• „Krokodilwächter“ | Katrine Engberg

    Titel im Original:  „Krokodillevogteren“
    Autor:  Katrine Engberg
    Aus dem Dänischen übersetzt von Ulrich Sonnenberg
    Verlag:  Diogenes Verlag
    Genre:  Kriminalroman
    1. Fall für Jeppe Kørner
    Seitenzahl:  504
    ISBN:  978-3-257-07028-6

    Gerade erst war Julie nach Kopenhagen gezogen, um Literatur zu studieren. Warum musste sie so jung sterben? Erstochen und von Schnitten gezeichnet? Es ist ein schockierender Fall, in dem Jeppe Kørner und Anette Werner ermitteln. Als bei Julies Vermieterin ein Manuskript auftaucht, in dem ein ähnlicher Mord geschildert wird, glauben die beiden der Aufklärung nahe zu sein. Aber der Täter spielt weiter …

    Meine Meinung

    Kriminalromane aus dem Diogenes Verlag?
    Schon seit Commissario Brunetti ist das für mich eine unschlagbare Kombination …

    Die Studentin Julie wurde in ihrer Wohnung in Kopenhagen auf verstörende Weise verstümmelt und ermordet. Die Tat ähnelt verblüffend genau dem nur für wenigen Menschen zugänglichem Manuskript ihrer Vermieterin Esther, die nicht nur im selben Haus wohnt, sondern auch eine Vertraute der jungen Frau war.
    Polizeiassistent Jeppe Kørner gibt sein Bestes um die Ermittlungen und die Aufklärung des Falles voranzutreiben. Als direkte Partnerin, steht ihm Anette zur Seite, die charakterlich zwar unterschiedlicher nicht sein kann, sich aber arbeitstechnisch perfekt mit ihm ergänz. So rückt relativ schnell der verhaltensauffällige Kristoffer als möglicher Täter ins Blickfeld der Ermittler. Doch bis zum überraschenden Ende gibt es noch einige andere Verdächtige und spekulative Mordmotive!

    Mit „Krokodilwächter“ präsentiert uns Katrine Engberg einen sehr ruhiger und detailliert erzählten Kriminalroman, mit einer tollen Erzählstimme. Die Autorin schreibt spannend, abwechslungsreich und die Handlung reißt den Leser von der ersten Seite an mit. Gerade die Ermittlungsarbeit, die Befragungen der Zeugen und Verdächtige, aber auch das Verhalten der Kollegen untereinander wird hier sehr gut dargestellt.

    Katrine Engberg versteht es perfekt, sich sowohl in junge, als auch in ältere Personen mit all ihren Eigenarten und Problemen zu versetzen. Natürlich leidet auch unser Hauptermittler Jeppe Kørner stark unter der Trennung von seiner Ehefrau und kompensiert dies durch hohen Tablettenkonsum, aber jeder Leser, der dem Krimi- und Thriller-Genre zugeneigt ist, muss irgendwann in seinem Leseleben einsehen, dass es kaum einen Ermittler geben wird, der nicht privat seine Päckchen zu tragen hat. Und Jeppe Kørner ist in meinen Augen trotzdem noch einer von den Guten. Sein Charakter und gerade seine Vorgeschichte sind sehr interessant gestaltet und machen neugierig auf Mehr!

    Ganz besonders konnte mich aber hier der Sprachstil überzeugen. Betrachtet man die Geschichte an sich, würde sich „Krokodilwächter“ ganz passabel in die Reihe anderer Thriller und Kriminalromane einordnen, das Buch hat aber einen unheimlich schönen Erzählstil. Es gibt selten eine plump formulierte Szene oder gar Formulierungen, die für mich unangenehm herausgestochen wären. Die Dialoge sind mitreißend, die Gedankengänge der Ermittler sind spannend erzählt und auch die dänische Mentalität und Menschlichkeit kommt hier wunderbar heraus. Alles in allem macht das die Geschichte sehr flüssig und angenehm zu lesen.

