezogen.

    Und mein Projekt war für mich mehr als nur Erfolgreich …
    Stand Januar 2016:
      538 Bücher
    Stand Dezember 2018:  213 Bücher

    Natürlich habe ich aus dieser Zeit immer noch ungelesene Bücher, aber mittlerweile erlaube ich mir doch Rezensionsexemplare anzufragen und mir selbst wieder Bücher zu kaufen. Ich werde sicher nicht im überschwänglichen Kaufrausch verfallen, aber ab und an darf der Seele bei einem Einkaufsbummel schon geschmeichelt werden!

    Wie bei den meisten Bücherwürmern war mein Kaufverhalten früher alles Andere als normal, in dieses ungesunde Verhalten möchte ich auf gar keinen Fall mehr zurückfallen …

  • Kolumne | Pflanzen in Ton

    Die Pflanzen-Community ist wirklich etwas ganz besonderes. Jeder hilft jeden und man kann ganz wunderbare Gespräche miteinander führen, aber gerade bei den Töpfen und dem Substrat scheiden sich wirklich die Geister!

    Heute möchte ich euch etwas mehr über Ton bzw. Terracotta erzählen!

    Die meisten Gärtner haben schon vor Jahrzenten auf Plastik umgestellt und auch in Privathaushalten zeigt die Praxis, dass sich Pflanzen in Kunststoffgefäßen absolut wohlfühlen und gerade für Pflanzenanfänger sehr viel leichter zu pflegen sind! Die Gründe liegen vor allem in der wasserabweisenden Eigenschaft. Die gesamte Feuchtigkeit wird in der Erde gespeichert und überschüssiges Gießwasser kann durch die Löcher am Boden ablaufen. Dadurch ist Staunässe oder Übergießen so gut wie unmöglich! Und da die meisten Plastikgefäße jetzt nicht so ästhetisch aussehen, werden diese einfach in stylischen Übertöpfen versteckt.

    Ich persönlich habe auch so angefangen, habe meine Pflanzen aber schon nach einigen Monaten in Tongefäße umgesetzt. Ich liebe es!
    Ton ist kein wasserabweisendes Material. Hier nimmt der Topf selbst überschüssiges Wasser auf und gibt es über einen undefinierbaren Zeitraum, der natürlich immer von der aktuellen Witterung und dem allgemeinen Zustand der Pflanze abhängig ist, wieder an die Erde ab. Andersherum gesehen kann sich die Pflanze aber auch das überschüssige Wasser aus dem Ton ziehen. Quasi als Vorratsspeicher!

    Sukkulenten und Kakteen gieße ich eigentlich nur noch von außen. Einige meiner Pflanzen sind so dicht gewachsen, dass ich nicht das Gefühl habe, sie mit der normalen Bewässerung ordentlich versorgen zu können. Daher gieße ich das Wasser in die Unterlegschale meines Tontopfes und lasse die Pflanze sich selbst versorgen. Das klappt wunderbar!

    Der Ton kontrolliert auch sehr schön die Temperatur im Inneren. Durch die Verdunstung des Wassers über die Wände kühlen die Pflanzenwurzeln aus, da bei der Umwandlung in Wasserdampf Energie verbraucht wird. Gerade bei Zimmerpflanzen ist dies im Sommer ein klarer Vorteil!

    Ebenso wie die Plastikgefäße, haben die Töpfe ein Loch auf der Unterseite, durch das überschüssiges Wasser ablaufen kann. Ich persönlich lege hier nochmal eine Tonscherbe darüber, bevor ich die Pflanze mit dem neuem Substrat einsetzte um ein Verstopfen zu verhindern und einen ungehemmten Wasserabfluss zu sichern.

    Es gibt aber auch einen wirklich unschöner Nachteil beim Ton …
    Da das Wasser an der Außenwand verdunstet, entstehen immer wieder weiße Kalkflecken. Die Töpfe müssen also regelmäßig gereinigt werden. Wird der Topf nicht beachtet können auf längere Zeit gesehen auch Moose und Flechten entstehen.

