• „Die Chocolaterie der Träume“ | Manuela Inusa

    Autor:  Manuela Inusa
    Verlag:  Blanvalet
    Genre:  Roman
    Valerie Lane, Band 2
    Seitenzahl:  294
    ISBN:  978-3-7341-0501-2

    Keira liebt das, was sie tut, über alles: In ihrer kleinen Chocolaterie in der Valerie Lane stellt sie Confiserie in sorgfältiger Handarbeit her – ihre selbstgemachten Pralinen, Kekse und schokolierten Früchte sind bei Jung und Alt beliebt. Bei all den leckeren Sachen kann Keira oft selbst nicht wiederstehen. Aber was macht das schon? Sie steht zu ihrer Leidenschaft und zu ihren Kurven. Doch ihr Freund Jordan, mit dem es ohnehin kriselt, sieht das leider etwas anders. Zum Glück stehen Keira ihre Freundinnen immer zur Seite – und dann gibt es noch diesen einen charmanten Kunden, der in letzter Zeit häufiger bei „Keira`s Chocolates“ einkauft …

    Meine Meinung

    Heute geht es für mich wieder zurück in die Valerie Lane. Nach „Lauries Tea Corner“ ist nun Keiras Chocolaterie an der Reihe und da mir ja auch schon der erste Band gut gefallen hat, musste ich natürlich auch den Nächsten möglichst schnell zur Hand nehmen …

    Keira Bonham liebt ihre kleine Chocolaterie in der Valerie Lane. Dort stellt sie die leckersten Pralinen, Schokoladen, Trüffel und Kekse in Handarbeit her. Ganz von Schokolade umgeben, kann sie den Süßigkeiten natürlich auch selbst nur sehr schwer widerstehen, aber Keira liebt ihre Kurven und fühlt sich mit ihrem Körper pudelwohl. In dieser Hinsicht macht ihr nur ihr Lebensgefährten Jordan das Leben schwer, der mit seinem Fitnesswahn, immer wieder neue Dinge an seiner Freundin auszusetzen weiß! Das und Keiras unerfüllter Kinderwunsch belasten die Beziehung schwer. Schon lange steht sie unter keinem guten Stern mehr …
    Gott sei Dank gibt es da ihre Mädels aus der Valerie Lane! Ihre Freundinnen stehen hinter ihr und unterstützen sie in ihren Entscheidungen, wo sie nur können. Und auch der charmante Stammkunde der Chocolaterie, dem die junge Frau schon seit mehreren Jahren hinterher schmachtet, zeigt Keira, dass sie vielleicht doch etwas in ihrem Leben ändern muss!

    Auch im zweiten Band der Reihe ist Manuela Inusas Schreibstil wieder angenehm leicht und flüssig, wobei mir der allgemeine Aufbau dieser Geschichte hier schon deutlich besser gefällt. Die Autorin nimmt sich in den einzelnen Szenen sehr viel mehr Zeit, arbeitet die Geschehnisse detaillierter aus und man hat nicht mehr so das Gefühl, durch die Geschichte zu hetzen.

    Auch bei der Ausarbeitung der Charaktere konnte ich eine deutliche Steigerung erkennen. Keira ist mir unglaublich sympathisch und ich konnte mich sehr gut in sie hineinversetzen. Allgemein wirken die Frauen der Valerie Lane deutlich facettenreicher und sympathischer.
    Was die männlichen Protagonisten angeht: Jordan hat mich schier in den Wahnsinn getrieben mit seiner verblödeten Art. Er war als Idiot angelegt und bleibt in meinem Herzen auch einer! Dagegen sind Thomas Finch und auch Tobin Marks, der den leerstehenden Laden in der Valerie Lane übernommen hat, einfach nur tolle und charakterstarke Männer, die zu Herzen gehen. Ich hoffe doch sehr, dass die Beiden, ähnlich wie Barry in diesem Band, noch ihre weiteren Auftritte bekommen werden.

    Wie bereits in „Der kleine Teeladen zum Glück“ finden wir auch in „Die Chocolaterie der Träume“ am Ende des Buches Keiras Lieblingsrezepte, die mich doch sehr zum nachbacken einladen!

