• Kolumne | Nachhaltigkeit in der Buchbranche

    Seit Monaten protestieren Menschen weltweit für den Klimaschutz, fordern die Politik ihres Landes zum Handeln auf und erinnern an unsere Verantwortung gegenüber unserem Planeten und dessen Ressourcen. Die Debatte um ökologische Verantwortung macht auch nicht vor der Buchbranche halt!
    Ende 2018 hat diese einen ersten großen Schritt in Richtung „Nachhaltigkeit“ gemacht!

    In der Verlagsbranche geht es vor allem darum, bestehende Wertschöpfungsketten zu hinterfragen und einen kritischen Blick auf eigene Maßstäbe zu setzen. Nachhaltige Produktion beginnt bereits beim ersten Gedanken an ein neues Produkt.

    Die meisten Verlage verwenden sogenanntes FSC-Mix-Papier. Das FSC-Siegel sagt aus, dass mindestens 70% des Papiers aus recyceltem Material bestehen und das Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft stammt. Allerdings werden bei FSC-Mix-zertifizierten Papieren weder Faktoren wie Energie- und Wasserverbrauch noch Material- und Chemikalieneinsätze berücksichtigt.

    Daher legen einige Verlagshäuser ihr Augenmerk mittlerweile auf die Verwendung von Graspapier und setzt auf „Cradle-to-Cradle“ hergestellte Bücher! Das bedeutet: Bis zu 50% der Zellstofffasern des Papiers stammen von Gräsern und nicht von Bäumen. Der Vorteil hierbei ist, dass Grasflächen, im Gegensatz zu Waldgebieten, in Europa ausreichend vorhanden sind, was vor allem kürzere Transportwege und einen geringeren Co2-Ausstoß garantiert. Der Grasanbau erfolgt zudem auf freien Ausgleichsflächen, die derzeit nicht effektiv genutzt werden. Entscheidend ist, dass Graspapier die generelle Nutzung nicht einschränkt und den technischen Anforderungen der Buchherstellung entspricht.

    Auch was die Einschweißfolie bei Büchern betrifft, geschieht mittlerweile ein Umdenkprozess.
    Erste Versuche traten prompt eine große Debatte über den Sinn von Plastikverpackungen los, aus der die Kampagne #ohneFolie entstand.
    Da durch den Transport und die Lagerung eines Buches die Möglichkeit besteht, dass dieses Schaden nimmt, setzen viele Verlage dennoch auf die Verwendung von Einschweißfolie. Rein zum Schutz! Dabei sollte aber auch erwähnt werden, dass diverse Tests der Buchbindereien mit kompostierbaren Folien leider noch keine befriedigenden Lösungen ergeben haben. Die getesteten Produkte verändern sich bei Temperaturschwankungen und müssten zudem wasserabweisender werden, um tatsächlich als Buchschutz eingesetzt zu werden.

    Hierzu gehört auch die Suche nach kompostierbaren Kaschierfolien. Dass die Ökobilanz der Kaschierfolie katastrophal ist, ist ein offenes Geheimnis. Cellophanierte Schutzumschläge sind nichts anderes als mit Folie überzogenes Papier und somit Sondermüll. Also nicht recycelbar!

    An dem Beispiel der Kaschierfolie zeigt sich, wie komplex sich das Thema „Nachhaltigkeit“ in der Buchbranche gestaltet und dass die Einschweißfolie nur die Spitze des Eisbergs ist!

    Immer mehr Verlage, Druckereien und Papierhersteller setzen sich mit einem verantwortungsvolleren Umgang auseinander. Das sind zunächst einmal gute Nachrichten, denn mit jährlich rund 90.000 Neuerscheinungen verantwortet die Buchbranche die Verarbeitung von jeder Menge Ressourcen.

    Fast jeder zweite industriell genutzte Baum wird laut WWF für die Papierherstellung gefällt. Bei grafischen Papieren, wie Büchern und Zeitschriften, werden dabei häufig frische Zellstoffe eingesetzt und bei einem Großteil der in Asien produzierten Kinderbücher fand der WWF auch Tropenholz.

  • Kolumne | Effektive Mikroorganismen (EM) für Zimmerpflanzen

    Heute habe ich einen ganz großen Tipp für euch …
    Habt ihr auch schon beobachtet, dass eure Pflanzen, je länger sie in ihren Töpfen sind, immer mehr an Kraft verlieren?

