„Death Call – Er bringt den Tod“ | Chris Carter

Titel im Original:  „The Caller“
Autor:  Chris Carter
Aus dem Englischen übersetzt von Sybille Uplegger
Verlag:  Ullstein Verlag
Genre:  Thriller
8. Fall von Robert Hunter & Carlos Garcia
Seitenzahl:  412
ISBN:  978-3-548-28952-6

Tanya Kaitlin bekommt einen Videoanruf von ihrer besten Freundin. Was sie sieht ist ein Alptraum: Ihre Freundin ist gefesselt und geknebelt. Um sie zu retten, muss Tanya zwei Fragen richtig beantworten. Doch sie scheitert und ihre Freundin wird vor ihren Augen brutal ermordet!
Profiler Robert Hunter und sein Partner Carlos Garcia suchen einen Serienmörder, der seinen Opfer in den sozialen Medien auflauert. Er studiert ihre Fehler und nutzt sie für sein perfides Spiel. Und das hat gerade erst begonnen.

Meine Meinung

„Death Call“ reiht sich nahtlos in die Riege der rasanten und rundum gelungenen Thriller von Chris Carter ein. In diesem Buch geht es um einen perfiden, aber überaus cleveren Serienmörder, der seine Opfer in den sozialen Medien ausfindig macht und ein unglaubliches Spiel mit ihnen treibt. Per Videochat lässt er ihre engsten Angehörigen und Freunde live an seiner grausamen Tat teilhaben: Schaffen sie es, zwei Fragen zu beantworten, lässt er seine Opfer frei. Liegen sie mit ihren Antworten falsch, müssen sie die Tötung mitansehen. Dieses teuflische Spiel zu gewinnen ist unmöglich!
Die Leichen sind erschreckend zugerichtet, daher ziehen die Behörden schnell die Detectives des Morddezernats zu den Ermittlungen hinzu. Robert Hunter und Carlos Gracia stürzen sich auf den Fall! Die Jagd nach dem Mörder beginnt…

Die Spannung wird direkt zu Beginn des Buches aufgebaut und hält sich konstant bis zum Schluss. Der Schreibstil ist fesselnd und leicht, dennoch bekommen wir auch hier wieder eine auffallend gute Wortgewandtheit, die mir mehr als einmal ein Schmunzeln heraus gekitzelt hat. Zudem war der Verlauf der Geschichte für mich keineswegs vorhersehbar und auch mit diesem Ausgang bzw. der Identität des Täters hätte ich nicht gerechnet.

Wie immer wird die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven erzählt und die einzelnen Kapitel sind recht kurz gehalten. Ganz Besonders gut gefallen hat mir die Verstrickung zwischen dem Serienmörder und einer außenstehenden Person, die zwar als Angehöriger in die Geschichte hineingezogen wurde, recht schnell aber eine ganz andere – aggressivere – Rolle in dem Buch einnimmt.

Chris Carter nimmt sich hier eines sehr aktuellen Themas an, dass schonungslos die Schattenseiten der sozialen Medien aufgezeigt. Welche Informationen darf ich als Privatmensch im Internet preisgeben? Und wie schnell können diese gegen mich verwendet werden? Wie gefährlich können ganz locker ausgesprochene Aussagen über andere Personen von Dritte verwendet werden?
Soziale Medien wie Facebook, Instagram und Co. sind auch für mich nicht mehr aus meinem Leben wegzudenken, dennoch sollten sie mit Hirn und  einer guten Portion Voraussicht verwendet werden. Auch wenn es im Internet oft so suggeriert, wir sind nicht mehr unangreifbar im World Wide Web!

Insgesamt wieder ein sehr gut geschriebener Thriller ohne unnötige Längen, mit überraschenden Wendungen und einer abwechslungsreichen Handlung!

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