„Mörderische Angst“ | Linda Castillo

Titel im Original: „The Dead will tell“
Autor: Linda Castillo
Aus dem Amerikanischen übersetzt von Helga Augustin
Verlag: Fischer Verlag
Genre: Thriller
6. Fall von Kate Burkholder
Seitenzahl:   346
ISBN: 978-3-596-03240-2

1979: Ein amischer Vater und vier seiner Kinder sterben bei einem missglückten Raubüberfall. Seine Frau wird von den Tätern entführt und nie wieder gesehen. Allein der 14-jährige Sohn Billy Hochstedtler überlebt diese grausame Nacht.

2014: Jeder in Painters Mill weiß, dass es auf der verlassenen Farm der Familie Hochstetler spukt. Aber nur einige wenige wissen, was damals tatsächlich geschah. Doch jetzt werden sie einer nach dem anderen auf grausame Weise ermordet. Wer ist ihrem Geheimnis auf die Spur gekommen?

Meine Meinung

Na, was haltet ihr von dem Cover?  Acht Frauen in traditionell-amischen Kleidern, düsterer Nebel über dem Feld und die Vögeln, die sie lauernd umkreisen …
Eigentlich wollte ich mir ja ein paar Wochen Pause mit nächsten Kate Burkholder-Fall lassen, da sich die Reihe schon langsam dem Ende zuneigt, aber gerade bei unserem kalten grauslichen Wetter, hat mir das Cover unheimliche Lust auf die Geschichte gemacht!

Der Prolog versetzt uns ins Jahr 1979, als der 14-jährige Billy Hochstedtler mit ansehen muss, wie zuerst sein Vater erschossen und dann seine Mutter entführt wird. Beim Versuch sie zu retten kommt es zu einem tragischen Unfall und seine jüngeren Geschwister verbrennen qualvoll. Zurück bleibt die Frage, weshalb die Mutter entführt und nie wieder aufgetaucht ist!

Mit dieser Frage gleitet der Leser ohne Umwege direkt in das erste Kapitel und damit in die Gegenwart, wo ein Mann erhängt auf seinem Scheunenboden gefunden wird. Selbstmord? Nein! Kate Burkholder findet an seiner Kleidung Blutspuren und in seinem Rachen eine Holzpuppe, die in den 70er Jahren von der Familie Hochstedtler hergestellt wurden.
Schon bald werden auch andere Bürger in Painters Mill bedroht und mit ihrer Vergangenheit konfrontiert!

Anders als bei den vorherigen Bänden kann man in „Mörderische Angst“ schon sehr schnell eine klare Linie zum Täter erkennen, was von der Autorin in meinen Augen aber auch bewusst so geschrieben wurde. Für mich hat das die Geschichte aber in keinster Weise geschwächt. Sie wird sehr fesselnd und auffallend gruselig erzählt. Die Kapitel gehen so rasant zu Ende, das man unbedingt mehr erfahren möchte.

Ich bin immer wieder von dem Pennsylvaniadeutsch der Amischen fasziniert. Die Kombination aus Deutsch, Niederländisch und Englisch macht das Lesen der Bücher interessant und wird locker leicht in die Geschichte mit eingeworfen. Auch die Amische Lebensart ist deutlich zu spüren. Anfangs noch etwas befremdlich fühlt man sich von Band zu Band immer mehr zu der Amischen Gemeinde hingezogen und versteht die Grundsätze besser.

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