„Die goldene Brücke“ | Eva Völler

Autor:  Eva Völler
Mit Illustrationen von Tina Dreher
Verlag:  Baumhaus Verlag
Genre:  Fantasy | Historischer Roman
Zeitenzauber-Reihe, Band 2
Seitenzahl:  318
ISBN:  978-3-8339-0168-3

Nachdem Anna sich dem Geheimbund der Zeitwächter angeschlossen hat, lässt das nächste Abenteuer nicht lange auf sich warten. Mitten in ihrer Abiturprüfung ereilt sie eine Schreckensnachricht aus Paris:  Sebastiano ist verschollen – und zwar im 17. Jahrhundert! Anna begibt sich auf eine gefährliche Reise und findet ihren Freund tatsächlich in Paris wieder. Doch es gibt ein neues Problem: Er hält sich für einen Musketier und hat keine Ahnung, wer Anna ist. Schafft sie es, seinem Gedächtnis auf die Sprünge zu helfen?

Meine Meinung

Auch im zweiten Band der Zeitenzauber-Trilogie schaffte es Eva Völler, mich mit nur wenigen Worten zusammen mit Anna und Sebastiano in die Vergangenheit zu schicken.
„Die goldene Brücke“ spielt in Paris 1625. Auch hier wird die Geschichte wieder so harmonisch und bildlich erzählt, dass ich mir alles ganz genau vorstellen konnte. Die pompösen Kleider der Hofdamen, die dreckigen Straßen, die Kutschen und Fuhrwerke. Und vor allem die Gerüche!

Nach ihrem ersten Abenteuer in Venedig, hat sich nun auch Anna dem Geheimbund der Zeitwächter angeschlossen. Sebastiano und sie reisen gemeinsam in die Vergangenheit, um Ereignisse wieder in die richtige Bahn zu lenken, mit dem Ziel unsere heutige Welt positiv zu beeinflussen!
Sebastiano, der bei einem Zeitsprung versehentlich im Paris des 17. Jahrhunderts stecken geblieben ist, muss von Anna zurückgeholt werden. Dabei muss sie aber feststellen, dass er seine eigene Identität vergessen hat und sich für einen Musketier hält. Seine Freundin ist für ihn eine Fremde!
Ihr selbst wurde eingebläut in Paris niemanden zu vertrauen, dennoch will sie Sebastianos Gedächtnis mit allen Mitteln auf die Sprünge helfen. Nebenbei muss sie auch noch herausfinden, welche Aufgabe die Beiden zu erfüllen haben, denn ganz ohne Grund ist Sebastiano hier sicher nicht gelandet.

Sein Wandel schlägt sich leider auch auf den Leser nieder, denn Sebastiano war mir zu Beginn dieses Buches fast ein wenig unsympathisch. Auch wenn von Anfang an klar zu verstehen ist, dass er ungewollt in diese Situation geschlittert ist. So abweisend und überheblich, wie er sich den Menschen und vor allem dem einfachen Volk gegenüber benimmt, wollte ich ihn nicht nur einmal wachrütteln.

Eva Völler erzählt mal mehr, mal weniger direkt aus dem Leben und Wirken der Menschen. So erfahren wir auch, was es bedeutet, sich zu Beginn des 17. Jahrhunderts, wo es noch keine Straßenlaternen gab, sich selbst um ein „sicheres Geleit“ zu kümmern. Oft gehen solche Banalitäten unter, in „Die goldene Brücke“ finden sie jedoch sehr anschaulich und eindringlich gehör.

Auch dieser Zeitreiseroman lebt vom Charme der Charaktere und der Stimmung im altertümlichen Paris. Ich wollte immer weiterlesen und wissen was das nächste Kapitel wohl bringt.
Action, Spannung, Ehrgefühl und Geschichte gehen dank Anna und den Zeitwächtern ganz neue Wege!

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