„Die Prinzessin von New York“ | Jane Christo

Autor: Jane Christo
Verlag: Heartbeat Edition
Genre: Liebesgeschichte | Roman
Prinzessin von New York, Band 1
Seitenzahl:  302
ISBN: 978-1-5234-2378-1

Skyler ist die einzige Tochter von Silvio Rossi, Oberhaupt eines der mächtigsten Syndikate in New York City. Um seine Position zu behaupten, muss ihr Vater sie mit einer der führenden Mafia-Familien verheiraten. Doch Skyler denkt nicht daran, sich an den Höchstbietenden verschachern zu lassen und taucht unter. In L. A. versucht sie einen Neuanfang, geht an die Uni und lernt Julin kennen.

Julin „The Killer“ ist der Star der illegalen Untergrundkämpfe und mit seinen brutalen Siegen weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt. Die beiden beginnen ein stürmisches Verhältnis und Skyler ist auf dem besten Weg, ihr Herz an den ungeschliffenen Champion zu verlieren, bis sie erfährt, wer er wirklich ist.

Meine Meinung

Tüllkleid, Sneakers und Patronen! Nicht nur der Klappentext, der schon sehr viel von unseren beiden Protagonisten preis gibt, sondern auch das Cover dieses Buchen, machen klar, dass es sich hier nicht um eine romantische Prinzessinnengeschichte handelt.

Mit „Die Prinzessin von New York“ entführt uns Jane Christo in die Unterwelt des Big Apple, wo sich die italienische und die russische Maffia eiskalt bekriegen. Beiden Seiten möchten den größten Vorteil aus ihren Machenschaften herausschlagen und dafür ist ihnen jedes Mittel recht. Ganz nach dem Vorbild von Al Capone? Auf jeden Fall!
Nicht sehr bildgewaltig oder gar ausschweifend, dafür aber mit rasanten Szenen, einem geraden und spritzigen Erzählstil und einer rotzfrechen Schnauze leitet uns die Autorin durch ihre Geschichte und bringt uns Skyler und Julin sehr authentisch näher. Zudem spielt sie sehr schön mit bewährten Klischees, die wir nur zu gut aus den alten schwarz/weißen Maffia-Filmen kennen!

Skyler möchte ihren eigenen Platz in der Welt finden und sich entfalten. Einfach nur sie selbst sein, ohne ständig über die Schulter schauen zu müssen. Und Julin muss lernen, dass sie nicht das verwöhnte Püppchen ist, für das er sie immer gehalten hat. Beide haben sie die harte Schule ihrer Familien hinter sich, aber genau das brauchen sie in dieser Welt. Jede Schwäche könnte ausgenutzt werden. Dementsprechend nehmen sie kein Blatt vor den Mund und wissen sich ihrer Haut zu erwehren, denn Zurückhaltung ist hier nicht angebracht.

Wer in diesem Buch rosaroten Wolken und Liebesgesäusel sucht, wird leider enttäuscht. Genau wie die Geschichte, so ist auch die Sprache oft derb und hart aber nicht unnötig brutal in ihrer Beschreibung. Es wird nichts beschönigt, aber auch nicht versucht den Leser zu schockieren.

Natürlich kommt ein Roman mit dieser Hintergrundgeschichte auch nicht ohne erotische Szenen aus, aber diese sind wirklich knisternd und schön beschrieben.

„Die Prinzessin von New York“ ist wieder mal ein Beweis dafür, dass es nicht immer tiefgründig und aussageschwanger sein muss. Ich konnte mich richtig gut in die Geschichte fallen lassen und habe jede Minute genossen.

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