„Der Totenkünstler“ | Chris Carter

Titel im Original: „The Death Sculptor“
Autor: Chris Carter
Aus dem Englischen übersetzt von Sybille Uplegger
Verlag: Ullstein Verlag
Genre: Thriller
4. Fall von Robert Hunter & Carlos Garcia
Seitenzahl:  443
ISBN: 978-3-548-28539-9

Die Angst geht um beim Los Angeles Police Department. Wer von ihnen wird das nächste Opfer sein?
Ein brutaler Killer tötet Polizisten und formt aus ihren Körpern abscheuliche Figuren. Er versteht sich als Künstler. Und genau da setzen Robert Hunter und sein Partner Carlos Garcia mit ihren Ermittlungen an. Hunter weiß, wie Mörder denken. Und das könnte sein Todesurteil sein.

Meine Meinung

Nach einigen Wochen Pause kommt bei mir endlich wieder ein Chris Carter an die Reihe …

Robert Hunter und Carlos Garcia werden zu einem schrecklichen Tatort gerufen: Ein ehemaliger, im Sterben liegender Staatsanwalt wurde auf brutale Art und Weise ermordet. Am Tatort befindet sich eine Skulptur, die aus einigen seiner Körperteile gefertigt wurde. Nicht nur das die Tat vollkommen absurd erscheint, da das Opfer wegen seines Lungenkrebses so und so nur noch wenige Wochen zu leben hatte, auch die Ausführung der Tat wurde vom Täter extrem durchdacht und war auf ein langes Leiden des Opfers ausgerichtet.

Wieder mal brilliert Chris Carter mit seiner tollen Art zu schreiben. Wir werden ohne viel umschweifen direkt ins Geschehen geworfen und die Spannung ist zum Greifen nahe. Die Formulieren sind toll gewählt und auch die Sätze sind klar und bildhaft. Chris Carter arbeitet geschickt mit Cliffhangern, denen man sich einfach nicht entziehen kann und die den Spannungsbogen immer weiter steigern. Seine Hauptfiguren Robert Hunter und Carlos Garcia haben ja schon so Einiges gesehen, aber jedes Mal wird’s ein bisschen blutiger.
Auch die Wendungen waren wieder großartig und bei mir hat das Verwirrspiel diesmal total zugeschlagen, denn ich musste meine Vermutungen, wer als Täter dahinter steckt mehr als einmal über den Haufen werfen.

Die Ermittler tappen lange Zeit im Dunkeln und der Täter treibt weiter sein perfides Spiel. Es scheint, dass er immer brutaler wird! Bei den Beschreibungen, wie der Totenkünstler seinen Opfern die Köperteile abnimmt und auch wie die Tatort und das Auffinden der Skulpturen beschrieben wurde, sind meine eigenen Gesichtszüge vermutlich auch des Öfteren entglitten, aber das sind wir ja bei Chris Carter schon alle gewohnt.

Da das Opfer ein Mann des öffentlichen Rechtsstaats war, bekommen Hunter und Garcia die beste Unterstützung zur Verfügung gestellt, die die Staatsanwaltschaft aufbieten kann. Ihr Name ist Alice und sie ist eine Koryphäe auf dem Gebiet der Recherche und Hackerei. Ich fand großartig, dass sie nach der anfänglichen Skepsis toll ins Team aufgenommen wurde. Es brechen keinerlei Machtspielchen zwischen den Protagonisten aus und auch die Messer werden nicht hinterher geworfen. Ganz im Gegenteil macht sich die gute Zusammenarbeit schnell bemerkbar und führt zu ersten Ergebnissen! Toll umgesetzt!

Ich war wie immer begeistert und Chris Carter hat sich mal wieder selbst übertroffen …

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