• Kolumne | Luftreinigende Pflanzen

    Ein gesundes Raumklima ist das A und O für Produktivität und Wohlbefinden …
    Fühlst du dich oft müde, schlapp oder unkonzentriert? … dann könnte die schadstoffhaltige Luft in deinem Umfeld eine der gravierenden Ursachen dafür sein. Vor allem im Winter, wenn wir dazu neigen, zu wenig zu lüften …

    Luftreinigende Pflanzen können beim Abbau von Schadstoffen helfen und verbessern das Raumklima!

    Besonders in geschlossenen Räumen, wie dem Büro oder dem Wohnzimmer sammeln sich zahlreiche Schadstoffe in der Luft an. Diese gasförmigen Stoffe sind unsichtbar, können aber starke Auswirkungen auf unsere Gesundheit mit sich bringen.
    Das „Sick-Building-Syndrom“, oder auch „Gebäudekrankheit“ genannt, beschreibt den krankhaften Zustand von Personen, der sich nur dann zeigt, wenn sich diese in einem bestimmten geschlossenen Bereich aufhalten. Verlässt die Person das Gebäude, verschwinden die Symptome wieder. Wir sprechen hier über Beschwerden im Allgemeinwohl und klagen über Müdigkeit, Schlaflosigkeit oder Unkonzentriertheit. Die Ursachen für die „Gebäudekrankheit“ können auf einen hohen Schadstoffgehalt in der Luft zurückgeführt werden!

    Formaldehyd!  Dieser Schadstoff ist in Innenräumen am häufigsten zu finden. Er kommt von Autoabgasen, Zigarettenrauch oder durch die Benutzung eines Gasherdes. Weiters beinhalten manche Textilien, Klebstoffe und Desinfektionsmittel Formaldehyd.
    Gesundheitliche Folgen sind eine Reizung der Schleimhäute, Augenreizungen, Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit oder Nervosität.

    Benzol!  Benzol ist ein Kohlenwasserstoff und ist ebenso in Abgasen von Fahrzeugen und Zigarettenrauch zu finden. Außerdem entsteht er bei der Benutzung eines Kaminofens und anderen Verbrennungsvorgängen. Wohnungen in der Nähe von Garagen, Tankstellen oder an viel befahrenen Straßen weisen oft besonders hohe Benzolwerte auf. Symptome wie Müdigkeit, Schwäche, Schwindel und Herzklopfen können hervorgerufen werden.

    Xylol!  Dieser Stoff kommt in Lacken, Farbstoffen, Gummi und Pestiziden vor. Er ist gesundheitsschädlich, wenn er von Menschen über die Haut oder die Atemwege aufgenommen wird. Auswirkungen sind Gedächtnis- und Orientierungsstörungen, Schwindel, Kopfschmerzen und Atemnot.

    Trichlorethylen!   Dieser Stoff kommt besonders oft in Reinigungsmitteln vor. Dessen Einatmen kann zu Reizungen der Atemwege führen und verursacht Symptome wie Schwindel, Kopfschmerzen und Benommenheit!

    Jetzt fragst du dich wahrscheinlich, wie du diese Schadstoffe aus der Wohnung bekommst?

    Luftreinigende Zimmerpflanzen! Zu verdanken haben wir diese Entdeckung der NASA. Deren Experten wollen herausfinden, wie sie die schadstofflastige Luft in Raumstationen verbessern können. Das Ergebnis ihrer Studie zeigte, dass bestimmte Pflanzen Schadstoffe aus der Luft filtern können. So können zum Beispiel Grünlilien den Gehalt von Formaldehyd im Raum an einem Tag um 86% senken!
    Die grünen Luftverbesserer wandeln also nicht nur Co² in Sauerstoff um, sondern sind auch in der Lage, Schadstoffe aus der Luft zu filtern. Besonders Räume, die nicht oft gelüftet werden bzw. keine gute Durchlüftung haben, profitieren hier.

    Die Pflanzen nehmen die Schadstoffe über kleine Spaltöffnungen in den Blättern auf und geben diese über das Transportsystem der Wurzeln in die Erde ab, wo sie schlussendlich von Mikroorganismen zerlegt und verarbeitet werden. Auch die Wurzeln der Pflanze haben die Fähigkeit, Schadstoffe direkt aus der Luft aufzunehmen und in Nährstoffe wie Glukose umzuwandeln.

    Grundsätzlich wird eine Pflanze pro 9 m² empfohlen. Also ungefähr zwei Pflanzen pro Raum, um einen Effekt erzielen zu können. Es gilt aber: Je mehr Pflanzen, desto besser ist die Luft.

    Luftreinigende Pflanzen

    – Grünlilie
    – Einblatt
    – Drachenbaum
    – Bogenhanf
    – Gemeiner Efeu
    – Chrysantehmen
    – Zwerg-Dattelpalme

     

    – Aloe Vera
    – Efeutute
    – Birkenfeige
    – Nephthytis
    – Gerbera
    – Dieffenbachia
    – Gummibaum

  • Kolumne | Pflanzen in Ton

    Die Pflanzen-Community ist wirklich etwas ganz besonderes. Jeder hilft jeden und man kann ganz wunderbare Gespräche miteinander führen, aber gerade bei den Töpfen und dem Substrat scheiden sich wirklich die Geister!

    Heute möchte ich euch etwas mehr über Ton bzw. Terracotta erzählen!

