„Die Stadt der Träumenden Bücher“ | Walter Moers

Rezensionsexemplar
Vielen Dank an den Verlag!

Autor: Walter Moers
Mit Illustrationen von Walter Moers & Florian Biege
Verlag: Knaus Verlag
Genre: Grafic Novelle
Seitenzahl:  109
ISBN: 978-3-8135-0502-3

Als der Pate des jungen Dichters Hildegunst von Mythenmetz stirbt, hinterlässt er ihm ein geheimnisvolles Manuskript. Dieses ist so makellos, dass Hildegunst nicht anders kann, als dem Geheimnis seiner Herkunft nachzugehen. Die Spur führt nach Buchhaim, der „Stadt der Träumenden Bücher“ wo Bücher nicht nur spannend oder komisch sind, sondern in den Wahnsinn treiben und sogar töten können.

Teil 2 erzählt, wie Hildegunst in den Katakomben bei den Buchlingen das Ormen kennenlernt, von den bösartigen Bücherjägern fliehen muss, dem geheimnisvollen Schattenkönig begegnet und schließlich nach Buchhaim zurückkehrt.

Meine Meinung

Nach dem tollen Start der Geschichte im ersten Band habe ich mich natürlich sehr auf die Fortsetzung gefreut. Und ich wurde wirklich nicht enttäuscht!

Die Bilder orientieren sich wieder stark an den Originalen von Walter Moers und entwickeln doch einen ganz eigenen Charme: Die detailreichen Zeichnungen quellen über vor phantasievollen Einfällen und lassen die düsteren Katakomben von Buchhain mit seinen liebenswerten und unheimlichen Bewohnern lebendig werden. Hildegunst von Mythenmetz und auch der Schattenkönig bringen sich in diesem Band in immer gefährlichere und aufregende Situationen, dies spiegelt sich auch in den düsteren und gedeckten Farben wieder. Beim Lesen konnte ich so richtig in der Atmosphäre aufgehen und Walter Moers ist es auch in diesem Band wieder sehr gut gelungen, die Handlung geschickt zu verkürzen, ohne dass der rote Faden verloren geht oder der Erzählfluss hektisch wird. Auch die etwas längeren Textpassagen, die in diesem Band doch vermehrt vorkommen, haben sich gut in das Gesamtbild eingefügt!

Die Graphic Novel ist ein völlig anderes Medium als der Roman, aber sie vermittelt die gleiche Intensität und Detailfreude, die die Bücher des Autors oft ausmachen!

Im Nachwort finden wir auch eine Beschreibung des Herstellungsprozesses. Während ich im ersten Band noch der Meinung war, dass Moers nur die Texte verfasst hat, erfahren wir hier, dass er sämtliche Vorzeichnungen bis ins Detail ausgearbeitet und diese dann mit Florian Biege farbig umgesetzt hat, wobei dann in den Hintergründen oder bei Ausstattungsdetails auch eigene Ideen des Zeichners einflossen …
Den Beiden gebührt also zu gleichen Teilen die Ehre, Schöpfer dieses Comics zu sein, in dem erkennbar viel Herzblut und unglaublich viel Arbeit steckt.

„Die Stadt der träumenden Bücher“ ist ein wahnsinnig schön gezeichneter Comic, der sowohl Erwachsene als auch Kinder in seinen Bann zieht!

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