• „Quälender Hass“ | Linda Castillo

    Titel im Original:  „Shamed“
    Autor:  Linda Castillo
    Aus dem Amerikanischen übersetzt von Helga Augustin
    Verlag:  Fischer Verlag
    Genre:  Thriller
    11. Fall von Kate Burkholder
    Seitenzahl:   348
    ISBN:  978-3-596-70449-1

    Eine verlassene Farm, eine brutal ermordete, ältere amische Frau, ein entführtes siebenjähriges Kind: Als Kate Burkholder von den Vorkommnissen erfährt, ist sie genauso schockiert wie die gesamte Gemeinde von Painters Mill. Sie setzt alle Hebel in Bewegung, um das Kind zu finden. Zunächst gibt ihr die ultrakonservative Familie noch bereitwillig Auskunft, doch Kate merkt, dass sie ihr etwas verschweigt. Was ist so brisant, dass die Wahrheit nicht ausgesprochen werden darf? Und warum wurden Großmutter und Enkelin zur Zielscheibe?

    Meine Meinung

    Auch für Kate Burkholder, Jon Tomasetti und dem Team des Police Departments gibt es in diesem Jahr einen neuen Fall!

    Die amische Gemeinde des friedliche Städtchen Painters Mill ist zutiefst erschüttert, als die brutal zugerichtete Leiche einer älteren Frau auf einer verlassenen Farm aufgefunden wird. Die Großmutter war gerade dabei, mit ihren Enkeln Walnüsse zu sammeln, als der Täter sie erwischte. Schnell wird klar, dass auch die 7-jährige Elsie entführt wurde. Kate Burkholder stürzt sich in den Fall und versucht das kleine Mädchen mit allen Mitteln zu finden.
    Die amische Familie lebt als Swartzentruber in einer streng konservativen Siedlung, dennoch sind sie zu Beginn äußerst hilfsbereit. Doch als weitere Menschen auf mysteriöse Weise zu Tode kommen, beschleichen Kate erste Zweifel: Verschweigen sie etwas? Aber warum? Als sie der erschreckenden Wahrheit immer näher rückt, kämpft die Polizeichefin selbst mit ihrem Glauben. An die Amischen und an die ganzen Welt!

    Linda Castillo bietet uns mit „Quälender Hass“ wieder einen rasanten Thriller, der von Anfang bis Ende spannend bleibt. Der Schreibstil ist sehr angenehm und flüssig zu lesen, dadurch rutscht man sofort in der Geschichte. Die Kapitel sind knackig und kurz gehalten und wie gewohnt wird der Spannungsbogen weit oben gehalten. Die komplexe Geschichte macht es auch dem Leser nicht leicht, mit zu ermitteln und es ist bemerkenswert, dass die Autorin sich nach dieser langen Buchreihe immer noch im gleichen Umfeld befindet und kein bisschen an Originalität und Spannung verliert!

    Natürlich sind auch Kate und Tomasetti wieder ein sympathisches Team und arbeiten erstklassig zusammen, aber die Ermittlungen stehen in dieser Geschichte klar im Vordergrund. Das Privatleben der Beiden wird nur nebensächlich angeschnitten.

    Die Swartzentruber stehen ganz besonders im Mittelpunkt. Die ultra-konservativen Amish People wurden zwar immer mal wieder angeschnitten, ihre strenge Lebensweise wird hier aber nochmal ganz deutlich. Sie lehnen jegliche neumodische Lebensart ab, angefangen von gummierten Reifen auf ihren Buggys bis hin zu fließendem Wasser, was ihnen doch zumindest die einfachste Lebensqualität bieten würde. Diese Einblicke haben für mich doch immer einen großen Reiz und machen die Geschichte nochmal um ein vielfaches Interessanter!