    Ein kleiner Wehmutstropfen ist leider das Finale. Da hätte sich die Autorin noch ein bisschen was einfallen lassen können, um dem Leser einen etwas originelleren Showdown zu bieten. Da ich aber noch zwei Bücher aus der Kopenhagen-Reihe vor mir habe, bin ich schon sehr gespannt, ob sich die Autorin in den weiteren Bänden noch steigern konnte …

  • „Noir“ | Christopher Moore

    Titel im Original:  „Noir“
    Autor:  Christopher Moore
    Aus dem Amerikanischen übersetzt von Jörn Ingwersen
    Verlag:  Goldmann Verlag
    Genre:  Roman Noir
    Seitenzahl:  402
    ISBN:  978-3-442-31486-7

    Ein unglückseliger Barkeeper, eine Blondine mit scharfen Kanten und gefährlichen Kurven – und ein kleiner Alien!

    San Franzisco 1947. Es kommt nicht jeden Tag vor, dass eine rätselhafte, anmutige Blondine namens Stilton in den verlotterten Laden kommt, in dem Sammy »Two Toes« Tiffin Gin ausschenkt. Für ihn ist es Liebe auf den ersten Blick. Aber bevor Sammy den ersten Schritt machen kann, betritt ein General der Air Force aus Roswell den Saloon. Er hat einen eiligen Auftrag, den Sammy nur widerwillig annimmt, den eigentlich hat er ganz andere Dinge im Kopf. Doch als Stilton kurz darauf spurlos verschwindet, geht es ihm ohnehin erst mal nur noch darum, seine Traumfrau zu retten …

    Meine Meinung

    In den 1940er Jahren entsteht in Frankreich eine neue Variante des Kriminalromans, die sich deutlich vom „klassischen“ Krimi unterscheidet. Diese steht stark unter dem Einfluss der amerikanischen „Hardboiled Detective Novel“, die während der Wirtschaftskrise der 30er Jahre in den USA aufkam: Der „Roman Noir“. Gesellschaftskritische Gesichtspunkte stehen hier klar im Vordergrund, wobei die Hauptfiguren oft „Outsider“ sind und der Fokus auf dem Verbrecher oder dem Ermittler liegt. Auch der amerikanische „Film Noir“ der 30er und 40er Jahre ist eine entscheidende Quelle für diese  ganz spezifische Atmosphäre!
    Auch Christopher Moor erzählt seinen neuen Roman „Noir“ in diesem Sinne …

    Sammy „Two Toes“ hatte es in seinem bisherigen Leben nicht immer leicht. Selbst, aus einer Peinlichkeit heraus, zum hinkenden Invaliden geworden, der natürlich nicht immer klarstellt, dass die Verletzung keiner Kriegsverwundung zu Grunde liegt, fristet er sein Leben als Barkeeper hinter dem Tresen einer zwielichtigen Kneipe. Als die umwerfende Stilton die Bar betritt, scheint sich jedoch sein Blatt zu wenden. Rotzfrech und den meisten Männern um Welten überlegen, verdreht die Blondine Sammy sofort den Kopf!

    Dass Stilton nebenbei auch als „Amüsierdame“ schnelles und scheinbar leicht verdientes Geld bei einem Treffen der männlichen High Society verdienen möchte und auch dort die Ereignisse einen anderen Verlauf nehmen, als geplant, kann ja vorher keiner ahnen …

    Der Autor setzt seine Geschichte sprachlich umwerfend in Szene und folgt dennoch den Spuren des klassischen „Roman Noir“, den er hier überzeugend mit einer guten Prise Science-Fiction erweitert. Dass Christopher Moore seinen ganz eigenen, meist rabenschwarzen Humor hat und auch die Gesellschaft in seinen Büchern ganz gern mal auf die Schippe nimmt, ist ja allseits bekannt. Mich hat das aber unheimlich angesprochen. Dadurch wirkt die Geschichte leicht, fröhlich und ich konnte toll mit der Welle mitschwimmen. Wobei vor allem die genialen Dialoge und ironischen Wendungen für die erfrischende Atmosphäre sorgten.
    Ein weiteres Goodie in diesem Roman ist die Erzählperspektive. Er wechselt immer wieder zwischen Sammys Sicht und der einer dritten Persönlichkeit, die allerdings mit gespaltener Zunge spricht. Einfach toll! Könnt ihr euch denken, was gemeint ist?

