„Der Fluss“ | Peter Heller

Autor:  Peter Heller
Aus dem Amerikanischen übersetzt von Matthias Strobel
Verlag:
  Nagel & Kimche
Genre:  Roman
Seitenzahl:  266
ISBN:  978-3-312-01134-6

Wynn und Jack sind seit Studienbeginn beste Freunde. Mehrere Wochen in der kanadischen Wildnis zu verbringen, davon träumen sie schon lange. Mit Kanu und kleinem Gepäck brechen sie eines Tages auf: Das Abenteuer, das so vielversprechend beginnt, wird jedoch durch Wildwasser, Feuer und Gewalt zu einer gefährlichen Herausforderung …

RezensionsexemplarVielen Dank an den Verlag!

Meine Meinung

Berge, Flüsse, Bücher und das Angeln! Vier Dinge, die Wynn und Jack miteinander verbinden!
In „Der Fluss“ verfolgen wir die beiden erfahrene Outdoorsportler, die seit Studienbeginn miteinander befreundet sind, bei ihrem Trip auf dem Maskwa River, den sie bis hin zur Hudson Bay befahren wollen. Ein einsames Gebiet im Norden von Kanada, das von Flüssen und Seen durchzogen wird. In dem man tagelang unterwegs sein kann, ohne einer Menschenseele zu begegnen. Sie freuen sich auf ein paar ruhige Momente: fischen, den Sternenhimmel ansehen, Western lesen und die Seele baumeln lassen …
Doch die Stille ist trügerisch. Schon bald bemerken sie, dass sich ein Waldbrand rasend schnell auf sie zubewegt!

„Der Fluss“ von Peter Heller ist ein Abenteuerroman, der etwas leiseren Töne, der aber stimmungsvoll an Fahrt zunimmt. Dabei legt der Autor großen Wert auf ausschweifende und bildgewaltige Naturbeschreibungen, die selbst bei Geräuschen und Gerüchen nicht haltmachen und wunderbare authentische Bilder an den Leser transportieren. Ruhe und Ausgeglichenheit machen sich breit, bis zu dem Punkt, an dem unsere Protagonisten die Feuersbrunst und die Gefahr um sich herum wahrnehmen. Ab diesem Zeitpunkt greift die Spannung zu und bahnt sich ihren Weg …

Peter Heller hat einen sehr angenehmen Schreibstil, der zwar auf den ersten Blick etwas unaufgeregt wirkt, den Leser aber doch mitnimmt und gekonnt den Spannungsbogen aufbaut. Dieser wächst durch die dramatischen Entwicklungen der Kanufahrt nach und nach heran.
Der Autor hat bereits im Zuge seiner Tätigkeit als Journalist mehrmals über die Aktivitäten radikaler Meeresschutzorganisationen geschrieben, was ihm auch in diesem Roman sicher sehr zu Gute kam. Die gut recherchierten Beschreibungen verleihen der Geschichte ihren ganz besonderen Flair!

Aber auch Wynn und Jack machen dieses Buch zu einem runden Erlebnis. Zwei Freunde, wie sich unterschiedlicher nicht sein könnten:  Jack, der Aktive und der Macher. Wynn, der offene Typ, der nie etwas Böses vermutet. Und doch müssen sie aufeinander und auf ihre eigenen Instinkte vertrauen.

Zudem bekommt die Geschichte in so manchen Szenen aber auch leicht archaische Züge. Das Buch kommt mit nur sehr wenigen Protagonisten aus, dennoch fehlt es gefühlt an nichts. Der Mensch und die Natur begegnen sich und plötzlich wird es dramatisch. Punkt!
Das muss man als Leser einfach mögen, sonst wird man mit diesem Roman vermutlich nicht
glücklich werden …

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