    Ja, natürlich muss man hier auch die Sommermonate und den Winterschlaf beachten! Ich habe aber auch die Erfahrung gemacht, dass die Erde einfach öfters mal einen Energiebooster braucht.
    Daher habe ich von einer Floristin meines Vertrauens vor längerer Zeit den Tipp bekommen, Effektive Mikroorganismen zu meinem Gießwasser hinzu zu mischen. Und bis jetzt klappt das wirklich ganz hervorragend …

    Was sind Effektive Mikroorganismen?

    Effektive Mikroorganismen – kurz auch „EM“ genannt – wurde Anfang der 80er Jahre in Japan vom Gartenbauprofessor Teruo Higa als Bodenhilfsstoff entwickelt, um Mineraldünger und Pflanzenschutzmittel schrittweise zu ersetzen. Dabei handelt es sind um eine Mischung von Mikroorganismen, die auch traditionell in der Lebensmittelverarbeitung eingesetzt werden und in der Natur überall zu finden sind: Milchsäurebakterien, Hefepilze, Photosynthesebakterien und begleitende Arten. Vereinfacht gesagt sind „EM“ eine Art hochwertiger Sauerkrautsaft oder Sauerteig.

    In der Regel werden Zimmerpflanzen nur einmal im Jahr, meist direkt nach den Wintermonaten umgesetzt. Viele nehmen es hier nicht ganz so genau und die Zeiträume werden oft bedeutend länger. Für mich gilt das Selbe, wobei ich Ausnahmen mache, wenn meine Pflanzen aus ihren Töpfen herausgewachsen oder äußere Begebenheiten wie Schädlinge oder Schimmel für die Gesundheit der Pflanze zur Gefahr werden.
    In gieße meine Pflanzen „Daumen mal Pi“ einmal wöchentlich. Ihr könnt euch sicher denken, dass die Erde dadurch sehr schnell an Nährstoffe und Kraft verliert …

    Die Mikroorganismen leben und wirken in Symbiose. Dies ermöglicht Leistungen, die weit über die Wirkung einzelner Arten hinausgeht. Sie verhindern Fäulnis und übermäßige Oxidation (Schimmel usw.) und ersetzt es durch positive Fermentation. Dadurch schaffen die Effektiven Mikroorganismen eine für Tier, Mensch und Pflanze positive Mikrobiologie.

    In den Wintermonaten verwende ich die „EM“ bei jeder zweiten Gießrunde. Im Frühling und Sommer mische ich es einmal im Monat hinzu, da die Pflanze durch die Sonne von allein aktiver ist.
    Seit ich die Mikroorganismen verwende, merke ich stärkere Wachstumsphasen bei meinen Pflanzen und die Qualität hat deutlich zugenommen. Sie wurden stärker, die Farben kamen nochmal schöner zur Geltung und auch was die Widerstandskraft angeht, halten sie sich deutlich besser.

    Auch bei der Bewurzelung eurer Ableger und der Samenanzucht können sie eine wertvolle Unterstützung bedeutet. Die Keimfähigkeit wird erhöht und die Haarwurzelbildung wird gefördert.

  • Kolumne | Unterstützung des Lokalen Buchhandels

    Gerade die Ereignisse der letzen Wochen, während der Corona-Krise, haben mich doch sehr zum Nachdenken gebracht. Ich kann mich hier zwar nur speziell auf die österreichische Seite beziehen, da ich diese am eigenen Leib miterlebt habe, aber ich denke auch in Deutschland und der Schweiz fielen die Maßnahmen der Regierung und die Reaktionen der Bevölkerung sehr ähnlich aus.

    Zudem darf ich derzeit selbst 2 Wochen Quarantäne am eigenen Leib miterleben, da ich wegen 2 Bluttransfusionen zur Risikogruppe gehöre und mein Arzt mir striktes „Zuhause bleiben und erholen“ verordnet hat.
    In dieser besonderen Situation bin ich unheimlich froh, das mich meine Buchhändlerin des Vertrauens per Post mit Büchern versorgt, damit mir nicht gleich ganz die Decke auf den Kopf fällt …
    Gerade jetzt können Geschichten uns die Zeit Zuhause verschönern, uns an andere Orte mitnehmen und Freude bringen!

    Die österreichischen Buchhändler haben ihre Geschäfte zwar geschlossen, sind aber weiterhin für uns da. Sie bieten dafür die Möglichkeit zur Bestellung über eigene Onlineshops, per E-Mail oder übers Telefon an.
    Bitte nutz diese Chance und unterstütz auch deine lokale Buchhandlung!

