• „Miss Gladys und ihr Astronaut“ | David M. Barnett

    Titel im Original: „Calling Major Tom“
    Autor: David M. Barnett
    Aus dem Englischen übersetzt von Wibke Kuhn
    Verlag: Ullstein Verlag
    Genre: Roman
    Seitenzahl: 410
    ISBN: 978-3-548-28954-0

    Die gute Miss Gladys kann sich nicht mehr alles merken, aber dieser Telefonanruf ist unvergesslich: Der Astronaut Thomas Major ist am Apparat, gerade auf dem Weg zum Mars. Er hat sich natürlich verwählt und will am liebsten gleich wieder auflegen. Aber Miss Gladys und ihre Enkel brauchen seine Hilfe. Zögerlich und leise fluchend wird der Mann im All zum Helfer in der Not. Tausende Kilometer entfernt, führt er die drei auf seine ganz eigene Art durch schwere Zeiten, denn die Familie droht ihr Zuhause zu verlieren. Miss Gladys und ihr Astronaut brauchen einen galaktisch guten Plan …

    Meine Meinung

    Durch die Verstrickung einiger seltsamer Ereignisse soll Thomas Major, der eigentlich im Laborkittel Zuhause ist, als erster Mensch den Mars besiedeln. Von der Welt als „Major Tom“ gefeiert, kehrt er der Erde den Rücken und genießt die Einsamkeit in seinem kleinen Raumschiff.
    Allerdings ist es mit der Ruhe schnell vorbei, als die Kommunikation mit der Erdbasis unterbrochen wird und er die Gunst der Stunde nutzt um seine Ex-Frau anzurufen. Aus Versehen erwischt er jedoch Miss Gladys! … und diese lässt sich nicht mehr ganz so einfach abschütteln! So wird Thomas schnell in die Probleme ihrer Familie mit hineingezogen …

    Ich muss ja gestehen, dass ich bei „Miss Gladys und ihr Astronaut“ auf einen eher leichten, aber amüsanten Roman gehofft habe. Die lockeren und saloppen Sprüche von Major Tom haben auch genau das geschafft, aber Alles in Allem bringt dieses Buch eine gehörige Portion Dramatik und Ernst mit sich. Zwar bekommen wir immer wieder humorvolle Szenen mit mitreißenden Dialogen, aber im Grunde geht es um einen vom Leben gebeutelten Mann, der die Menschen auf der Erde rigoros satt hat und eine Familie, der nicht nur die Obdachlosigkeit droht, sondern sich auch noch vor dem Sozialamt fürchten muss.

    David M. Barnett zeichnet Charaktere, die einem im Gedächtnis bleiben. Miss Gladys, Thomas Major und auch die Kinder sind – jede für sich – zwar schrullig und schräg, aber nie abgedreht oder weltfremd. Gerade die 15-jährige Ally konnte mich sehr von sich überzeugen. Ein starker Charakter, der ungewollt schnell erwachsen werden und die Verantwortung für ihre Familie übernehmen musste. Auch Miss Gladys konnte mich mit ihrer aufkeimenden Vergesslichkeit und ihrer übertrieben britischen, aber lustigen Art fesseln. Einzig Major Tom wurde mir nach einer gewissen Zeit etwas zu viel. Mir ist schon bewusst, dass schlechte Erfahrungen einen Menschen sarkastisch und bösartig werden lassen, und der Autor hat dies auch versucht gut in Major Toms Handeln und seinen Dialogen umzusetzen, aber hier ist er doch ein bisschen über das Ziel hinausgeschossen.

    Der Schreibstil nimmt einen von der ersten Zeile an gefangen und auch die Reminiszenzen sind gerade für die Leser gut gewählt, die sich in Thomas Alter befinden und sich noch selbst an die Zeit von Star Wars und David Bowie erinnern können. Musik und Filme, die Meilensteine bedeuten und ihrem Genre einen Stempel aufsetzen, der noch bis in die heutige Zeit sichtbar ist.