  • „Bluthölle“ | Chris Carter

    Titel im Original:  „Written in Blood“
    Autor:  Chris Carter
    Aus dem Amerikanischen übersetzt von Sybille Uplegger
    Verlag:  Ullstein Verlag
    Genre:  Thriller
    11. Fall von Robert Hunter & Carlos Garcia
    Seitenzahl:  412
    ISBN:  978-3-548-29192-5

    Robert Hunter, Profiler beim LAPD, wird ein entsetzliches Buch zugespielt, mit Skizzen und Fotos von Folter-Morden, so grausam wie spektakulär. Noch bevor Hunter das erste Opfer identifizieren kann, meldet sich der Killer bei ihm. Er will seine Aufzeichnungen zurück. Und er droht: Wer sein Buch gesehen hat, muss sterben. Auch Robert Hunter …

    Meine Meinung

    Robert und Carlos sind zurück! Und ein Jahr kann verdammt lang sein …

    Wer nach den letzten Bänden um Lucien Folder schon meinte, dass bei den Ermittlungen und der Spannung nicht mehr viel zu holen sei, wird sich bei „Bluthölle“ wirklich wundern. Chris Carter hat einen neuen bösartigen und psychopatischen Gegenspieler erschaffen, bei dem man immer wieder überrascht ist, wie tief ein menschlicher Abgrund überhaupt sein kann.

    Als Angela Wood wie so oft durch die Straßen von Los Angeles streift, ahnt sie noch nicht, wie dieser Tag für sie enden wird. Wie es ihre eigensinnige Tätigkeit als Taschendiebin verlangt, sucht sie auch heute nach einem möglichen Opfer. Normalerweise zielt sie dabei nur auf Bargeld ab, doch als sie die Bar betritt und ihr schon nach kurzer Zeit der rüpelhafte Gast ins Auge fällt, der wohl von guter Kinderstube noch nie etwas gehört hat, erbeutet sie etwas viel Wertvolleres: Ein Tagebuch. Eine wahre Enzyklopädie des Grauens!

    Beim Durchblättern fallen Angela Skizzen und Fotos von 16 Foltermorden auf. 16 Polaroids, 16 Opfer, 16 DNA-Analysen! Aus lauter Panik schickt sie das Buch an die Gerichtsmedizinerin des LAPD, die natürlich sofort zu Robert Hunter und Carlos Garcia weitergeleitet wird. Schnell wird für die Ermittler klar, dass der sadistische Täter ein Experte sein muss …
    Und er will sein Buch um jeden Preis zurück!

    Dieser Fall konnte mich wieder unglaublich mitreißen und begeistern. Natürlich bekommt man auch in „Bluthölle“ die gewohnt blutigen Szenen, die für zartbesaitete Leser sicherlich nicht leicht zu verdauen sind, aber auch die düstere Atmosphäre ist Chris Carter wieder wunderbar gelungen und zieht sich konstant durch die Geschichte.
    Zwar erfindet er seinen Protagonisten und die Reihe rundherum nicht neu, aber bleibt seinem Schema und auch dem Brutalen und Reißerischen treu. Sein Schreibstil und der Erzählton sind auch diesmal wieder rasant und aufwühlend, aber auch detailliert und ungeschönt.

    Ich fand auch die Nebencharaktere sehr gut gelungen. Neben Robert Hunter und Carlos Garcia nimmt auch Angela Wood einen großen Teil der Rahmenhandlung ein und beeinflusst die Geschichte maßgeblich. Für manche Leser mag ihr Charakter vielleicht ein wenig nervig anmuten, in meinen Augen ergibt ihre Figur aber ein schönes Gegengewicht zu den beiden gradlinigen Ermittlern. Alles in Allem ein Charakter, der die Geschichte auffrischt. Ich wurde Zeugin eines rasanten Katz-und-Maus-Spiels!

  • „Die Knochennadel“ | Andreas Gruber

    Rezensionsexemplar
    Vielen Dank an den Verlag!

