• „Die blaue Auferstehung“ | Frank Martin

    Abgebrochenes Buch!

    Autor: Frank Martin
    Verlag: Selbstpublisher
    Genre: Horror  |  Historischer Roman
    Seitenzahl:  570
    ISBN: 978-1-587-1158-2

    Franken, 10. Jahrhundert, Wintereinbruch. Feindliche Heere ziehen durch das trostlose Hungerland. Der Leibeigene Richard ist auf der Suche nach einer Ziege als unweit von ihm ein blau schimmernder Meteorit einschlägt. Kurz darauf erheben sich die Toten aus ihren Gräbern und trachten als grausige Wiedergänge nach dem Fleisch jeglichen Lebens.

    Richard kann, alleine mit seiner Hirtenschleuder bewaffnet fliehen – ihm bleibt nur eine Chance, wenn er überleben will: die Flucht durch das mit Untoten verseuchte Moor!

    Meine Meinung

    Auch wenn ich „Die blaue Auferstehung“ von Frank Martin nicht bis zum bitteren Ende durchgehalten habe, ist es dennoch ein wirklich lesenswertes und interessantes Buch.

    Wir befinden uns im winterlichen Franken des 10. Jahrhunderts. Feindliche Heere ziehen vom Hunger ausgezehrt durch das trostlose Land. Der Leibeigene Richard ist auf der Suche nach einer Ziege, als unweit von ihm ein blau schimmernder Meteorit einschlägt. Kurz darauf erheben sich die Toten aus ihren Gräbern und trachten als Wiedergänger nach dem Fleisch jeglichen Lebens.
    Auch Wulf, ein Verbrecher und skrupelloser Krieger, der nach einer verlorenen Schlacht gegen die Ungarn von seinen Kameraden zum Sterben zurückgelassen und von dem Geistlichen Bruder Martinus gesund gepflegt wurde, stellt sich gemeinsam mit dem Mönch dem Kampf gegen die Untoten!

    Die Zombies in „Die blaue Auferstehung“ sind absolut Old School: Hirntot, Staksend und Instinktgesteuert! Anders als in manch bekannten Verlagsbüchern funktioniert hier die Apokalypse im tiefsten Mittelalter aber wirklich gut. Das Frankenreich lag damals schon in den letzten Zügen und der Krieg war allgegenwertig. Auf Grund der altertümlichen Waffen sind die Kämpfe gegen die Untoten sehr klassisch und auch von Frank Martin sehr gut und zackig beschrieben.
    Auch die Gesellschaftsordnung in dieser Zeit und der raue Umgang der Menschen wurden gut in die Handlung mit eingebaut und brachten zusätzlich noch den gewünschten Charme mit.

    Leider geht im Laufe des Buches die Handlung zu Gunsten von Action und Metzeleien verloren!
    Die Seiten sind gespickt von spritzendem Blut, splitternden Knochen und freigelegten Gedärmen … und das gefühlt in jedem zweiten Absatz! Unsere Protagonisten machen sich auf die Reise, werden von Wiedergängern in die Enge getrieben und schlachten diese ab. Dann laufen sie wieder weiter um drei Seiten später in den nächsten Hinterhalt zu geraten! Und so zieht es sich durch die Kapitel …
    Nach den ersten 20 gespaltenen Schädeln ist der Reiz nur noch halb so schön …

    Es bauen sich zwar mehrere Handlungsstränge auf, die auch zusammengeführt werden, aber durch das andauernde auftauchen von neuen Untoten kommt die eigentliche Geschichte nicht mehr in den Vordergrund!

    Wenn ihr mit diesem Faktor gut umgehen könnt, ist dieses Buch sicher genau das Richtige für euch! Die Story ist wirklich toll, die Charaktere sind schön ausgearbeitet und der Schreibstil ist mitreißend und flüssig! Nur die Umsetzung war für mich das Problem!