    Die meisten Gärtner haben schon vor Jahrzenten auf Plastik umgestellt und auch in Privathaushalten zeigt die Praxis, dass sich Pflanzen in Kunststoffgefäßen absolut wohlfühlen und gerade für Pflanzenanfänger sehr viel leichter zu pflegen sind! Die Gründe liegen vor allem in der wasserabweisenden Eigenschaft. Die gesamte Feuchtigkeit wird in der Erde gespeichert und überschüssiges Gießwasser kann durch die Löcher am Boden ablaufen. Dadurch ist Staunässe oder Übergießen so gut wie unmöglich! Und da die meisten Plastikgefäße jetzt nicht so ästhetisch aussehen, werden diese einfach in stylischen Übertöpfen versteckt.

    Ich persönlich habe auch so angefangen, habe meine Pflanzen aber schon nach einigen Monaten in Tongefäße umgesetzt. Ich liebe es!
    Ton ist kein wasserabweisendes Material. Hier nimmt der Topf selbst überschüssiges Wasser auf und gibt es über einen undefinierbaren Zeitraum, der natürlich immer von der aktuellen Witterung und dem allgemeinen Zustand der Pflanze abhängig ist, wieder an die Erde ab. Andersherum gesehen kann sich die Pflanze aber auch das überschüssige Wasser aus dem Ton ziehen. Quasi als Vorratsspeicher!

    Sukkulenten und Kakteen gieße ich eigentlich nur noch von außen. Einige meiner Pflanzen sind so dicht gewachsen, dass ich nicht das Gefühl habe, sie mit der normalen Bewässerung ordentlich versorgen zu können. Daher gieße ich das Wasser in die Unterlegschale meines Tontopfes und lasse die Pflanze sich selbst versorgen. Das klappt wunderbar!

    Der Ton kontrolliert auch sehr schön die Temperatur im Inneren. Durch die Verdunstung des Wassers über die Wände kühlen die Pflanzenwurzeln aus, da bei der Umwandlung in Wasserdampf Energie verbraucht wird. Gerade bei Zimmerpflanzen ist dies im Sommer ein klarer Vorteil!

    Ebenso wie die Plastikgefäße, haben die Töpfe ein Loch auf der Unterseite, durch das überschüssiges Wasser ablaufen kann. Ich persönlich lege hier nochmal eine Tonscherbe darüber, bevor ich die Pflanze mit dem neuem Substrat einsetzte um ein Verstopfen zu verhindern und einen ungehemmten Wasserabfluss zu sichern.

    Es gibt aber auch einen wirklich unschöner Nachteil beim Ton …
    Da das Wasser an der Außenwand verdunstet, entstehen immer wieder weiße Kalkflecken. Die Töpfe müssen also regelmäßig gereinigt werden. Wird der Topf nicht beachtet können auf längere Zeit gesehen auch Moose und Flechten entstehen.

  • Kolumne | Pflanzen machen Glücklich

    Es ist wahr! Pflanzen machen glücklich!
    Sie sind mehr als nur reine Dekoration in deiner Wohnung!

    Schon vor Tausenden von Jahren hatten unsere Vorfahren Pflanzen, nur um sich an dessen Anblick und Wachstum zu erfreuen. Das beste Beispiel hierfür sind die hängenden Gärten von Babylon. Die Gemahlin des Babylonischen Königs Nebukadnezar II. sehnte sich nach den Wäldern und Bergen aus ihrer Heimat. Daraufhin ließ der König die hängenden Gärten erbauen, in denen laut Überlieferung bis zu 24m hohe Bäume standen und die mit vielen Pflanzen und Brunnen geschmückt waren.
    Leider fehlt von diesen Gärten bis heute jede Spur, dennoch gehören sie zu den 7 Weltwundern der Antike!

    Heutzutage halten sich die Menschen immer mehr in Gebäuden auf. Natürlich gilt dies noch vermehrter für Menschen, die in Großstädten leben. Bei der Arbeit, Zuhause, aber auch in der Freizeit befinden wir uns immer mehr in geschlossenen Räumen und wir müssen gezielt zu einem Spaziergänge auf der frischen Luft aufbrechen oder Tagesausflüge außerhalb der Stadt planen um unserer Seele und unserem Körper etwas Gutes zu tun.
    Gerade in diesen Lebensphasen macht es uns besonders glücklich zu sehen, wie Pflanzen wachsen, neue Blätter entstehen und aus Knospen Blüten werden. Selbst wenn sie nur am Fenster oder in einer tristen Ecke stehen oder von der Decke hängen, sie bereichern unser Leben und haben eine positive Wirkung auf uns und unser Umfeld.

    Auch in Krankenhäusern fühlen sich die Patienten umgeben von Zimmerpflanzen viel wohler und sind weniger gelangweilt. In manchen Studien wird auch von einer heilenden Wirkung nur durch deren bloße Anwesenheit gesprochen.

    Pflanzen sind etwas ganz besonderes! Sie können dir ganz leicht ein Lächeln ins Gesicht zaubern!
    Viele Zimmerpflanzen sind wirklich pflegeleicht, benötigen kaum Wasser und einige sogar keine Erde.
    Es gibt also keine Ausreden mehr, warum du dir keine Pflanzen in deinen Alltag holen solltest.
    Eher im Gegenteil, es gibt so viele Gründe dir deinen eigenen kleinen Dschungel zu errichten …