  • Kolumne | Buch Wien 2019

    Die Wiener Buchmesse ist nun schon einige Tage her und ich bin immer noch im Messe-Blues.
    Kennt ihr das auch?

    Schön langsam setzen sich die Eindrücke, Gespräche nehmen Formen an und es freut mich, am Samstag so viele tolle Menschen kennen gelernt zu haben.

    Die „Buch Wien 2019“, die dieses Jahr vom 6. bis 10. November stattfand, zeigte sich im zwölften Jahr größer und internationaler denn je. Insgesamt waren 25 Nationen auf der Messe vertreten. 385 Aussteller präsentierten ihre Verlage und Institutionen und 575 Autoren und Autorinnen waren mit über 500 Veranstaltungen beteiligt, was im Vergleich zum letzten Jahr doch eine deutliche Steigerung zeigte
    (417 Autoren / 425 Veranstaltungen).
    Das Programm verteilte sich auf 5 Messetage und auf 35 Locations in Wien!

    Nach dem ersten Rundgang lag mein Hauptaugenmerk ganz klar auf den Lesungen!
    Nina Bossong, Alex Beer, René Anour, Mira Morton und viele mehr. Tolle österreichische Autoren und jeder für sich in meinen Augen auch ein Meister seines Genres. René Anour kannte ich bereits semipersönlich über Instagram und war von seiner Lesung zu „Im Schatten des Turmes“ total begeister. Der Mann kann sogar singen!
    Bei Alex Beer hatte ich zu meiner eigenen Überraschung einen kleinen „Fangirl-Anfall“ der Extraklasse. All Inclusive:  Stottern, Schnappatmung, blödes Gekicher und die vermutlich dümmste und vertrotteltste Satzgestaltung meines Lebens. Daweil sitzt gerade sie auf meinem persönlichen Olymp der Krimiautoren ganz oben! Sowas peinliches, he!
    Die Autorin Mira Morton konnte ich am Samstag ganz frisch für mich entdecken. Durch Zufall bin ich an ihrer Lesung vorbei gelaufen und ihre tolles Kleid und die „sinnliche“ Stimme haben mich sofort abbremsen lassen. Die Frau hat Pfeffer, Power und ist unglaublich sympathisch. Und wenn man dann auch noch in Wiener Mundart schreibt, bin ich ja sofort Feuer und Flamme …

    Auch die Ausstellung „Die letzten Tage der Menschheit“ der österreichischen Künstlerin Deborah Sengl war sehr interessant, aber auch verstörend für mich.
    Sie hat eine raumgreifende Arbeit geschaffen, die Geschichte, Literatur und zeitgenössische Kunst auf außergewöhnliche Weise miteinander verbindet.
    2014 jährte sich der Ausbruch des Ersten Weltkriegs zum hundertsten Mal. Kein anderes literarisches Werk hat die Stimmung der damaligen Zeit sowie die Unmenschlichkeit und Absurdität des Krieges so komprimiert und präzise eingefangen wie „Die letzten Tage der Menschheit“ von Karl Kraus. Deborah Sengl reagiert in ihrer bisher größten Ausstellung mit unverwechselbarem Gespür auf Kraus’ Text und interpretiert Szenenausschnitte und Dialoge mit rund 200 präparierten weißen Ratten neu.

    Die „Buch Wien 2019“ war meine erste Buchmesse, die ich mit den Augen eines Bloggers besucht habe.
    Dank den tollen Verlagsmitarbeitern vor Ort, konnte ich viel neues Wissen mitnehmen und auch einige Unklarheiten meinerseits beseitigen.

    Natürlich ist die „Buch Wien“ nicht mit den großen Messen in Leipzig oder Frankfurt zu vergleichen, aber sie hat ihren eigenen Flair und ich bin immer wieder gerne zu Gast.