„Das flammende Kreuz“ | Diana Gabaldon

Titel im Original:  „The Fiery Cross“
Autor: Diana Gabaldon
Aus dem Englischen übersetzt von Barbara Schnell
Verlag: Drömer Knaur
Genre: Historischer Roman
Outlander-Saga, Band 5
Seitenzahl:  1.356
ISBN:  978-3-426-51822-9

North Carolina 1770. Jamie und Claire Fraser haben in den britischen Kolonien Nordamerikas Fuß gefasst, doch die Ruhe und der Frieden auf ihrem Anwesen Fraser`s Ridge sind trügerisch. Denn unter den immer zahlreicher einwandernden Siedlern gärt es, zunehmend unwillig nehmen die Einwohner der Kolonien die Bevormundung durch die britische Zentralregierung hin. Als es zu ersten Aufständen kommt, muss auch Jamie sich entscheiden, auf wessen Seite er stehen will.

Für Claire ist die Situation noch schlimmer: Sie weiß, dass der Regulatorenkrieg ihre und Jamies Liebe auf die härteste Probe seit langem stellen wird.

Meine Meinung

„Das flammende Kreuz“ ist für mich auf jeden Fall der familiärste Teil der Reihe. Endlich hetzt man nicht mehr nur von einer Katastrophe zur Nächsten, sondern kann sich auch mal am aufregenden Alltag der Frasers und MacKenzies laben. Auch die neuen Pächterfamilien sind eine interessante Fassette in diesem Buch, da sie unterschiedlicher nicht sein können.

„Fraser’s Ridge“ entwickelt sich zu einer starken Gemeinschaft. Die Pächter bewirtschaften die Ländereien. Werkstätten werden errichtet. Jamie geht voll und ganz in seiner Stellung als Gutsherr und Verwalter auf und Claire betätigt sich als Ärztin. Natürlich zeigt sie dabei Kenntnisse, die ihrer Zeit weit voraus sind, da sie aus der Zukunft stammen.
Aber auch der Amerikanische Unabhängigkeitskrieg steht kurz vor dem Ausbruch. Darüber sind vor allem Claire und Jamie besorgt, denn sie wissen aus eigener Erfahrung, wie grausam militärische Auseinandersetzungen sind.

Doch im Jahre 1771 ist der bevorstehende Krieg noch nicht die Hauptsorge der Bewohner von „Fraser’s Ridge“. Mehr zu schaffen macht ihnen der bereits entbrannte Konflikt zwischen den reichen Plantagenbesitzern an der Küste und den mittellosen, nach Siedlungsmöglichkeiten suchenden Bewohnern des Hinterlandes. Die Regulatoren wollen mit allen Mitteln an die Macht!

Die Liebesgeschichte um Brianna und Roger ist für mich eine wunderbare Zugabe und auch der Schriftverkehr zwischen Jamie und Lord John gefiel mir sehr gut.

Auch in diesem Band war ich wieder ein Teil der Frasers. An manchen Stellen kamen mir so plötzlich die Tränen, dass ich die Buchstaben nicht mehr erkennen konnte und an Anderen wiederum, konnte ich vor Lachen gar nicht mehr aufhören. Als Leser kann man gar nicht anders, als sich von der Geschichte mitreißen zu lassen!

Diana Gabaldon konnte mir auch in „Das flammende Kreuz“ wieder die damaligen Lebensumstände bis ins kleinste Detail näherbringen. Ihr witziger und dennoch sehr detailreicher und spannender Schreibstil ist perfekt. Einmalig sind auch ihre Beschreibungen der Gerüche oder Geschmäcker. Ich würde sagen, sie steigert sich mit jedem Band!

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