„Die blaue Auferstehung“ | Frank Martin

Autor: Frank Martin
Verlag: Selbstpublisher
Genre: Horror  |  Historischer Roman
Seitenzahl:  570
ISBN: 978-1-587-1158-2

Franken, 10. Jahrhundert, Wintereinbruch. Feindliche Heere ziehen durch das trostlose Hungerland. Der Leibeigene Richard ist auf der Suche nach einer Ziege als unweit von ihm ein blau schimmernder Meteorit einschlägt. Kurz darauf erheben sich die Toten aus ihren Gräbern und trachten als grausige Wiedergänge nach dem Fleisch jeglichen Lebens.

Richard kann, alleine mit seiner Hirtenschleuder bewaffnet fliehen – ihm bleibt nur eine Chance, wenn er überleben will: die Flucht durch das mit Untoten verseuchte Moor!

Meine Meinung

Nachdem ich „Die blaue Auferstehung“ von Frank Martin bereits im Jänner 2019 zur Hand genommen und relativ schnell daran gescheitert bin, habe ich mich vor ein paar Wochen nochmal drüber getraut. Einige sehr gute Szenen sind mir nie so richtig aus dem Kopf gegangen und vielleicht bin ich dem Buch damals einfach nicht gerecht geworden …

Wir befinden uns im winterlichen Franken des 10. Jahrhunderts. Feindliche Heere ziehen vom Hunger ausgezehrt durch das trostlose Land. Der Leibeigene Richard ist auf der Suche nach einer Ziege, als unweit von ihm ein blau schimmernder Meteorit einschlägt. Kurz darauf erheben sich die Toten aus ihren Gräbern und trachten als Wiedergänger nach dem Fleisch jeglichen Lebens.
Auch Wulf, ein Verbrecher und skrupelloser Krieger, der nach einer verlorenen Schlacht gegen die Ungarn von seinen Kameraden zum Sterben zurückgelassen und von dem Geistlichen Bruder Martinus gesund gepflegt wurde, stellt sich gemeinsam mit dem Mönch dem Kampf gegen die Untoten!

Die Zombies in diesem Buch sind absolut Old School:  Hirntot, Staksend und Instinktgesteuert! Anders als in manch bekannten Verlagsbüchern funktioniert hier die Apokalypse im tiefsten Mittelalter aber wirklich gut. Das Frankenreich lag damals schon in den letzten Zügen und der Krieg war allgegenwertig. Auf Grund der altertümlichen Waffen sind die Kämpfe gegen die Untoten sehr klassisch und werden auch von Frank Martin sehr gut und zackig beschrieben.
Auch die Gesellschaftsordnung in dieser Zeit und der raue Umgang der Menschen wurden gut in die Handlung mit eingebaut und brachte zusätzlich noch den gewünschten Charme mit.

Bei meinem ersten Versuch kam sehr schnell das Gefühl bei mir auf, dass die Handlung im Laufe des Buches zu Gunsten der Action und der Metzeleien verloren ging. Auch diesmal war mir die Schlachterei stellenweise etwas zu viel, die Seiten sind gespickt von spritzendem Blut, splitternden Knochen und freigelegten Gedärmen. Doch kommt man da erstmal drüber wird die Handlung stetig interessanter und allumgreifender. Zudem konnte ich diesmal auch schnell einen Bezug zu den Charakteren finden, die mir im Laufe immer sympathischer wurden.

Die Story ist großartig und die Charaktere sind schön ausgearbeitet. Den Schreibstil von Frank Martin würde ich zwar eher als sachlich und „kantig“ beschreiben mit kurzen und aussagestarken Sätzen, dadurch verliert die Geschichte aber keinen Funken an Spannung. Auch mit der Umsetzung hatte ich diesmal keine Probleme mehr! Die Geschichte wird wendungsreich und voller Action erzählt!

Ich freue mich schon sehr, auf den zweiten Band der Reihe ….

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