    Ich wurde von dem Buch großartig unterhalten. Ich habe Tränen gelacht und Ohrwürmer singen hören. Und ich habe mir definitiv eine Version zu viel von „Space Oddity“ angehört …
    „Miss Gladys und ihr Astronaut“ ist ein Buch, das uns Herzschmerz und unkontrolliertes Kichern gleichermaßen erleben lässt …!

    Warum der deutsche Titel aus einer gestandenen Großmutter ein Fräulein macht, weiß ich nicht, aber der Schuldige sollte sich vor Gladys und ihrem Nudelholz in Acht nehmen!

  • „Jagd auf die Bestie“ | Chris Carter

    Titel im Original:  „Hunting Evil“
    Autor:  Chris Carter
    Aus dem Amerikanischen übersetzt von Sybille Uplegger
    Verlag:  Ullstein Verlag
    Genre:  Thriller
    10. Fall von Robert Hunter & Carlos Garcia
    Seitenzahl:  413
    ISBN:  978-3-548-29191-8

    Robert Hunter weiß, wie Mörder denken. Der Profiler des LAPD jagt die grausamsten Killer. Der schlimmste von allen war Lucien Folter – hochintelligent und gewaltverliebt. Als Lucien aus der Sicherheitsverwahrung ausbricht, folgt Hunter seiner blutigen Spur. Und der Killer lockt den Widersacher mit einem perfiden Spiel in seine Nähe: Wer ist der Klügere? Wer wird gewinnen?

    Meine Meinung

    Nachdem „Blutrausch“ mit dem überraschenden Ausbruch Lucien Folters aus  dem Hochsicherheitsgefängnisses geendet hat, verfolgen wir in diesem Band nun das „Katz und Maus“-Spiel zwischen den beiden Kontrahenten. Denn Lucien hat Rache geschworen!
    Eigentlich können die Bände dieser Reihe auch unabhängig voneinander gelesen werden. Bei diesem Thriller empfiehlt es sich jedoch, wenigstens den 6. Fall zu kennen, da dieser darauf aufbaut …

    Da Lucien Folter und Robert Hunter absolut ebenbürtige Gegner sind, konnte ich das Erscheinen des 10. Falls um die beiden Ermittler Hunter und Garcia gar nicht mehr erwarten. Alles in Allem ist das Buch ein deutlicher Ausbruch aus Chris Carters sonstiger Schreibroutine, die nicht nur qualitativ hochwertig zu lesen ist, sondern in meinen Augen auch eine ganz neue Sichtweise auf unsere Hauptcharaktere bringt.

    Chris Carter ist bekannt für seine brutalen und grausamen Thriller, bei denen man sich immer wieder fragt, wie er auf solch abartige Tötungsarten kommt. Und auch in diesem Buch lässt er uns, was das betrifft, wirklich nicht im Regen stehen …

    „Jagd auf die Bestie“ liest sich thematisch ebenso rasant und mitreißend, wie bereits seine Vorgänger, die Geschichte an sich, wirkt aber bedeutend ruhiger. Was unter Anderem auch dem Seelenleben von Robert Hunters geschuldet ist: Wir begleiten die Geschichte abwechselnd aus der Sicht unserer Ermittler und der Luciens. Hunter nimmt sich den Ausbruch seines ehemaligen Freundes und die daraufhin folgenden Morde sehr zu Herzen, hatte er doch schon vor 3 Jahren die Möglichkeit, Lucien ein für alle Mal aus dem Gefecht zu ziehen. Er wird immer mehr von Schuldgefühlen zerfressen, er steht den Ereignissen total hilflos gegenüber und man kann seine Angst darauf, was wohl kommen mag wenn das Handy wieder läutet, deutlich spüren.
    Dennoch hat es Chris Carter auch in diesem Buch wieder geschafft, die Kapitel extrem spannend enden zu lassen und ich konnte die Geschichte nur schwer aus der Hand legen!

