• Kolumne | Bergamotte Pop-Up-Store Wien

    Mit vielen Pflanzen in Gepäck und einer tollen Auswahl an Accessoires wurden am 5. Dezember die Türen zum kultigen Pop-up Dschungel der Firma „Bergamotte“ in Wien eröffnet.
    Das Team führt ein urbanes Gewächshaus mit einer großen Auswahl von über 4.000 Pflanzen. Hier ist definitiv für Jeden das Richtige dabei:  Von Kakteen, über Hängepflanzen, Monsteras, Palmen, bis hin zu meinen heiß geliebten Calatheen. Und das zum wirklich kleinen Preis …

    Die Gründer des Pop-up Dschungels haben ihr Angebot allerdings nicht als reinen Pflanzenhandel konzipiert. Sie möchten uns einen einwandfreien Service, mit unvergleichbarer Qualität bieten. Und nach meinem ersten Besuch in Wien, kann ich das auch absolut bestätigen! Ich war wirklich lange in dem Shop und habe mich umgesehen. Eine Pflanze ist schöner und gesünder als die Andere … und auch jetzt – einige Tage später – bin ich von meinen zwei mitgebrachten Lieblingen total begeistert!
    Die Gründer sehen es als Kern ihrer Arbeit, das tägliche Geschenk der Natur zu erhalten!
    „Wir müssen erst wissen, woher wir kommen, um zu wissen, wohin wir gehen, richtig?“ Dementsprechend ist es ihnen wichtig, die Herkunft jeder ihrer Pflanzen zu kennen und eine enge Zusammenarbeit mit den Züchtern zu halten.

    Trotz der rustikalen Ausstattung des Pop-up-Stores war das Ambiente der Wahnsinn!
    Betritt man den Raum, wird man sofort von dem satten Grün und den tollen Farben eingenommen. Und auch wenn die Regale vielleicht im ersten Augenblick etwas überfordernd wirkten, waren die Pflanzen wirklich toll und übersichtlich präsentiert. Ich hatte sofort einen guten Überblick und auch genügend Platz um mir die für mich perfekte Pflanze herauszusuchen.
    Während des Rundgangs standen uns immer wieder Mitarbeiter mit Rat und Tat zur Seite und konnten sicher vielen Besuchern weiterhelfen. Meinen allergrößten Respekt zolle ich aber dem jungen Mann, der den Zugang an der Tür regulierte. Schon als ich in die Piaristengasse eingebogen bin, ist mir die lange Warteschlange vor dem Shop aufgefallen. Ohne den Türsteher wäre das ganze Unterfangen echt in die Hose gegangen, die Leute hätten den Shop ohne mit der Wimper zu zucken gestürmt! Ein sehr freundlicher und höflicher junger Mann, mit den perfekten Manieren, der sogar einer Mama den Kinderwagen über die Treppe getragen hat! Wirklich toll!

    Leider konnte ich während meines Besuches keine eigenen Bilder schießen, es war wirklich gesteckt voll und ich hätte fremde Leute mit abgelichtet, hier könnt ihr euch aber meine Ausbeute ansehen!
    Zum einen wäre das eine wunderschöne große Calathea Warscewiczii, die ich so noch gar nicht auf dem Schirm hatte, die mich im Shop aber total umgeworfen hat. Und eine Alocasia „Red Secret“. Im Moment meine einzige Alocasie, die mir keine Probleme macht und trotz Winterruhe wächst und gedeiht!

  • Kolumne | Buch Wien 2019

    Die Wiener Buchmesse ist nun schon einige Tage her und ich bin immer noch im Messe-Blues.
    Kennt ihr das auch?

    Schön langsam setzen sich die Eindrücke, Gespräche nehmen Formen an und es freut mich, am Samstag so viele tolle Menschen kennen gelernt zu haben.

    Die „Buch Wien 2019“, die dieses Jahr vom 6. bis 10. November stattfand, zeigte sich im zwölften Jahr größer und internationaler denn je. Insgesamt waren 25 Nationen auf der Messe vertreten. 385 Aussteller präsentierten ihre Verlage und Institutionen und 575 Autoren und Autorinnen waren mit über 500 Veranstaltungen beteiligt, was im Vergleich zum letzten Jahr doch eine deutliche Steigerung zeigte
    (417 Autoren / 425 Veranstaltungen).
    Das Programm verteilte sich auf 5 Messetage und auf 35 Locations in Wien!

    Nach dem ersten Rundgang lag mein Hauptaugenmerk ganz klar auf den Lesungen!
    Nina Bossong, Alex Beer, René Anour, Mira Morton und viele mehr. Tolle österreichische Autoren und jeder für sich in meinen Augen auch ein Meister seines Genres. René Anour kannte ich bereits semipersönlich über Instagram und war von seiner Lesung zu „Im Schatten des Turmes“ total begeister. Der Mann kann sogar singen!
    Bei Alex Beer hatte ich zu meiner eigenen Überraschung einen kleinen „Fangirl-Anfall“ der Extraklasse. All Inclusive:  Stottern, Schnappatmung, blödes Gekicher und die vermutlich dümmste und vertrotteltste Satzgestaltung meines Lebens. Daweil sitzt gerade sie auf meinem persönlichen Olymp der Krimiautoren ganz oben! Sowas peinliches, he!
    Die Autorin Mira Morton konnte ich am Samstag ganz frisch für mich entdecken. Durch Zufall bin ich an ihrer Lesung vorbei gelaufen und ihre tolles Kleid und die „sinnliche“ Stimme haben mich sofort abbremsen lassen. Die Frau hat Pfeffer, Power und ist unglaublich sympathisch. Und wenn man dann auch noch in Wiener Mundart schreibt, bin ich ja sofort Feuer und Flamme …

    Auch die Ausstellung „Die letzten Tage der Menschheit“ der österreichischen Künstlerin Deborah Sengl war sehr interessant, aber auch verstörend für mich.
    Sie hat eine raumgreifende Arbeit geschaffen, die Geschichte, Literatur und zeitgenössische Kunst auf außergewöhnliche Weise miteinander verbindet.
    2014 jährte sich der Ausbruch des Ersten Weltkriegs zum hundertsten Mal. Kein anderes literarisches Werk hat die Stimmung der damaligen Zeit sowie die Unmenschlichkeit und Absurdität des Krieges so komprimiert und präzise eingefangen wie „Die letzten Tage der Menschheit“ von Karl Kraus. Deborah Sengl reagiert in ihrer bisher größten Ausstellung mit unverwechselbarem Gespür auf Kraus’ Text und interpretiert Szenenausschnitte und Dialoge mit rund 200 präparierten weißen Ratten neu.

    Die „Buch Wien 2019“ war meine erste Buchmesse, die ich mit den Augen eines Bloggers besucht habe.
    Dank den tollen Verlagsmitarbeitern vor Ort, konnte ich viel neues Wissen mitnehmen und auch einige Unklarheiten meinerseits beseitigen.

    Natürlich ist die „Buch Wien“ nicht mit den großen Messen in Leipzig oder Frankfurt zu vergleichen, aber sie hat ihren eigenen Flair und ich bin immer wieder gerne zu Gast.