    Ein wunderschöner Roman, der zeigt dass man auf sein Buchgefühl hören soll und jeder sein eigenes Glück verdient!

  • „Der kleine Teeladen zum Glück“ | Manuela Inusa

    Autor:  Manuela Inusa
    Verlag:  Blanvalet
    Genre:  Roman
    Valerie Lane, Band 1
    Seitenzahl:  257
    ISBN:  978-3-7341-0500-5

    Laurie ist glücklich: Als stolze Besitzerin eines kleinen Teeladens in der romantischen Valerie Lane in Oxford, hat sie ihr Hobby zum Beruf gemacht. In „Laurie`s Tea Corner“ verkauft sie köstliche Teesorten aus aller Welt, dort duftet es herrlich, und die Kunden fühlen sich wohl. Denn das gemütliche Lädchen strahlt genau dieselbe Harmonie und Wärme aus, wie Laurie selbst. Nur das mit der Liebe wollte bisher noch nicht so richtig klappen, obwohl Laurie seit Monaten von Barry, ihrem Teelieferanten, träumt. Das muss sich schleunigst ändern, finden Lauries beste Freundinnen und schmieden einen Plan …

    Meine Meinung

    Mit „Der kleine Teeladen zum Glück“ starte ich nun doch meinen Ausflug in die Valerie Lane. Eigentlich ein Genre, das ich nur sehr selten Lese, aber die vielen positiven Stimmen zu Manuela Inusas Büchern, haben mich dann doch neugierig gemacht …

    Die Valerie Lane ist eine kurze Straße mit kleinen liebevoll geführten Läden in einer Ecke von Oxford. Sie wurde nach der berühmten Valerie benannt, die zu ihrer Zeit dort selbst Ladenbesitzerin war und für alle ein offenes Ohr hatte.
    Gleich zu Beginn der Straße, im Eckladen, finden wir „Laurie`s Tea Corner“, wo Besucher nicht nur seltene und exotische Tees kaufen können, sie werden dort auch bestens von der Besitzerin bewirtet. Laurie ist 32 und gleich zu Beginn erfahren wir von ihrer heimlichen Verliebtheit zu ihren Teelieferanten Barry. Jeden Dienstag schaut er bei ihr vorbei und beliefert den Corner mit neuen Produkten. Und seit 6 Monaten fehlt Laurie der Mut ihn zu einem Date einzuladen. Gut, dass sie vier tolle Freundinnen hat, die der Sache ein wenig auf die Sprünge helfen wollen …

    Auch wenn ich nicht der größte Fan von Liebesgeschichten bin, habe ich meinen Ausflug doch sehr genossen. Ich denke, ich würde die Läden in der Valerie Lane genauso lieben, wie ihre Besucher und meine Zeit mit einem guten Buch und einen leckeren Tee bei Laurie genießen.
    Der Schreibstil von Manuela Inusa ist zwar einfach, aber doch locker, leicht und angenehm. Er zieht den Leser sehr gut in die Geschichte und man fühlt mit den Protagonisten mit. Leider war die Handlung etwas vorhersehbar und hatte auch nicht wirklich viele Wendungen oder Kniffs. Das hat das Lesevergnügen zwar nicht geschmälert, hat die Geschichte aber am Ende doch etwas flach wirken lassen.

    Der Zusammenhalt der Freundinnen wurde dem Leser toll näher gebracht und auch Barry als heimlicher Schwarm war mir sehr sympathisch. Einzig mit Laurie und ihrem fehlenden Selbstbewusstsein hatte ich öfters mal so meine Probleme! Außerdem gibt es da noch eine goldige ältere Dame, die immer wieder in Erscheinung tritt und mein Herz jedes Mal höher schlagen ließ.