    „Noir“ ist ein interessanter und gut durchdachter, sowie sprachlich überzeugender Thriller, der mich bestens unterhalten konnte!

  • „Der Leuchtturm am Ende der Welt“ | Jules Verne

    Titel im Original:  „Le Phare du bout du monde“
    Autor:  Jules Verne
    Aus dem Französischen übersetzt vom A. Hartlebens Verlag
    Mit Illustrationen von Georg Roux
    Verlag:  Nikol Verlag
    Genre:  Abenteuerroman
    Seitenzahl:  269
    ISBN:  978-3-86820-264-9

    In der Nähe des Kap Hoorn, dem südlichen Ende von Südamerika, hat Argentinien einen Leuchtturm bauen lassen. Dieser wird von einer dreiköpfigen Besatzung betrieben, die im Vierteljahresrythmus ausgewechselt wird. Aber auch eine Bande von Seeräubern hat in der Nähe des Leuchtturms ihren Unterschlupf. Diese fühlen sich durch die Wachmannschaft des Leuchtturms gestört und so kommt es, dass die Seeräuber planen, den Leuchtturm zu überfallen.

    Meine Meinung

    „Der Leuchtturm am Ende der Welt“ ist mit seinen 270 Seiten einer der kürzeren und auch weniger bekannteren Romane von Jules Verne. Wer den Autor aber zu schätzen weiß, dem lege ich diese Geschichte natürlich ans Herz.
    Auch für mich war dieses Buch eine kleine Neuentdeckung. Ich wusste zwar, dass ich die Geschichte schon einmal in meiner Jugend gelesen hatte, ich konnte mich aber überhaupt nicht mehr an den Inhalt erinnern.

    Die Geschichte führt uns in die Nähe des Kap Hoorns und handelt von drei Leuchtturmwärtern,  welche zusammen mit einer Räuberbande auf der Insel festsitzen. Sie wird abwechselnd aus der Sicht der Wärter und der Räuber erzählt und entwickelt sich, nach einigen eher ruhigeren Passagen, die mich aber mit vielen Beschreibungen und Ausschmückungen überzeugen konnten, doch sehr schnell zu einem spannenden Abenteuerroman.

    Wie es für Jules Verne immer typisch ist, werden auch in diesem Buch die Flora, Fauna und die Topographie der Umgebung sehr genau beschrieben. Ebenso auch die Schiffe. Für manche Leser mag das vielleicht etwas schleppend sein, für mich macht das aber gerade den Reiz aus. Zusammen mit den schönen altertümlichen Formulierungen einfach ein Lesegenuss.

    Jules Verne erzählt sehr lebendig und mitreißend, mit vielen tollen Dialogen. Dadurch bringt er uns auch die Charaktere in dieser Geschichte wunderbar nahe. Dieses Mal konnte mein Herz sogar für die fiese Räuberbande erwärmen.

    Natürlich ist „Der Leuchtturm am Ende der Welt“ auch wieder mit vielen ansprechenden Originalillustrationen von Georg Roux versehen. Bilder, die die Geschichte toll komplimentieren und das Buch für mich aufwerten.

    Ein toller Klassiker aus dem Jahre 1906, den man sich unbedingt anschauen sollte!

  • „Der zauberhafte Trödelladen“ | Manuela Inusa

    Autor:  Manuela Inusa
    Verlag:  Blanvalet
    Genre:  Roman
    Valerie Lane, Band 3
    Seitenzahl:  299
    ISBN:  978-3-7341-0625-5

    Ruby verkauft in ihrem kleinen Antiquitätenladen Trödel aus aller Welt, den sie mit liebevoller Sorgfalt restauriert. Auch wenn sie insgeheim von einem Buchladen träumt, liebt sie die Arbeit in Ruby`s Antiques, das sie von ihrer Mutter übernommen hat, und verliert sich oft in der Vergangenheit der Stücke. Und ein Leben ohne ihre Freundinnen aus der Valerie Lane kann sie sich sowieso nicht mehr vorstellen! Diese sind in diesem Frühling noch stärker für sie da, denn nicht nur das mit der Liebe gestaltet sich schwieriger als gedacht, sondern auch Rubys eigene Vergangenheit holt sie ein – und wird die eine oder andere Überraschung bereithalten …