    Leider hatte ich mit Lucien dann doch so meine Schwierigkeiten. Wenn ich schon einem so komplexen Charakter wie ihm gegenüberstehe, möchte ich ganz genau in seinen Kopf schauen und seinen Wahnsinn hautnah erleben. Leider wirkte aber gerade seine Perspektive gefiltert, übertrieben blumig bzw. pathetisch und in einigen Fällen auch nicht ganz schlüssig. Lucien beschreibt sehr gerne und sehr ausschweifend. Er möchte auffallen! Sich brillieren! Leider waren die daraus resultierenden Dialoge dann aber doch etwas langatmig …

    Im Nachhinein betrachtet hatte ich auf jeden Fall sehr hohe Erwartungen und Vorstellungen an „Jagd auf die Bestie“, die bei einem ganzen Jahr Weitezeit, in denen man sich die besten Schauergeschichten zusammenreimen konnte, natürlich nicht erfüllt wurden. Wie bereits gesagt: Der Thriller fällt total aus der Routine und zeigte mir ein ganz neues Bild meines heißgeliebten Robert Hunters. Dennoch bin ich alles andere als Enttäuscht und freue mich schon auf nächstes Jahr!

  • „Blutrausch – Er muss töten!“ | Chris Carter

    Titel im Original:  „Gallery of the Death“
    Autor:  Chris Carter
    Aus dem Englischen übersetzt von Sybille Uplegger
    Verlag:  Ullstein Verlag
    Genre:  Thriller
    9. Fall von Robert Hunter & Carlos Garcia
    Seitenzahl:  445
    ISBN:  978-3-548-28953-3

    Das Schlafzimmer der jungen Frau ist auf drei Grad runtergekühlt. Doch der Geruch nach Blut ist überwältigend. Die Tote wurde brutal verstümmelt, in ihre Haut ist eine Botschaft geritzt:  „Schönheit umgibt sie“. Profiler Robert Hunter jagt einen Killer mit Künstlerseele, der seine Opfer wie Ausstellungsstücke darbietet. Und der jeden Schritt von Hunter zu kennen scheint.

    Meine Meinung

    Ein verzwickter Fall, ein interessantes Ermittlerteam und ein gerissener Psychopath, der den Ermittlern immer einen Schritt voraus ist …
    Während eines Vortrages wird Robert Hunter zu einem neuen Fall gerufen. Am Tatort wurde eine gehäutete weibliche Leiche mit abgetrennten Händen und Füßen aufgefunden, deren Rücken außerdem eine Botschaft in Latein ziert: „Schönheit umgibt sie“! Der ganze Raum ist in Blut getränkt. Robert Hunter und Carlos Garcia sind schockiert, bietet sich ihnen am Tatort doch ein Bild, das man nur schwer wieder aus dem Kopf bekommt. Allerdings bestätigt die Obduktion, dass die junge Frau erstickt wurde und die Verstümmelungen erst nach ihrem Tod erfolgten. Das macht die Tat zwar nicht besser, aber wenigstens musste das junge Model nicht leiden.
    Nur wenige Stunden später wird die Leiche eins afroamerikanischen Mannes gefunden, jedoch können Hunter und Garcia bis auf den lateinischen Text im Rücken der beiden Opfer keine weiteren Gemeinsamkeiten finden …
    Als wären die Ermittlungen nicht schon knifflig genug, taucht auch noch das FBI auf und erzählt von weiteren Morden. Seltsamerweise reißen die Agenten die Ermittlungen nicht komplett an sich, sondern bitten Hunter und seinen Partner um Hilfe. Für beide Seiten keine einfaches Unterfangen. Und die Uhr tickt!

    „Blutrausch“ wird aus verschiedenen Perspektiven geschildert, so beschreibt der Autor Szenen aus verschiedenen Sichten und lässt uns auch in die Gedankenwelt des Killers eindringen. Der Schreibstil ist leicht und lebendig, mit starken Wendungen und Aha-Momenten und hat mir auch in diesem Band wieder sehr gut gefallen.
    Toll fand ich auch, dass er häufig Roberts Gedankengänge offen lässt und erst einige Kapitel später erläutert. Das regt den Leser zum Nachdenken an und man rätselt unwillkürlich mit …