    Die fünf Frauen tun wirklich ihr Bestes, um in Valeries Fußstapfen zu treten und ich bin wirklich schon auf die Geschichten der anderen Ladenbesitzerinnen gespannt …

  • „P.S. Ich liebe dich“ | Cecelia Ahern

    Titel im Original:  „P.S. I love you“
    Autor:  Cecelia Ahern
    Aus dem Amerikanischen übersetzt von Christine Strüh
    Verlag:  Fischer Verlag
    Genre:  Roman
    Seitenzahl:  415
    ISBN:  978-3-596-16133-1

    Holly und Gerry hatten einen einfachen Plan:  Sie wollten für den Rest ihres Lebens zusammenbleiben.

    Hollys Mann Gerry ist tot. Und Holly weiß nicht, wie sie alleine weiterleben soll. Sie ist erst 29, und ihr Leben scheint zu Ende. Doch dann entdeckt sie, dass Gerry ihr während seiner letzten Tage Briefe geschrieben hat. Mit Aufgaben für Holly, für jeden Monat eine …

    Meine Meinung

    Augenscheinlich bekomme ich gerade Lust darauf, meine uralten Regalleichen aufzuarbeiten …
    Schlagt mich nicht, aber „P.S. Ich liebe dich“ liegt schon sooo lange bei mir herum, dass ich noch die alte Hardcover-Ausgabe aus dem Krüger Verlag habe. Ich blende euch aber das aktuelle Cover und die Daten des Fischer Verlags ein, denn meine Ausgabe gibt es so nicht mehr zu kaufen!

    Vor vielen Jahren habe ich den Film zu diesem Buch mit Gerard Butler und Hilary Swank im Kino gesehen und auch wenn mir einige Szenen immer noch präsent sind, waren die Ausblicke auf Gerard Butlers Hinterteil noch das Beste am ganzen Film. Vielleicht hat mich das ein wenig vor dem Buch zurückschrecken lassen …
    Was für ein Fehler! „P.S. Ich liebe dich“ ist ein sehr emotionaler Roman, der sich aber weg liest wie nichts. Er drückt nicht künstlich auf die Tränendrüse, ist aus den Augen einer Frau auch absolut nachvollziehbar und weist erstaunlich wenig Klischees auf.

    Hollys Mann Gerry ist tot … und sie weiß nicht, wie sie ohne ihn weiterleben soll!
    Als für Holly scheinbar keine Hoffnung mehr existiert, bekommt sie einen Brief von ihrem Mann. Dieser enthält Aufgaben! jeden Monat eine Neue! Für Holly ein Zeichen, so als ob Gerry da wäre und direkt mit ihr spricht. So soll sie sich endlich eine Nachttischlampe kaufen. Sie soll öffentlich Karaoke singen. Und Gerry schickt seine Frau mit ihren besten Freundinnen auf Urlaub. Alles Aufgaben, die sie unweigerlich ins Leben zurückführen, trotz all der Trauer.
    Holly erlebt das schwerste Jahr ihres Lebens, aber auch eines voller glücklicher Momente. Sie erkennt, dass das Leben, auch wenn es schwer ist, weiter geht und die Welt nicht einfach Halt gemacht hat.

    Ich fand es wahnsinnig Raffiniert, wie es Cecelia Ahern schafft, mit nur wenigen Worten und ihrem doch einfachen, aber eindringlichen Schreibstil, unglaublich viele Emotionen beim Leser hervorzurufen. Stellenweise wurde ich richtig in die Geschichte hineingezogen. Man lacht mit Holly, man weint mit Holly und man freut sich einfach für sie, dass doch noch alles eine gute Wendung nimmt. Die Trauer um ihren Mann ist durchgehend greifbar, aber man schwelgt gern mit ihr in melancholischen und gefühlvollen Erinnerungen. Genauso schön ist es, wieder mit ihr an die Oberfläche zu kommen und an ihrem Werdegang teilzuhaben.

    Holly hat in diesem Buch stets Menschen um sich, die sich um sie kümmern. Sei es ihre Schwester, ihre Eltern und Freunde oder auch ihren neuen Chef. Durch sie lernt unsere Protagonistin wieder, was es heißt zu leben und zu entdecken …

    Ok, das hört sich selbst in meinen Ohren jetzt total klischeebeladen an! Nein, das ist es wirklich nicht! Die Handlung trieft nicht vor Schmalz. Die Charaktere sind wunderbar authentisch und auch die Geschichte bleibt am Boden der Tatsachen. Das Buch strotzt vor Grautönen, die die Geschichte sehr facettenreich und interessant machen!