    Autor:  Andreas Gruber
    Verlag:  Goldmann Verlag
    Genre:  Thriller
    3. Fall für Privatermittler Peter Hogart
    Seitenzahl:  603
    ISBN:  978-3-442-49071-4

    Eigentlich wollte der Wiener Privatdetektiv Peter Hogart nur einen Kurzurlaub in Paris verbringen. Doch dann verschwindet bei einer Auktion in der Opéra Garnier plötzlich seine Freundin, die Kunsthistorikerin Elisabeth, sowie eine mittelalterliche Knochennadel – ein nahezu unbezahlbares Artefakt. Als wenig später zwei Kunstsammler ermordet werden, beginnt für Hogart eine fieberhafte Jagd. Denn diese Morde sind nur der Anfang, und ihm bleibt wenig Zeit, Elisabeths Leben zu retten und das Rätsel um die geheimnisvolle Knochennadel zu lösen …

    Meine Meinung

    Nachdem mich Peter Hogart schon im letzten November mit seiner kessen Art so unglaublich begeistern konnte, war ich wahnsinnig glücklich darüber, dass es in „Die Knochennadel“ nun auch mit ihm ein Wiedersehen gibt.

    Peter Hogart, ein privater Versicherungsdetektiv, ist mit seiner Nichte Tatjana und seiner neuen Liebe Elisabeth in Paris unterwegs. Elisabeth ist Kunstexpertin und als Gutachterin beauftragt worden, anlässlich einer Verkaufsauktion die Echtheit der sogenannten „Knochennadel“, ein aus Knochen gefertigtes Relikt aus dem 11. Jahrhundert, zu bestätigen. Während Hogart mit seiner Nichte in einem Café auf das Ende der Auktion und auf Elisabeth warten, verschwinden diese zusammen mit der Knochennadel spurlos. Die Polizei will nicht helfen, die Versicherungsgesellschaft tobt, und Hogart wird bedroht: Die mysteriöse Verkäuferin hetzt  ihm Schläger auf den Hals und gibt ihm deutlich zu verstehen, dass er ihr entweder die Knochennadel zurückbringt oder stirbt. Der Beginn einer wahren Hetzjagd durch ganz Frankreich, auf der Peter Hogart noch über viele Leichen stolpern wird. Die Polizei hält Elisabeth für tatverdächtig und auch ihr Lebensgefährte hat zunehmend Schwierigkeiten, die Leichenfunde zu erklären.

    Nach Prag und Wien, verschlägt es unseren Hauptprotagonisten diesmal nach Paris. Wie gewohnt schafft es Andreas Gruber auch diesmal wieder, im Rahmen dieser facettenreichen Umgebung, eine tolle Atmosphäre aufzubauen und auch sein Umgang mit der französischen Sprache unterstützt den Spannungsbogen und den Verlauf seine Geschichte enorm!

    Besonders gelungen fand ich auch die Charaktere von Kohlschmied und Rast. Zwei direkte Vorgesetzte von Peter Hogart, denen der Autor in diesem Buch zum ersten Mal mehr Raum einräumt Die Beiden geben der Geschichte einen unglaublichen Charme und verbreiteten für mich auch ein bisschen „Wiener Schmäh“! Parallel dazu erleben wir Peter Hogart, mit seiner eigenwilligen und exzentrischen Art, dessen Sarkasmus einfach grandios mitschwingt!

    Andreas Gruber hat einen packenden, fließenden und einfach unglaublich bildhaften Schreibstil. Bereits der Prolog ließ meinen Adrenalinspiegel in die Höhe schnellen und auch die Gegenwart beginnt sofort spannend und zerrt den Leser direkt in die Handlung. Die Ereignisse überschlagen sich und schnell summieren sich die Toten. Peter Hogarts Leben artet zu einem gnadenlosen Wettlauf gegen die Zeit aus!

