„Herzgrab“ | Andreas Gruber

Autor:  Andreas Gruber
Verlag:  Goldmann Verlag
Genre:  Thriller
Seitenzahl:  540
ISBN:  978-3-442-48017-3

Eine Frau reist zum Begräbnis ihrer Brüder in die Toskana – und verschwindet spurlos. Ein berühmter Maler wird vermisst – und sein dubioser Abschiedsbrief legt eine falsche Fährte. Eine Privatdetektivin und ein Kommissar erkennen, dass die Fälle auf äußerst perfide und blutige Weise zusammenhängen – uns sie ihnen auch gemeinsam kaum gewachsen sind …

Meine Meinung

„Herzgrab“ ist im Jahre 2013 im Goldmann Verlag erschienen und bis dato der einzige alleinstehende Thriller aus der Feder der österreichischen Bestsellerautoren Andreas Gruber.

Auf der italienischen Familie De Vecchio scheint ein Fluch zu liegen. Das Wiener BKA schickt Peter Gerink und seinen Kollegen Dino Scatozza nach Italien, um nach der in Wien lebenden Teresa De Vecchio zu suchen, die bei der Trauerfeier ihrer beiden Brüder kürzlich spurlos verschwand. Währenddessen beauftragt Teresas Nichte Monica die Privatdetektivin Elena Gerink, Peters Frau, mit der Suche nach ihrem seit einem Jahr verschwundenen Vater, den berühmten Maler Salvatore De Vecchio. Schon bald müssen Peter und Elena feststellen, dass ihre Fälle miteinander in Zusammenhang stehen und sie einem gefährlichen Gegner auf der Spur sind!

Von Andreas Gruber bin ich ja bisher nur gute Unterhaltung gewohnt, dennoch bin ich was seine Bücher angeht eine richtige Memme! Ich habe zwar alle Thriller in meinem Regal stehen, bis jetzt konnte ich mich aber nie dazu durchringen, eine andere Reihe als die von Maarten S. Sneijder und Sabine Nemec zu lesen. Nicht weil die Geschichten mir nicht gefallen, ganz im Gegenteil gehört der Autor zu meinen ganz großen Favoriten, aber ich wollte Sabine und Maarten einfach nicht in den Rücken fallen …
Auch in „Herzgrab“ wird uns ein spannender, undurchschaubarer Thriller mit sympathischen Ermittlern, imposanten Gefahrensituationen und viel gutem Humor geliefert. Der Fall ist komplex, die Ermittler unkonventionell und der Täter perfide!

Wir lernen hier Peter Gerink und Dino Scatozza näher kennen. Die Beiden sind Ermittler im Wiener BKA und gerade in einer eher schwierigen Situation:  Bereits seit 7 Jahren sind die Beiden ein eingespieltes Team … bis Dino seine Finger nicht von Gerinks Frau Elena lassen konnte. Der Betrug sitzt auf tief und die Spannung, die Enttäuschung und der Unglaube zwischen den Dreien ist für den Leser greifbar.

Das Buch spielt überwiegend in Italien und beschäftigt sich natürlich auch mit der Mentalität der Italiener im Vergleich zu den bürokratisch handelnden Österreichern. Die jeweiligen Handlungsorte sind sehr gut beschrieben. Der Schreibstil ist gewohnt leicht und mitreißend und auch an Spannung und überraschenden Wendungen wird nicht gespart. Bis zum Schluss überschlagen sich die Ereignisse und sorgen immer wieder für sprachlose Momente. Manchmal erinnert die Geschichte ein wenig an James Bond und seine Bösewichte, die niemals sterben wollen.
Wenn man das „Dolce Vita“ also zu schätze weiß, wird man sehr viel Spaß mit diesem Buch haben …

Andreas Gruber wagt es, zwei Erzählstränge über mehrere private Verbindungen zusammenzuführen. Kein uninteressanter Ansatz, man sollte sich allerdings gleich von Beginn an darauf einstellen, dann bekommt man am Ende sogar ein doppeltes „Happy End“ präsentiert!

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