    Die Geschichte einer Frau, die mit Hilfe ihres verstorbenen Mannes über dessen Tod hinweg kommt!

  • „Kuss“ | Simone Meier

    Autor:  Simone Meier
    Verlag:  Kein & Aber Verlag
    Genre:  Roman
    Seitenzahl:  252
    ISBN:  978-3-0369-5794-4

    Was dem jungen Paar in seinem perfekt eingerichteten Haus widerfährt, ist nichts weniger als eine Heimsuchung: Überwunden geglaubte Rollenbilder entpuppen sich als überaus lebendig, und ungeahnte Leidenschaften brechen hervor. Eine eigenwillige Affäre nimmt ihren Lauf, und auch die Nachbarin entwickelt mit Anfang 50ig eine ganz neue Anziehungskraft.

    RezensionsexemplarVielen Dank an den Verlag!

    Meine Meinung

    Ein Häuschen am Stadtrand wird zum Zentrum überreizter Gedankengänge!
    Simone Meiers neuester Roman „Kuss“ behandelt die Möglichkeit, über das Begehren hinaus zu lieben. Paare, die zwar von der Untreue fantasieren, aber sie nur selten wagen …

    Gerda und Yann sind beide in den Dreißigern und haben frisch ein heruntergewirtschaftetes altes Haus bezogen. Gerda, die vor einiger Zeit arbeitslos geworden ist, könnte zwar spielend einen neuen Job finden, lügt sich aber damit selbst in die Tasche, dass sie sich voll und ganz auf die Renovierung des Hauses konzentrieren muss. Dabei hindert sie ihren Partner geschickt daran, zwei Fragen zu stellen, die ihm eigentlich schon lange unter den Nägeln brennen: Wann wird Gerda wieder arbeiten? … und wann werden sie eine Familie gründen? Stattdessen flüchtet sie sich in eine imaginäre Affäre, die sich zwar zunächst nur wie ein Spiel anfühlt, doch schon bald verzehrt sie sich mit aller Macht. Auch Yann zeigt sich alles andere als sicher, als er ein rätselhaftes Mädchen voller anspruchsvoller Forderungen kennenlernt …

    Auch die zunächst lange unsichtbar bleibende, dann aber mit aller Kraft im Roman agierende Nachbarin Valerie konnte mich sehr von sich überzeugen. Die in die Jahre gekommene Journalistin sieht sich nach einer folgenreichen Nacht plötzlich mit der Frage konfrontiert, ob das Leben auch für sie noch einmal einen neuen Anfang bereit hält!

    Obwohl „Kuss“ durchaus sehr unterhaltsam geschrieben ist, bietet der Roman einen sehr verstörenden Blickwinkel auf die Beziehungsunfähigkeit unserer Generation. Er beschreibt die Leere, die entsteht, wenn das Prickeln und die Schmetterlinge der ersten Monate und Jahre durch das stetig voranschreitende Alltagsleben abgelöst werden. Wenn diese Langeweile Menschen dazu treibt, ihr Seelenheil und Glück durch Fantasien neu anzufachen. Aber was geschieht, wenn sich dadurch etwas in Gang setzt, über das sie schon bald die Kontrolle verlieren?

    Simone Meiers Figuren sind ausdrucksstark gezeichnet. Sie könnten genauso gut aus den Büchern von Arthur Schnitzler entsprungen sein, nur das unsere Protagonisten bereits im 21. Jahrhundert angekommen sind. Ich bin fest davon überzeugt, dass es – bei aller Überzeichnung in diesem Roman – in unserer Gegenwart sehr viele Menschen gibt, die mit ihren Beziehungen und ihrer Lebensplanungen nicht zurechtkommen. Die in eben dieser Spirale festsitzen!