    Meine Meinung

    Die junge Ruby hat nach dem Tod ihrer Mutter deren Antiquitätenladen in der „Valerie Lane“ übernommen. Nicht ganz freiwillig, denn eigentlich träumt sie schon lange von einem eigenen Buchladen. Nichts desto trotzt gefällt ihr die Arbeit, auch wenn antike Möbel selbst in Oxford nicht mehr sehr häufig gefragt sind und der Laden immer weniger Gewinn abwirft. Und als wäre das noch nicht belastend genug, bereitet ihr auch die gesundheitliche Situation ihres Vaters Kopfzerbrechen …

    Ruby ist die Jüngste der fünf Freundinnen aus der Valerie Lane, aber dafür die Belesenste. Sie weiß alles über das besondere Leben der Valerie Bonham, die im 19. Jahrhundert den ersten Laden in der Straße eröffnete und deren Name noch heute auf dem Straßenschild steht. Wie alle anderen Ladenbesitzerinnen hat auch Ruby sie als Vorbild und vollbringt jeden Tag gute Taten. So entwickelt diese auch eine große Zuneigung zu dem geheimnisvollen obdachlosen Gary, der jeden Tag an der Ecke ihres Ladens sitzt.

    Auch in diesem Band konnte mich Manuela Inusa mit ihrem Stil überzeugen. Sie schreibt fröhlich und mitreißend und auch ihre Charaktere werden mir von Buch zu Buch sympathischer.
    Auch wenn alle Geschichten in sich abgeschlossen sind, erzählen die sechs Bände dieser Reihe doch eine fortlaufende Geschichte. Sieht man dieses Buch als Einzelband, wirkt er vielleicht etwas eindimensional und ruhig, alles in Allem passt sich die Geschichte aber wunderbar an und ergänzt die Leben der Freundinnen.

    „Der zauberhafte Trödelladen“ konnte mich bis jetzt am meisten berührt. Hier geht es viel um die Not aus Pflichtbewusstsein ein Erbe anzutreten, auch wenn man dabei die eigenen Wünsche nach hinten stellen muss. Natürlich macht das auf der einen Seite nicht glücklich, auf der anderen Seite geht es hier aber auch um den Trödelladen von Rubys verstorbener Mutter, mit dem viele Erinnerungen verbunden sind.

    Auch die Handlung rund um Garys Person fand ich großartig. In den letzten beiden Romanen zeichnete sich ja schon ab, dass Ruby gern die Nähe des Obdachlosen sucht. Ein sehr schüchterner, zurückgezogener und unaufdringlicher Mann. Auch wenn er die Freundinnen immer mal wieder ein bisschen an sich heranlässt, versuchte er doch krampfhaft, keine Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Er gehörte zur Valerie Lane, wie die kleinen gemütlichen Läden und ihre Besitzerinnen. Da der Roman heimlich unter der Überschrift „Neuanfang“ steht, bekommt nun auch Gary von der Autorin einen groben Stoß in die richtige Richtung. Es ist natürlich ein langer und intensiver Weg, den er mit Ruby gehen muss, aber zu zweit ist man ja bekanntlich nie allein …

    Auch der dritte Band der „Valerie Lane“ ist wieder eine Herzensgeschichte, die uns zeigt, dass wir unsere Wünsche viel mehr berücksichtigen und in unserem Leben auch umsetzen sollten!

  • „Sleeping Beauties“ | Stephen King & Owen King

    Titel im Original:  „Sleeping Beauties“
    Autor:  Stephen King | Owen King
    Aus dem Amerikanischen übersetzt von Bernhard Kleinschmidt
    Verlag:  Heyne Verlag
    Genre:  Horror | Fantasy
    Seitenzahl:  959
    ISBN:  978-3-453-43955-9

    Eine mysteriöse Schlafepidemie stürzt die Menschheit weltweit ins Chaos. An einem einzigen Tag sind alle Frauen – und nur Frauen – davon befallen. Und wehe, sie werden wieder geweckt!

