„Der Fürst des Parnass“ | Carlos Ruiz Zafón

Titel im Original: „El Príncipe de Parnaso“
Autor:
  Carlos Ruiz Zafón
Aus dem Spanischen übersetzt von Peter Schwaar
Verlag:
  Fischer Verlag
Genre: Roman
Der Friedhof der vergessenen Bücher, Band 3.5
Seitenzahl: 83
ISBN: 978-3-596-19882-5

Carlos Ruiz Zafón schrieb sich mit seinen großen Romanen in die Herzen der Leser rund um den Globus. Überall tauchten die Menschen ein in die betörende Atmosphäre Barcelonas – Mittelpunkt seiner Welt.

In „Der Fürst des Parnass“ erzählt er davon, wie diese unnachahmliche Welt ihren Anfang nimmt. Eine unwiderstehliche Welt ihren Anfang nimmt. Eine unwiderstehliche Geschichte von Ehrgeiz und Scheitern, von Wahnsinn und unsterblicher Liebe, eine Hommage an eine verwunschene Stadt am Meer und an die universelle Magie der Bücher.

Meine Meinung

„Der Fürst von Parnass“ ist ein kleiner Zusatzband zu der Reihe um Daniel Sempere und dem Friedhof der vergessenen Bücher. Wie im Vorwort beschrieben, möchte sich der Autor mit dieser Kurzgeschichte bei seinen Lesern für ihre Treue bedanken.

Es handelt sich hier um eine Erzählung über den großen spanischen Schriftsteller Miguel de Cervantes Saavedra, gleichzeitig ist das Buch aber auch ein wichtiger Schlüssel zum „Friedhof der vergessenen Bücher“ und zu guter Letzt eine Lektion hinsichtlich der Versuchung Eitelkeit.

Carlos Ruiz Zafón nutzt seine Fantasie, um Lücken im Lebenslauf von Miguel de Cervantes Saavedra, dem späteren Autor des Don Quijote, zu schließen. Er integriert diese Figur in sein Barcelona und verarbeitet literarisch die Tatsache, dass Cervantes Saavedra erst in späteren Jahren seines Lebens Erfolg hatte. Und natürlich bekommt auch ein geheimnisvoller Verleger mit Engelsbrosche auf dem Revers wieder seinen Auftritt.
Manche Geheimnisse werden gelüftet, andere Rätsel bleiben aber weiterhin im Nebel verborgen. Die Erzählungen bewegen sich auf verschiedenen Ebenen und lassen viel Spielraum für eigene Interpretationen.

Zafòn versteht es meisterlich, Atmosphäre und Spannung zu erzeugen. Phantasievoll und doch im Bereich des Möglichen, mit bildreichen Beschreibungen und einer für den Autor unverkennbaren Wortvielfalt und Harmonie. Auch der dürftige Umfang ändert nichts an der Qualität des Inhalts!

Selbst in der Kürze dieser Geschichte beweist Carlos Ruiz Zafón, dass er schreiben kann und nicht viele Seiten braucht um seine Leser zum Nachdenken anzuregen!

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