„Ein einziges Geheimnis“ | Simona Ahrnstedt

Titel im Original: „En enda hemlighet“
Autor: Simona Ahrnstedt
Aus dem Schwedischen übersetzt von Antje Rieck-Blankenburg
Verlag: LYX Verlag
Genre: Liebesgeschichte
Only One Night, Band 2
Seitenzahl: 669
ISBN: 978-3-8025-9946-0

Zwei Personen, die nicht unterschiedlicher sein können:
Alexander de la Grip, Schwedens Jetset-Prinz, der vor allem für zwei Dinge bekannt ist: Sein Aussehen und seine Frauengeschichten. Und Isobel Sorensen, eine leidenschaftliche Ärztin, die ihr Leben in gefährlichen Krisenregionen riskiert, um den Menschen dort zu helfen.
Sie leben in verschiedenen Welten, und sie verbindet nicht …

Doch als Isobels Hilfsorganisation „Medpax“ plötzlich vor dem finanziellen Aus steht, kreuzen sich ihre Wege. Denn jetzt braucht Isobel das, was Alexander im Überfluss besitzt: Geld

Meine Meinung

„Ein einziges Geheimnis“ ist der zweite Teil der „Only One Night“-Trilogie und für mich zwar eine tolle Geschichte aus der Hand von Simona Ahrnstedt, aber ein Buch, dass leider viele unterschiedliche Gefühle in mir hervorgerufen hat.

Hier geht es um Natalias Bruder Alexander, der ein Lebemann und Selfmade-Millionär ist, es aber als strenges Geheimnis hütet, dass er für sein Geld auch arbeitet. Alle denken, er finanziert sich lediglich aus seinem Erbe und sieht gut aus. So auch Isobel, die alles andere als eine hohe Meinung von ihm hat, aber zwingend eine Geldspritze aus seiner Stiftung benötigt.

Vergleicht man diesen Band mit dem Vorgänger „Die Erbin“, wird man doch gravierende Unterschiede im Geschichtenaufbau finden. Mich haben diese zwar nicht abgeschreckt, aber sie fallen einem als Leser doch recht schnell ins Auge.

Auch was die Charaktere angeht, fällt einem ein großer Unterschied auf. Sind Natalia und David aus dem ersten Band noch sehr realistisch und nachvollziehbar gehalten, schießt Simona Ahrnstedt gerade bei der Charakterbildung von Alexander de la Grip in meinen Augen total über das Ziel hinaus. Ein für mich von grundauf unsympathischer aber auch unrealistischer und unangenehmer Charakter. Leider änderte sich dieses Gefühl auch im Laufe des Buches nicht mehr bei mir.
Ihm gegenüber steht die vegetarische Ärztin Isobel, die die Organisation ihrer Mutter in Krisengebieten unterstützt und leidenden Kindern hilft. Natürlich ist da die Sympathie vorprogrammiert, aber auch ihr Einsatz im Tschad wird in meinen Augen sehr realistisch beschrieben.
Für mich hat die Harmonie zwischen den beiden Hauptcharakteren leider gar nicht gepasst und so konnte ich auch bei der beginnenden Liebesbeziehung nicht mitfühlen.

Als zweiten Handlungsstrang erfahren wir sehr viele Neuigkeiten über Peter de la Grip, dem ältesten Sohn der Familie. Im ersten Band besticht dieser noch durch sein negatives Verhalten als Marionette seines Vaters und seinem denkwürdigen Charakter, in diesem Buch erfahren wir aber mehr über die Veränderungen in seinem Leben. Eine Geschichte, die mir wesentlich mehr zu Herzen gegangen ist, als die Hauptstory!

Dennoch: Simona Ahrnstedt besticht auch in „Ein einziges Geheimnis“ wieder durch ihren unglaublich stilvoll Schreibstil und einer wunderbaren Sprache. Stockholm wird für das innere Auge des Lesers lebendig und man bekommt richtig Lust darauf diese Stadt auf der Stelle einen Besuch abzustatten!

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