„Der Kruzifix Killer“ | Chris Carter

Titel im Original: „The Crucifix Killer“
Autor: Chris Carter
Aus dem Amerikanischen übersetzt von Maja Rößner
Verlag: Ullstein Verlag
Genre: Thriller
1. Fall von Robert Hunter & Carlos Garcia
Seitenzahl:  477
ISBN: 978-3-548-28109-4

Er kennt keine Gnade. Er tötet grausam. Und er ist teuflisch intelligent.

Die Leiche einer wunderschönen Frau, bestialisch verstümmelt. Keinerlei Spuren. Bis auf ein in den Nacken geritztes Kreuz: Das Zeichen eines vor Jahren hingerichteten Serienmörders. Detective und Profiler Robert Hunter wird schnell klar, dass der Kruzifix-Killer lebt. Er mordet auf spektakuläre Weise weiter. Und ist Hunter immer einen Schritt voraus – denn er kennt ihn gut. Zu gut!

Meine Meinung

Ich habe zwar schon viel Gutes über Robert Hunter und Carlos Garcia gehört, aber mit „Der Kruzifix Killer“ starte ich noch ganz frisch und unbescholten in diese Reihe.

Los Angeles: Eine grausam zugerichtete Leiche wird in einem einsamen Häuschen im Wald gefunden. Der Killer hinterließ keine DNA, keine Spur … nur ein Zeichen an der toten Frau: ein Doppelkreuz, das tief in ihren Nacken geritzt wurde. Das Zeichen des Kruzifix-Killers! Aber wie kann das sein? Dieser wurde bereits vor über einem Jahr gefasst und hingerichtet. Dem damaligen Ermittler Robert Hunter und seinem neuen Partner Garcia wird schnell bewusst, dass der eigentliche Mörder noch lebt, und ihnen immer einen Schritt voraus zu sein scheint. Er treibt ein gnadenlose Spiel …

Chris Carter überzeugt bei seinem Debüt mit zwei starken Ermittlern und einem mitreißenden und direkten Schreibstil, der mir persönlich sehr liegt. Die Figuren sind bildgewaltig dargestellt und sehr sympathisch. Die Geschichte ist gut durchdacht und es blieben am Ende keine Fragen offen! Natürlich ist das Handlungsmuster „Guter Bulle jagt bösen Mörder“ jedem bekannt, aber Chris Carter hat sich für seine Morde wirklich was einfallen lassen … und scheinbar auch das dafür benötigte Wissen gut erarbeitet.
Detective Hunter und sein mittlerweile verstorbener Partner haben den Kruzifix Killer schon vor einem Jahr hinter Gittern gebracht. Eine vernichtende Zeit, in der Beide fast daran zugrunde gegangen und in die Depression abgerutscht wären. Der hochintelligente Robert Hunter wirkt auf den ersten Blick kernig und verschlossen, lässt uns aber sehr schnell hinter seine Fassade blicken: Im Grunde seines Herzens ist er doch ein Guter Kerl mit weichem Kern. Carlos Garcia hingegen ist ein junger „Grünschnabel“, den man sofort und ohne zu zögern mag. Mit vollem Eifer tritt er seinen ersten Posten als Detective bei der Mordkommission des LAPD an und bringt frischen Wind in das ungleiche Gespann.

Die Geschichte ist definitiv nichts für Zartbesaitete, aber ich persönlich fand gerade die grausigen Details und wie diese vom Autor beschrieben wurden toll. Natürlich fragt man sich, wie viel kranke Fantasie ein Mensch haben kann, wenn er so detailliert schreibt, aber wir wollen ja auch nicht darüber streiten, wie es mit unserer Fantasie ausschaut, wenn wir genau Diese ja so toll finden! Ein wenig verrückt geht immer!
Der Täter agiert bis zum Schluss im Hintergrund, daher ist man nie direkt bei der Tat zugegen und kann bis zum Schluss nach der Identität des Killers forschen!

Ich bin absolut im Carter-Fieber und habe mir gleich den zweiten Teil geordert!

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