    Zu der schon bekannten Wortgewandtheit, wirft Chris Carter hier sehr viel Ironie in die Geschichte: Das Carlos Garcia mit seiner flapsigen und sarkastischen Art bei mir immer punkten kann, war ja irgendwie klar, aber in diesem Buch nimmt sein Verhalten neue Formen an. Hier wird das FBI mit seinen Handlungsweisen von der ersten Seite der Zusammenarbeit ins lächerliche gezogen. Agenten, die in der Ermittlungsarbeit durchgehend weit hinter dem LAPD stehen und oft noch nicht mal die klarsten Schlüsse ziehen können. Sie fallen sogar auf die einfachsten Verhörtricks rein. Dennoch strotzen die beiden Agenten vor Arroganz und Überheblichkeit. Wen wundert es da, dass Carlos immer einen passenden Spruch auf den Lippen hat?

    In manchen Situationen habe ich mich aber doch gefragt, wie Robert immer wieder zu seinen plötzlichen Geistesblitzen kommt. Auch wenn er immer eine gute und glaubwürdige Begründung für seine Ausführungen hat!

    Anders als in seinen bisherigen Büchern haben wir am Ende des Bandes eines ziemlich fiesen Cliffhanger auf sein neues Buch! Wann wird es endlich wieder Juli?? … ich kann`s kaum erwarten!

  • „Death Call – Er bringt den Tod“ | Chris Carter

    Titel im Original:  „The Caller“
    Autor:  Chris Carter
    Aus dem Englischen übersetzt von Sybille Uplegger
    Verlag:  Ullstein Verlag
    Genre:  Thriller
    8. Fall von Robert Hunter & Carlos Garcia
    Seitenzahl:  412
    ISBN:  978-3-548-28952-6

    Tanya Kaitlin bekommt einen Videoanruf von ihrer besten Freundin. Was sie sieht ist ein Alptraum: Ihre Freundin ist gefesselt und geknebelt. Um sie zu retten, muss Tanya zwei Fragen richtig beantworten. Doch sie scheitert und ihre Freundin wird vor ihren Augen brutal ermordet!
    Profiler Robert Hunter und sein Partner Carlos Garcia suchen einen Serienmörder, der seinen Opfer in den sozialen Medien auflauert. Er studiert ihre Fehler und nutzt sie für sein perfides Spiel. Und das hat gerade erst begonnen.

    Meine Meinung

    „Death Call“ reiht sich nahtlos in die Riege der rasanten und rundum gelungenen Thriller von Chris Carter ein. In diesem Buch geht es um einen perfiden, aber überaus cleveren Serienmörder, der seine Opfer in den sozialen Medien ausfindig macht und ein unglaubliches Spiel mit ihnen treibt. Per Videochat lässt er ihre engsten Angehörigen und Freunde live an seiner grausamen Tat teilhaben: Schaffen sie es, zwei Fragen zu beantworten, lässt er seine Opfer frei. Liegen sie mit ihren Antworten falsch, müssen sie die Tötung mitansehen. Dieses teuflische Spiel zu gewinnen ist unmöglich!
    Die Leichen sind erschreckend zugerichtet, daher ziehen die Behörden schnell die Detectives des Morddezernats zu den Ermittlungen hinzu. Robert Hunter und Carlos Gracia stürzen sich auf den Fall! Die Jagd nach dem Mörder beginnt…

    Die Spannung wird direkt zu Beginn des Buches aufgebaut und hält sich konstant bis zum Schluss. Der Schreibstil ist fesselnd und leicht, dennoch bekommen wir auch hier wieder eine auffallend gute Wortgewandtheit, die mir mehr als einmal ein Schmunzeln heraus gekitzelt hat. Zudem war der Verlauf der Geschichte für mich keineswegs vorhersehbar und auch mit diesem Ausgang bzw. der Identität des Täters hätte ich nicht gerechnet.

    Wie immer wird die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven erzählt und die einzelnen Kapitel sind recht kurz gehalten. Ganz Besonders gut gefallen hat mir die Verstrickung zwischen dem Serienmörder und einer außenstehenden Person, die zwar als Angehöriger in die Geschichte hineingezogen wurde, recht schnell aber eine ganz andere – aggressivere – Rolle in dem Buch einnimmt.