    Der Autor nimmt kein Blatt vor den Mund und geht sehr detailliert zur Sache. Dabei werden auch die zwischenmenschlichen Aspekte nicht ausgeklammert, wodurch sich beim Leser doch die Emotionen verstärken und man einfach unglaublich mitfiebert. Zwischendurch tauchen wir aber auch immer wieder in die Vergangenheit ab, dessen tragischer und schmerzvoller Ursprung für den Leser sehr viele Fragen in den Raum stellt. Und ehe man es sich versieht, überschlagen sich die Ereignisse …

  • „Nach einer wahren Geschichte“ | Delphine de Vigan

    Titel im Original:  „D`après une istoire vraie“
    Autor:  Delphine de Vigan
    Aus dem Französischen übersetzt von Doris Heinemann
    Verlag:  Dumont Verlag
    Genre:  Roman
    Seitenzahl:  348
    ISBN:  978-3-8321-9830-5

    Als Delphine de Vigan die elegante L. kennenlernt, fühlt sie sich verstanden wie selten zuvor – bis ein Streit über ihren neuen Roman die scheu Erfolgsautorin in eine Krise stürzt. Bald übernimmt L. alle Aufgaben in Delphines Namen. Keiner weiß davon, und keiner
    kennt L. …

    Meine Meinung

    Die Schriftstellerin Delphine fühlt sich nach dem einschlagenden Erfolg ihre Romans „Das Lächeln meiner Mutter“ vollkommen ausgelaugt und innerlich sprachlos. Während sie noch darüber nachdenkt, was sie als nächstes schreiben soll, reist ihr Lebensgefährte Francois beruflich in die USA, um Interviews zu führen und ihre Zwillinge Louise und Paul ziehen von Zuhause aus, um zu studieren. So hat Delphine schon bald eine große Wohnung für sich allein und viel Zeit zum Nachdenken. Ein gefährliches Vakuum, das L. bestens zu füllen weiß!
    Delphine lernt L. auf einer Party kennen. Die beiden teilen sich ein Taxi und schon bald halten sie regen Kontakt zueinander. Die Freundschaft wird enger, persönlicher und entwickelt eine eigene, sehr einnehmende Dynamik. Vor allem Delphine öffnet L. ihr Innerstes, während sie selbst nur sehr wenig über sich preisgibt.
    Trotz dieser neuen, großartigen Freundschaft will Delphine das Schreiben nicht wieder gelingen. Könnte L.s dominante Vereinnahmung einer der Gründe für ihre Schaffenskrise sein?

    Im Grunde genommen ist „Nach einer wahren Geschichte“ von Delphine de Vigan eine Art Psychothriller mit vielen sensiblen, intelligenten und geistreichen Momenten. Der Roman spielt mit den realen Momenten einer Freundschaft und deren fiktiven Elementen. Und ich weiß bis heute nicht, ob ich beim Lesen tatsächlich jedes Mal den Unterschied erkennen konnte …

    Delphine de Vigan schreibt in einer eher reduzierten aber überaus klaren Sprache. Dabei bedient sie sich eines samtweichen Schreibstils, der mir sehr gut gefiel. Trotz der nervenaufreibenden Geschehnisse, konnte man unterschwellig doch viel Sensibilität und Präzision erkennen, mit der die Geschichte dem Leser näher gebracht wird.

    Schon zu Beginn war mir die skurrile Freundschaft der beiden Frauen suspekt. Wer steckt wirklich hinter dieser mysteriösen „L.“?  Im Französischen übrigens gesprochen wie „elle“, also ein unkonkretes „Sie“. Eine erste Fährte, ist der Verdacht auf einen Identitätsdiebstahl oder viel mehr dem Tauschen der beiden Identitäten. Eine Weitere wären L.s berufliche Absichten: Als Ghostwriterin nistet sie sich bei berühmten Personen ein, um deren Biographien zu schreiben. Genau so geht sie auch bei Delphine von. Hier wird der Leser ganz geschickt auf eine vollkommen falsche Fährte gelockt. Am Ende laufen die Leben der beiden Frauen auf dramatische Art und Weise zu einem verschlungenen Ganzen zusammen. Ich musste mehrmals zurückblättern, um einzelne Szenen erneut zu lesen, um diese richtig verstehen zu können.

