• Kolumne #5 | Pflanzen in Ton

    Die Pflanzen-Community ist wirklich etwas ganz besonderes. Jeder hilft jeden und man kann ganz wunderbare Gespräche miteinander führen, aber gerade bei den Töpfen und dem Substrat scheiden sich wirklich die Geister!

    Heute möchte ich euch etwas mehr über Ton bzw. Terracotta erzählen!

    Die meisten Gärtner haben schon vor Jahrzenten auf Plastik umgestellt und auch in Privathaushalten zeigt die Praxis, dass sich Pflanzen in Kunststoffgefäßen absolut wohlfühlen und gerade für Pflanzenanfänger sehr viel leichter zu pflegen sind! Die Gründe liegen vor allem in der wasserabweisenden Eigenschaft. Die gesamte Feuchtigkeit wird in der Erde gespeichert und überschüssiges Gießwasser kann durch die Löcher am Boden ablaufen. Dadurch ist Staunässe oder Übergießen so gut wie unmöglich! Und da die meisten Plastikgefäße jetzt nicht so ästhetisch aussehen, werden diese einfach in stylischen Übertöpfen versteckt.

    Ich persönlich habe auch so angefangen, habe meine Pflanzen aber schon nach einigen Monaten in Tongefäße umgesetzt. Ich liebe es!
    Ton ist kein wasserabweisendes Material. Hier nimmt der Topf selbst überschüssiges Wasser auf und gibt es über einen undefinierbaren Zeitraum, der natürlich immer von der aktuellen Witterung und dem allgemeinen Zustand der Pflanze abhängig ist, wieder an die Erde ab. Andersherum gesehen kann sich die Pflanze aber auch das überschüssige Wasser aus dem Ton ziehen. Quasi als Vorratsspeicher!

    Sukkulenten und Kakteen gieße ich eigentlich nur noch von außen. Einige meiner Pflanzen sind so dicht gewachsen, dass ich nicht das Gefühl habe, sie mit der normalen Bewässerung ordentlich versorgen zu können. Daher gieße ich das Wasser in die Unterlegschale meines Tontopfes und lasse die Pflanze sich selbst versorgen. Das klappt wunderbar!

    Der Ton kontrolliert auch sehr schön die Temperatur im Inneren. Durch die Verdunstung des Wassers über die Wände kühlen die Pflanzenwurzeln aus, da bei der Umwandlung in Wasserdampf Energie verbraucht wird. Gerade bei Zimmerpflanzen ist dies im Sommer ein klarer Vorteil!

    Ebenso wie die Plastikgefäße, haben die Töpfe ein Loch auf der Unterseite, durch das überschüssiges Wasser ablaufen kann. Ich persönlich lege hier nochmal eine Tonscherbe darüber, bevor ich die Pflanze mit dem neuem Substrat einsetzte um ein Verstopfen zu verhindern und einen ungehemmten Wasserabfluss zu sichern.

    Es gibt aber auch einen wirklich unschöner Nachteil beim Ton …
    Da das Wasser an der Außenwand verdunstet, entstehen immer wieder weiße Kalkflecken. Die Töpfe müssen also regelmäßig gereinigt werden. Wird der Topf nicht beachtet können auf längere Zeit gesehen auch Moose und Flechten entstehen.

  • Kolumne #2 | Pflanzen machen Glücklich

    Es ist wahr! Pflanzen machen glücklich!
    Sie sind mehr als nur reine Dekoration in deiner Wohnung!

    Schon vor Tausenden von Jahren hatten unsere Vorfahren Pflanzen, nur um sich an dessen Anblick und Wachstum zu erfreuen. Das beste Beispiel hierfür sind die hängenden Gärten von Babylon. Die Gemahlin des Babylonischen Königs Nebukadnezar II. sehnte sich nach den Wäldern und Bergen aus ihrer Heimat. Daraufhin ließ der König die hängenden Gärten erbauen, in denen laut Überlieferung bis zu 24m hohe Bäume standen und die mit vielen Pflanzen und Brunnen geschmückt waren.
    Leider fehlt von diesen Gärten bis heute jede Spur, dennoch gehören sie zu den 7 Weltwundern der Antike!

    Heutzutage halten sich die Menschen immer mehr in Gebäuden auf. Natürlich gilt dies noch vermehrter für Menschen, die in Großstädten leben. Bei der Arbeit, Zuhause, aber auch in der Freizeit befinden wir uns immer mehr in geschlossenen Räumen und wir müssen gezielt zu einem Spaziergänge auf der frischen Luft aufbrechen oder Tagesausflüge außerhalb der Stadt planen um unserer Seele und unserem Körper etwas Gutes zu tun.
    Gerade in diesen Lebensphasen macht es uns besonders glücklich zu sehen, wie Pflanzen wachsen, neue Blätter entstehen und aus Knospen Blüten werden. Selbst wenn sie nur am Fenster oder in einer tristen Ecke stehen oder von der Decke hängen, sie bereichern unser Leben und haben eine positive Wirkung auf uns und unser Umfeld.

    Auch in Krankenhäusern fühlen sich die Patienten umgeben von Zimmerpflanzen viel wohler und sind weniger gelangweilt. In manchen Studien wird auch von einer heilenden Wirkung nur durch deren bloße Anwesenheit gesprochen.

    Pflanzen sind etwas ganz besonderes! Sie können dir ganz leicht ein Lächeln ins Gesicht zaubern!
    Viele Zimmerpflanzen sind wirklich pflegeleicht, benötigen kaum Wasser und einige sogar keine Erde.
    Es gibt also keine Ausreden mehr, warum du dir keine Pflanzen in deinen Alltag holen solltest.
    Eher im Gegenteil, es gibt so viele Gründe dir deinen eigenen kleinen Dschungel zu errichten …