  • Kolumne | Meine Bücherregale

    Nachdem ich immer wieder Nachrichten bekomme, in denen  ich nach meinen gelesenen Büchern bzw. nach Bildern zu meinen aktuellen Bücherregalen gefragt werde, möchte ich euch heute mal den Wunsch erfüllen …

    Wie ihr ja wisst, miste ich jedes Jahr die Bücher aus, von denen ich mir sicher bin, dass ich sie nicht mehr lesen werde! In der Regel immer an den Tagen zwischen Weihnachten und Neujahr …
    Ich muss aber ehrlich gestehen, dass ich mich dieses Jahr wirklich lange davor gedrückt habe und erst in den letzten Wochen so richtig damit fertig geworden bin.

    Es war richtig schwer! In meiner neuen Heimat habe ich eine liebe und ebenso buchverrückte Freundin gefunden, die schon unterm Jahr immer wieder aussortierte Bücher von mir bekommt, dadurch wollte sich mein innerer Schweinehund einfach von nichts mehr trennen …
    Kennt ihr das?

    Mein Wohnzimmer beheimatet derzeit 3 weiße „Schwedenregale“ mit zusätzlichem Höhenaufsatz!
    Die Bücher sind nach keinem bestimmten System geordnet. Ich stelle zusammen, was in meinen Augen hübsch aussieht bzw. was vom Farbchema gut zusammenpasst, wobei vollständige Reihen und Autoren immer geschlossen zusammenbleiben! Also seid bitte nicht schockiert!

    Meine „New Adult“-Romane werden in den nächsten Wochen wohl auch noch den Weg zu meiner Freundin antreten! Dieses Genre bereitet mir einfach nicht mehr so die Freude, wie früher!

  • Kolumne | Gelbstecker

    Kommt man in meine Wohnung und schaut man sich meine Pflanzen etwas genauer an, wird man sofort die knallgelben Stecker in der Erde entdecken, auf die ich auch häufig angesprochen werde.

    Meine Lieben, das sind Gelbstecker!

    Zum Ende des Sommers hin, ist eine Invasion an Trauermücken bei mir eingezogen! Im Kampf gegen diese nervigen Viecher, sind die Stecker für mich zum besten Hilfsmittel und Informationslieferanten aller Zeiten geworden.

    Was sind Trauermücken?
    Trauermücken haben eine starke Ähnlichkeit mit den überall bekannten Fruchtfliegen. Aus diesem Grund werden die beiden Arten sehr oft verwechselt. Bei genauer hinschauen erkennt man aber farbliche Unterschiede. Die Fruchtfliegen sind von der Farbgebung eher rotbraun und haben ein etwas breiteres Hinterteil. Der nur wenige Millimeter lange Körper der Trauermücke sieht dagegen dunkelgrau bis schwarz aus.

    Es gibt mehrere Wege, wie Trauermücken in einen Haushalt gelangen können: Beispielsweise können bereits im Blumenladen Eier oder Larven in Zimmerpflanzen oder Blumenerde vorhanden sein, die dann beim Kauf mit eingeschleppt werden. Denkbar ist aber auch, dass sie beim Lüften durch das Fenster fliegen und sich so einnisten.

    Ist eine Wohnung von Trauermücken befallen, sind die Insekten überwiegend in der Nähe von Blumentöpfen zu finden. Vor allem, wenn wir eher dazu neigen, unsere Pflanzen zu überwässern. Ein grober Liebesfehler, der mir ab und an leider auch immer noch passiert. In dem Fall ist weniger wirklich mehr, dafür lieber öfters gießen! Aber auch stehende Wasserquellen können sehr anziehend auf die Mücken wirken.
    Wer an einer betroffenen Pflanze wackelt, kann teilweise mehrere Trauermücken aufsteigen sehen. Bei genauem Betrachten sind auch die hellen Larven in der Blumenerde sichtbar.

    Mit den Geldbsteckern erwischt man sehr viele Trauermücken in der Luft. Sie werden von der gelben Farbe magisch angezogen und bleiben dann auf der intensiven Leimschickt des Steckers kleben.
    Daher bleiben die Stecker bei mir das ganze Jahr über in den Blumentöpfen um immer einen genauen Überblick über einen etwaigen Befall diese lästigen Biester zu haben …