    Am Ende des Romans legt L. in Delphines Namen ein Manuskript bei ihrem Verlag vor. Eben dieses Buch, das wir hier in unseren Händen halten. Eine Biographie von Delphine de Vigan und ihrem Leben mit L.!

    Ein introvertiertes Buch, das mit der Fiktion und der Wirklichkeit spielt.
    Was ist real? Was nur erdacht? … man weiß es bis zum Schluss nicht!

  • „Die Falle“ | Melanie Raabe

    Autor:  Melanie Raabe
    Verlag:  btb  Verlag
    Genre:  Thriller
    Seitenzahl:  351
    ISBN:  978-3-442-71417-9

    Die berühmte Bestsellerautorin Linda Conrads lebt sehr zurückgezogen. Seit 11 Jahren hat sie ihr Haus nicht mehr verlassen. Als sie im Fernsehen den Mann zu erkennen glaub, der vor Jahren ihre Schwester umgebracht hat, versucht sie, ihm eine Falle zu stellen – Köder ist sie selbst!

    Meine Meinung

    Die deutsche Bestsellerautorin Linda Conrads lebt seit über 11 Jahre zurückgezogen von der Außenwelt in ihrer schmucken Villa. Ihre einzigen Vertrauten sind ihr Verleger, ihre Assistentin und ihr heißgeliebter Hund „Bukowski“. In all den Jahren liest und schreibt sie viel, doch warum lebt Linda so einsam und isoliert?
    Vor 12 Jahren wurde ihre jüngere Schwester Anna brutal in ihrer Wohnung ermordet. Linda wollte ihr einen überraschenden Besuch abstatten, fand dabei aber nur noch deren blutige Leiche. Trotz des Schocks glaubt sie, einen hochgewachsenen Mann gesehen zu haben. Dessen Augen und vor allem dessen stechender Blick haben sich unmissverständlich in ihr Gedächtnis eingebrannt. Dies ist der Auslöser, welcher Lindas Leben psychisch und physisch auf den Kopf stellte.
    Als sie während einer Fernsehreportage den Täter wiederzuerkennen glaubt, ist der Schock zunächst groß. Dennoch beschließt sie, dem Mann eine Falle zu stellen …

    „Die Falle“ spielt mit der Kombinationsgabe des Lesers und besticht durch sehr fein gezeichnete Charaktere, dessen mentale Verfassung und körperliche, aber auch sozial Kompetenz vielschichtig an den Leser herangetragen werden.

    Im ersten Erzählstrang erfahren wir Einzelheiten über Lindas Plan und verfolgen ihre Vorbereitungen bis hin zum finalen Treffen. In einem Zweiten bekommen wir aber auch einen Einblick in ihr neuestes Buch „Blutsschwestern“, in dem sie den Mord an ihrer Schwester detailgetreu wieder gibt und so den Täter auf sich aufmerksam machen möchte! Viele Details über das Verhältnis der beiden Schwestern und über Annas widersprüchlichen Charakter.
    Besonders gut hat mir dann auch das eigentliche Treffen zwischen dem Journalisten und der Autorin gefallen, das natürlich einen sehr wichtigen und aussagekräftigen Teil im Buch einnimmt.

    Lindas Charakter wirkt eher labil und von Zweifeln zerfressen. Der Konflikt im Inneren unserer Protagonistin ist genial aufgearbeitet und in meinen Augen ist es eine wahre Kunst, 350 Seiten mit ebendiesem Thema zu füllen ohne in ewige Wiederholungen zu verfallen.

    Auch wenn der Grundton des Thrillers eher ruhig bleibt, versteht es Melanie Raabe sehr gut, mit einfachsten stilistischen Mitteln geschickt die Spannung durch das gesamte Buch aufrecht zu erhalten und am Schluss sogar noch eine Schippe drauf zu legen. Ohne permanente blutrünstige Metzeleien oder gewaltgeladene Szenen. Ein einzelner Mord reicht für die Rahmenhandlung vollkommen aus!