    Chris Carter nimmt sich hier eines sehr aktuellen Themas an, dass schonungslos die Schattenseiten der sozialen Medien aufgezeigt. Welche Informationen darf ich als Privatmensch im Internet preisgeben? Und wie schnell können diese gegen mich verwendet werden? Wie gefährlich können ganz locker ausgesprochene Aussagen über andere Personen von Dritte verwendet werden?
    Soziale Medien wie Facebook, Instagram und Co. sind auch für mich nicht mehr aus meinem Leben wegzudenken, dennoch sollten sie mit Hirn und  einer guten Portion Voraussicht verwendet werden. Auch wenn es im Internet oft so suggeriert, wir sind nicht mehr unangreifbar im World Wide Web!

    Insgesamt wieder ein sehr gut geschriebener Thriller ohne unnötige Längen, mit überraschenden Wendungen und einer abwechslungsreichen Handlung!

  • „I am Death. Der Totmacher.“ | Chris Carter

    Titel im Original: „I am Death“
    Autor: Chris Carter
    Aus dem Englischen übersetzt von Sybille Uplegger
    Verlag: Ullstein Verlag
    Genre: Thriller
    7. Fall von Robert Hunter & Carlos Garcia
    Seitenzahl:  381
    ISBN: 978-3-548-28173-3

    Denn ich bin der Tod …
    Vor dem Los Angeles International Airport wird eine brutal zugerichtete Leiche gefunden. In ihrem Hals steckt ein Zettel mit einer Botschaft:  Ich bin der Tod. Profiler Robert Hunter ist der Einzige, der den Täter finden kann. Bald hat er einen Verdacht. Doch da taucht eine weitere Leiche auf. Ein grausames Spiel beginnt …

    Meine Meinung

    Eine bestialisch misshandelte Frauenleiche wird in der Nähe des Los Angeles International Airport aufgefunden. In ihr hat der Mörder eine Botschaft hinterlassen: „Ich bin der Tod“!
    Kaum ist Robert Hunter von seinem „Urlaub“ zurück, erwartet ihn und seinen Partner Carlos Garcia bereits ein neuer grausamer Fall. Sie müssen einen an Brutalität kaum zu übertreffenden Mörder fassen. Dieser scheint keine Spuren zu hinterlassen, während er immer wieder den Kontakt zu den Ermittlungsbehörden sucht. Der Totmacher wütet in Los Angeles und stellt die Ermittler vor ein großes Rätsel.

    Der Schreibstil ist wie immer flüssig und leicht, jedoch haben mich die Spannungsbögen in diesem Band etwas im Stich gelassen. Die kurzen Kapitel laden zum Weiterlesen ein und es folgt ein Cliffhanger nach dem Anderen. Auch die brutalen Szenen fand ich wie gewohnt markerschütternd, die Geschichte wird aber deutlich ruhiger und sachlicher erzählt. Meiner Wahrnehmung nach, gehen wir dafür aber etwas tiefer in die Details der Ermittlungsarbeit.
    Man fragt sich ständig „wer ist „der Tod“?“ und wie kommt er auf seine perfiden Ideen. Zeitgleich bangt man mit den Opfern und hofft doch, dass die Frauen der Entführung und den Qualen noch entkommen können …

    Anders als erwartet und auch von den bisherigen Bänden gewohnt, kam das Ende für mich sehr plötzlich und eher lauwarm. Normalerweise werden gerade die Schlussszenen von Chris Carter besonders zelebriert. In „I am Death“ kamen sie Schlag auf Schlag und der große Showdown bleibt eher unaufgeregt. Dennoch ist das Ende logisch nachvollziehbar und wie immer total unerwartet. Der Hintergrund der Taten ist dramatisch und ging mir sehr ans Herz!

    Robert Hunter und Carlos Garcia sind wie immer professionell bei der Arbeit. Ihr Verhältnis ist merkbar innig, jedoch werden weder Schnulz noch übertriebenes Freundschaftsgeplänkel an den Leser weitertransportiert. Sie sind einfach zwei tolle und sympathische Ermittler, die „nur“ ihren Job machen.