„Der Augenjäger“ | Sebastian Fitzek

Autor: Sebastian Fitzek
Verlag: Droemer Knaur
Genre: Thriller
Band 2 der Dilogie
Seitenzahl: 428
ISBN: 978-3-426-19881-0

Er zählt zu den besten Augenchirurgen der Welt.
Ein Meister im Operationssaal.
Nachts aber widmet er sich besonderen Patientinnen:  Er verschleppt sie in seinen Klinikkeller und öffnet ihnen die Augen – im wahrsten Sinne des Wortes …

Meine Meinung

„Der Augenjäger“ ist der zweite Band dieser Dilogie und schließt nahtlos an die Geschehnisse des „Augensammlers“ an.

Wieder stehen Alexander Zorbach und Alina Gregoriev im Mittelpunkt der Geschichte. Zorbachs Sohn bzw. dessen Leiche ist bislang nicht aufgetaucht und auch 7 Monate später ist der Augensammler noch immer auf freiem Fuß. Dennoch wird Alina Gregoriev von der Polizei auf den psychopathischen Augenchirurg Dr. Suker angesetzt. Er entführte Frauen, vergewaltigte sie und entfernt ihnen die Augenlider. Nachdem die einzige Hauptzeugin in diesem Fall ihre Aussage zurückgezogen hat und auch sonst keine einschlägigen Beweise gegen ihn vorliegen, rückt Sukers Entlassung aus der Untersuchungshaft bedrohlich nahe. Alina soll die Polizei mit ihren Fähigkeiten unterstützen und gerät dadurch selbst in das Visier des Chirurgen …

Sebastian Fitzek zieht mich, mit seinen gekonnten Cliffhangern immer wieder in seinen Bann und auch diesmal dreht und wendet sich die Handlung nach allen Himmelsrichtungen. In gewohnter Manier schreibt der Autor spannend, fesseln und wendungsreich mit einer sehr einfachen aber eindringlichen Sprache. Kaum denkt man, die Geschichte durchschaut zu haben, kommt wieder alles anders! Die Stimmung ist dicht, atmosphärisch und düster und am Ende bleibt die Frage nach dem Bösewicht …

Wie schon in „Der Augensammler“ sind die Charaktere ausgesprochen sympathisch und für den Leser zugänglich. Man leidet mit den Opfern mit und verabscheut die Täter von der ersten Sekunde an. Dennoch bleiben im Laufe der Geschichte bei einigen Personen doch Fragen offen, die bis zum Ende hin nur spärlich aufgeklärt werden. Die Infos die wir bekommen, haben mich eher verwirrt zurück gelassen. So konnte ich mir auch bei der Auflösung einiger Szenen keinen Reim drauf machen.

In Fitzeks Büchern wird man immer wieder auf leichte und unaufdringliche Art und Weise mit wahnhaften, krankhaft anmutenden und psychisch gestörten Menschen konfrontiert, die ohne große Probleme auch in unserer Nachbarschaft wohnen könnten. Aber genau das macht gerade seine älteren Psychothriller so lesenswert …

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