    Meine Meinung

    Der Roman „Sleeping Beauties“ steht nun schon seit seinem Erscheinungstag auf meiner Wunschliste, aber irgendwie habe ich nie die Hände nach ihm ausgestreckt. Ich konnte mir überhaupt nicht vorstellen, wie man aus dem Thema der schlafenden Frauen, die zu Bestien werden, wenn man sie aufweckt, einen über 900 Seiten starken Roman gestalten will. Da mir aber eine Freundin kürzlich das Buch mitgebracht hat, war die Neugierde dann doch zu groß!

    In der Stadt Dooling in West Virginia ist plötzlich nichts mehr, wie es war: Alle Frauen, die einschlafen, wachen nicht mehr auf und werden in eine Art Kokon eingesponnen. Doch damit nicht genug: Entfernt man diesen und weckt die Frauen auf, werden sie zu Furien und töten alles, was ihnen in die Quere kommt! Eine Welt ohne Frauen? Für viele völlig unvorstellbar!
    Das Chaos bricht endgültig aus, als zwischen den Männern und den wenigen, noch übrigen Frauen ein Kampf ausbricht, der alles entscheiden wird: Aggression und blinde Wut gegen den Versuch, alles zu erhalten. Und mittendrin steht Evie Black, die einzige Frau, die ganz normal einschlafen und wieder aufwachen kann und hält die Fäden in der Hand!

    Stephen Kings große Stärke ist es, seine Charaktere für den Leser unheimlich nahe aufzubauen. Auch in diesem Buch macht er sich, was seine Protagonisten betrifft, alle Ehre. Wer Horden von rasenden Frauen erwartet, wird sicher enttäuscht werden, denn dieses Detail spielt zwar eine Rolle und kommt auch hier und da vor, ist aber nicht der Aufhänger für die Spannung. Viel mehr beschäftigt sich der Roman mit dem gesellschaftskritischen Hintergrund: Wie würde eine Welt aussehen, die nur von Männern bevölkert wird? Und was würde passieren, wenn die Männer herausfinden, dass es doch noch eine Frau gibt, die nicht schläft und scheinbar Kräfte besitzt, die für den ganzen Schlamassel verantwortlich sind?

    Stephen King und sein Sohn Owen haben einen sehr flüssigen Schreibstil und ich persönlich konnte beim Lesen überhaupt keine Unterschiede feststellen. Was natürlich auch von der deutschen Übersetzung beeinflusst wird. Die Geschichte entwickelt sich eher langsam, mit vielen Details und Feinheiten. Dadurch steigert sich wunderbar die Spannung. Bis zum Schluss konnte ich nicht vollständig erahnen, was wohl passiert.

    Der ausschlaggebende Teil der Handlung spielt in einem Frauengefängnis, welches vom Psychiater Dr. Clint Norcross und ein paar Verbündeten besetzt wird. Auf der anderen Seite steht die Polizei, deren Deputys am liebsten wild um sich schießen und alles schnell beenden würde! Dieses Aufeinanderprallen wird noch von einer starken Fantasy-Komponente durchmischt, denn die Frauen schlafen nicht einfach vor sich hin, sie befinden sich in einer parallelen Welt, die ihnen die Möglichkeit bietet, die Vergangenheit hinter sich zu lassen und ihr Leben neu zu beginnen!

    Besonders interessant fand ich auch die teilweise sehr skurrilen Gedankengänge der Männern, die sich selbst eine Scheinwelt ausmalen und sich als die eigentlichen Opfer sehen, obwohl deren Verhalten in der Realität das genaue Gegenteil ist!

    Alles in Allem ist „Sleeping Beauties“ subtiler Horror, mit vielen philosophischen, mystischen und fantasielastigen Elementen. Ein tolles, vielschichtiges und modernes Werk, das zum Nachdenken anregt!