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  • „Die Königin der Orchard Street“ | Susan Jane Gilmann

    Titel im Original:  „The Ice Cream Queen of Orchard Street“
    Autor: Susan Jane Gilman
    Aus dem Amerikanischen übersetzt von Eike Schönfeld
    Verlag: Insel Verlag
    Genre: Zeitgeschichtlicher Roman
    Seitenzahl: 550
    ISBN: 978-3-458-17625-1

    New York, 1913. In den dicht gedrängten Straßen von Lower East Side, wo Armut herrscht und der Hunger erfinderisch macht, gelingt es der kleinen Malka, dem Schicksal dank ihrer Raffinesse und einer gehörigen Portion Chuzpe immer wieder ein Schnippchen zu schlagen. Bis sie es schließlich ganz nach oben schafft – zur „Eiskönigin von Amerika“!

    Meine Meinung

    In „Die Königin der Orchard Street“ begleiten wir die 5-jährige Malka Bialystoker durch ihr Leben.
    Susan Jane Gilman hat einen großartigen biographischen Roman geschrieben, der nicht nur die Flüchtlingspräsenz der 1910er Jahre offen darlegt, sondern auch die Not und den Einfallsreichtum der Menschen in der damaligen Zeit.

    Als Tochter einer russischen Flüchtlingsfamilie mit jüdischen Wurzeln begleiten wir Malka während der Überfahrt nach Amerika. Eigentlich wollte die Familie über Hamburg nach Südafrika einschiffen, wo Verwandte sie erwartet und unterstützt hätten, doch wie es so oft im Leben passiert, kommt alles anders. Sie stranden im Land der Träume, wo man vom Tellerwäscher zum Millionär werden kann. Oder auch nicht!
    In den Straßen von New York lernt Malka schnell sich durchzuschlagen, bis ein tragischer Unfall ihr ganzes Leben zu zerreißen droht. Sie wird von italienischen Einwanderern aufgenommen und großgezogen. Von nun an ist sie als Behinderte gebrandmarkt und auf die unwirsch erteilte Mildtätigkeit von fremden Leuten angewiesen. Ständig ausgegrenzt und ausgenutzt, aber auch emotional im festen Griff gehalten. Rein aus pragmatischen Gründen konvertiert sie zum katholischen Glauben und nimmt den Namen Lillian Maria Dinello an.

    Als Lillian mit viel Hinterlist, Einfallsreichtum und hervorragenden Ideen ein Geschäftsimperium aufbaut, hat sie sich alle ihre Träume erfüllt. Jetzt bekommt sie die lang ersehnte Anerkennung! Aber ist das genug um glücklich zu sein?

    Selten habe ich in einem Buch eine so vielschichtige und echte Figur, wie unsere Protagonistin bekommen. Mit allen Ecken und Kanten. Sie wurde bewundert, bemitleidet, geliebt, aber auch genauso gehasst.

    Susan Jane Gilman hat einen sehr geraden und leichten Schreibstil, der den Leser gut in die Geschichte rutschen lässt. Jedoch die ausdrucksstarken Worte, mit denen die Geschichte erzählt wird, finde ich großartig. Die Autorin nimmt definitiv kein Blatt vor den Mund. Eine Spannende Szene folgt der Nächsten und als Leser kann man oft nicht glauben, was Lillian und ihr Mann Bert im Laufe ihres bewegenden Lebens alles erlebt haben.
    Die Autorin bietet viele historische Details, auch wenn Lillian eine fiktive Person ist. Sie integriert die Geschichte der Eisherstellung in den biographischen Werdegang unserer Protagonisten und spannt einen tollen Bogen von den 1913er Jahren bis in die 1980er.

    Lillian ist eine Meisterin der jüdischen Sprache. So finden wir hier viele „mesuggeneh“ Menschen und auch die kleine Malka macht ja immer nur „Tsuris“. Dieses Stilmittel zieht sich durchs ganze Buch und lockert die Texte wunderbar auf. Eine super Idee!

    Eine Bewegende Geschichte! Ein bewegendes Leben! Ein tolles Buch!

