„Elias & Laia: Eine Fackel im Dunkel der Nacht“ | Sabaa Tahir

Titel im Original: „A Torch Against the Night“
Autor: Sabaa Tahir
Aus dem Amerikanischen übersetzt von Barbara Imgrund
Verlag: Bastei Lübbe | One Verlag
Genre: Fantasy | Jugendbuch
Elias & Laia, Band 2
Seitenzahl: 511
ISBN: 978-3-8466-0038-2

Das Schicksal hat Elias und Laia zusammengeführt und sie im Widerstand gegen das Imperium vereint. Gemeinsam fliehen sie aus Schwarzkliff, um im Gefängnis von Kauf Laias inhaftierten Bruder aus seiner Zelle zu befreien. Mit seinem Wissen könnte er von großem Wert sein für die Rebellen. Doch werden Elias und Laia es schaffen, sich unbemerkt bis ans andere Ende des Landes durchzuschlagen? Immerhin ist ihnen Helena dicht auf den Fersen. Und als rechte Hand des Imperiums hat sie einen klaren Auftrag: Die beiden Verräter zu finden und zu töten!

Meine Meinung

Was für eine tolle Fortsetzung! Nachdem „Die Herrschaft der Masken“ so actionreich geendet hat, habe ich mich eigentlich auf einen etwas ruhigeren Zwischenband eingestellt, aber weit gefehlt …

Nach den schrecklichen Ereignissen des ersten Buches befinden sich Elias und Laia noch immer auf der Flucht vor dem Imperium. Sie müssen unter allen Umständen so schnell wie möglich und am besten auch noch unentdeckt Serra verlassen und sich irgendwie nach Kauf, dem gefürchteten Gefängnis der Martialen, durchzuschlagen. Laias Bruder Darrin ist dort nach wie vor den schrecklichen Folterungen ausgesetzt. Sein Wissen über das Geheimnis des berüchtigten Serrastahls könnte das Machtverhältnis zwischen Kundigen und Martialen ein für alle Mal verschieben.
Verrat, Intrigen und Tod pflastern ihren Weg und auch Helena, als rechte Hand des Imperators, ist ihnen schon dicht auf den Fersen. Sie hat nur einen Auftrag:  „Töte den Verräter!“

Der Schreibstil von Sabaa Tahir ist auch in „Eine Fackel im Dunkel der Nacht“ unverändert bildgewaltig, atmosphärisch und wortgewandt. In diesem Buch verlassen wir die römisch-anmutende Umgebung und ziehen durch sandiges Wüstengebiet. Wie schon beim Vorgänger, wird die Geschichte abwechselnd aus Elias und Laias Perspektive geschrieben. Zusätzlich kommt als dritter Erzählstrang noch Helenas Sicht hinzu, was mich persönlich sehr freute, da ich sie schon im ersten Band sehr interessant fand.
Auch hier bleibt die Geschichte gewaltbereit und brutal, jedoch meiner Meinung nach weitaus weniger stark als noch im ersten Teil, dafür nehmen die Fantasy-Elemente zu und machen die Geschichte abwechslungsreicher und interessanter.

In „Eine Fackel im Dunkel der Nacht“ konnte ich mich nun auch endlich mit Laia anfreunden. Sie wird im Laufe der Geschichte mutiger und wirkte auf mich offener. Ihre selbstmitleidigen Monologe verlieren sich mit der Zeit ganz! Wir könnten wirklich noch Freunde werden …

Aber schauen wir erst mal, was der dritte Band für Überraschungen mit sich bringt!

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