„Der Insasse“ | Sebastian Fitzek

Autor: Sebastian Fitzek
Verlag: Drömer Knaur
Genre: Thriller
Seitenzahl:  377
ISBN: 978-3-426-28153-6

Um die Wahrheit zu finden, muss er seinen Verstand verlieren.

Vor einem Jahr verschwand der kleine Max Berkhoff. Nur der Täter weiß, was mit im geschah. Doch der sitzt im Hochsicherheitstrakt der Psychiatrie und schweigt. Max` Vater bleibt nur ein Weg, um endlich Gewissheit zu haben: Er muss selbst zum Insassen werden!

Meine Meinung

Im neuen Psychothriller von Sebastian Fitzek begeben wir uns in den Hochsicherheitstrakt einer psychiatrischen Anstalt, in die das Gericht nur die schwersten Straftäter einweisen lässt.

Einer von Ihnen ist Guido Tramitz. Ein gefühlloser Mann, der viele Kinder brutal gequält und vor einem Jahr auch den kleinen Max Berghoff entführt und wohl auch getötet hat. Doch während Tramitz der Polizei zu den Leichen seiner früheren Opfer geführt hat, verweigert er zu Max auf Anraten seiner Anwältin jegliche Auskunft.
Till Berghoff, Max verzweifelter Vater, sieht keinen anderen Ausweg, als sich mit Hilfe seines bei der Polizei arbeitenden Schwager als Insasse in die Klinik einweisen zu lassen, in der Tramitz sich befindet. So will er herausfinden, was mit seinem Sohn geschehen ist und wo seine Leiche zu finden ist.

Kaum in der Klinik angekommen, tut sich für Till ein Abgrund auf, der den Leser gleich von Anfang an gefangen nimmt. In dieser Klinik ist nichts so, wie es zu sein sollte. Hass, Bosheit und Korruption sind an der Tagesordnung, die es Till zunächst fast unmöglich machen, an Tramitz heranzukommen.

Nach vielen gesellschaftskritischen Romanen, liefert uns Sebastian Fitzek mit „Der Insasse“ wieder einen Psychothriller, der sehr an seine Erfolgsbücher wie „Die Therapie“ oder „Der Augensammler“ herankommt. Fitzek bedient sich auch in diesem Buch wieder einem alt bewährten Konzept: Dem, des verschwundenen Kindes, dessen Vater mit aller Macht herauszufinden versucht, was passiert ist. Ich persönlich finde jedoch, dass der Autor mit diesem Buch einen großen Schritt vorwärts gemacht hat. Seine Sprache ist bildhaft, authentisch und bewegend, wie man es von ihm kennt, aber auch viel direkter und erwachsener. Der Thriller ist gespickt mit brutalen Szenen, die auch klar und ausdrucksstark an den Leser kolportiert werden. Zusätzlich sorgen kurze Kapitel und unerwartete Perspektivenwechsel für Verwirrungen.

Die Story war unglaublich spannend und ich habe bei so mancher Szene die Luft angehalten.

Auch was die Danksagung betrifft, die bei Sebastian Fitzek ja öfters etwas spezieller ausfällt, hat er sich hier wieder selbst übertroffen!

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