    „Kuss“ ist eine rasante Geschichte über Irrungen und Wirrungen im Kopf und im Herzen.
    Eine gute Mischung aus amüsantem Gesellschafts- und abgründigem Liebesroman, in dem aber auch die Literatur selbst eine wichtige Rolle spielt!

  • „Blaubeeren vergisst man nicht“ | Ina Rom

    Autor:  Ina Rom
    Verlag:  Selbstpublisher
    Genre:  Roman
    Seitenzahl:  112
    ISBN:  978-1-980-97253-2

    Ina Rom setzt ihrer 95-jährigen, an Demenz erkrankten Mutter Lisbeth mit diesem Buch ein schriftstellerisches Denkmal. Sie wollte die Erinnerungen, die von einem ereignisreichen Leben zeugen, auf Papier bringen und vor Vergessenheit bewahren. Die Autorin berichtet von einem in Schlesien geborenen Mädchen, welches nach harter Kindheit, einer Landjahr-Erziehung und Anstellung beim Reichsarbeitsdienst in einem Lazarett die große Liebe fand.

    RezensionsexemplarVielen Dank an die Autorin!

    Meine Meinung

    In „Blaubeeren vergisst man nicht“ erzählt uns Ina Rom vom Leben ihren Eltern. Insbesondere die Geschichte ihrer Mutter, die mittlerweile im hohen Alter von über 90 Jahren an schwerer Demenz erkrankt ist. Eine Biographie, die vor dem Vergessen schützen soll und Liesbeths Leben eindringlich und mit viel Gefühl an seine Leser transportiert!

    Elisabeth Monika Kubitzky wurde 1923 in Oberschlesien, als Kind einer einfachen, aber schwer arbeitenden Bauernfamilie geboren. Sie hat damit einige der turbulentesten und schwersten Zeiten unserer Geschichte miterlebt und in meinen Augen für sich selbst auch das Beste draus gemacht. Nicht zuletzt ihres Vaters wergen, der ihr eine schulische- und berufliche Laufbahn ermöglichte.
    Sie ist eine Zeitzeugin, wie wir sie leider nicht mehr so oft finden …

    Wir begleiten Liesbeth und später auch ihren Mann Toni durch ihr Leben. Ihre Jugend in den Kriegsjahren, das Leben als Fremde in Wien zusammen mit ihrem Ehemann und den Kindern, aber auch Tonis Kriegstrauma und der daraus resultierende Absturz in den Alkohol werden von Ina Rom schonungslos ehrlich beschrieben.

    Der Schreibstil ist einfach und schlicht gehalten, wobei er mich von der ersten Seite an wunderbar mitgenommen hat. Ich konnte mich in Liesbeth hineinversetzen, die mir von Anfang an unheimlich nahe war! Die Geschehnisse in diesem Buch sind in meinen Augen genau so beschrieben, wie ich eine Lebensgeschichte erzählt bekommen möchte.
    Ina Rom fügt zwar zwischendurch eigene Anmerkungen bei, berichtet in einem Satz über das weitere Schicksal einer Person oder lässt uns an ihre Gedanken bei der Sichtung von Fotos und Dokumenten teilhaben, drängt sich aber nie in den Vordergrund. Die Geschichte bekommt dadurch aber etwas mehr Struktur. Das und die vielen abgebildeten Fotos machen das Buch unheimlich persönlich! Besonders das Bild von Liesbeth mit ihrem erstgeborenen Sohn im Arm ist mir nachhaltig im Gedächtnis geblieben. Die wunderbar strahlenden Augen einer stolzen Mutter …

    Für mich war es sehr bewegend, wie die Autorin während ihrer Erzählung immer wieder die 90jährige demenzkranke Liesbeth zu Wort kommen lässt und erzählt, mit welchen Worten oder Gesten ihre Mutter heute von der damaligen Zeit spricht. Szenen, die in mir selbst starke Erinnerungen an meine Großeltern hervorgerufen haben, die mir noch Tage nach dem beenden dieser Biographie im Kopf herumgegeistert sind.

    Eine unheimlich tolle Lebensgeschichte, einer einfachen aber starken Frau!
    … von ihrer Tochter erzählt!