  • „#FolgedeinemHerzen“ | Jacky Vellguth

    Autor:  Jacky Vellguth
    Verlag:  Selbstpublisher
    Genre:  Liebesgeschichte
    Seitenzahl:  218
    ISBN:  978-1-5335-1335-9

    Jung, engagiert und auf dem besten Weg, eine erfolgreiche New Yorker Tierärztin zu werden, hat Sara beschlossen, ihrer besten Freundin das ultimative Geburtstagsgeschenk zu machen.
    Die Sache hat nur einen Haken: Als Gegenleistung muss sie sich auf ein Date mit dem berühmten Vlogger und Frauenheld „BigJake“ einlassen. Was für andere der Hauptgewinn wäre, ist für Sara ein Stelldichein mit ihrer größten Angst.

    Was steckt hinter ihren Gefühlen und kann sie nach der Begegnung mit Jake tatsächlich einfach weitermachen wie bisher?

    Meine Meinung

    Im Jahr 2016 habe ich von einem interessanten Projekt gehört: Eine junge Autorin – Jacky Vellguth – möchte im Laufe von einem Jahr insgesamt 12 Bücher als Selbstpublisher herausbringen. Also ein Buch pro Monat! Daraufhin habe mich im Internet ein bisschen schlau gemacht und auch ihren Blog gefunden:  http://www.jvellguth.de/blog
    Hier bekommt ihr viele Informationen darüber, wie sie an das Schreiben herangeht, über ihre Bücher, aber auch über neue Projekte der Autorin. Für jeden, der gerade erst mit dem Schreiben anfängt, ist diese Seite eine wahre Fundgrube.

    „#FolgeDeinemHerzen“ war damals mein erstes Buch der von Jacky Vellguth und ist in meinen Augen bis dato noch eines ihrer Top-Bücher.

    Wir lernen hier Sara kennen, die in New York lebt und Tierärztin werden möchte. Sie veranstaltet für das Tierheim, in dem sie arbeitet eine Spendenaktion und verkauft Cupcakes im Central Park. So lernen sich zwei grundverschiedene Menschen kennen!
    Zu Beginn des Buches möchte Sara ihrer besten Freundin Cherry ein ganz besonderes Geburtstagsgeschenk machen:  Eine Date mit Internetstar Milo. Cherrys auserkorener Liebling! Nachdem sie das Preisausschreiben gewinnt, stellt sich jedoch heraus, dass sich Sara, ehe das Date für ihre Freundin stattfinden kann, mit dessen Freund BigJake treffen muss. Der ist wie Milo ein berühmter Vlogger und unsere Protagonistin ist alles andere als erpicht darauf, diesem Mann auch nur eine Minute ihrer Zeit zu schenken. Letztlich bleibt ihr aber nichts anders übrig.
    Nach und nach entpuppt sich Jake als weichherziger, tierliebender Mensch und ihr Herz beginnt sehr schnell höher zu schlagen. Nur, wie lässt sich eine Beziehung zwischen den Beiden vereinbaren …

    Jacky Vellguth weckt mit ihren wohldosierten und gefühlvollen Worten nicht nur eine Fülle an eigenen Erinnerungen an das erste richtige Verliebtsein, sondern versteht es auch ausgezeichnet, den Leser neugierig zu machen, wohin der Weg der beiden sehr sympathischen Protagonisten wohl führen wird. Der Schreibstil ist eher rasant, nimmt den Leser aber toll mit. Die klassische Erzählung wird immer wieder durch Mails zwischen den Beiden aufgelockert.
    Mir hat die Spannung in der Beziehung zwischen Sara und Jack sehr gut gefallen, das weckt die Neugierde.

    Für mich gibt ein großes Fazit aus dieser Geschichte:
    Folge deinem Herzen ist eine Philosophie, die sich jeder von uns zu Herzen nehmen und in seinem Alltag integrieren sollte. Die Tage werden dadurch definitiv lebenswerter …

  • „Harold“ | Einzlkind

    Autor:  Einzlkind
    Verlag:  Heyne
    Genre:  Komödie
    Seitenzahl:  222
    ISBN:  978-3-453-43597-1

    Harold bringt sich gerne um. Er hat das gleich Hobby wie sein Namensvetter aus „Harold und Maude“, einem amerikanischen Film aus den 70ern. Ansonsten hat er nichts mit ihm zu tun. Er ist 49 Jahre alt, lebt in London und hat gerade seine Anstellung als Wurstfachverkäufer verloren. Donnerstag spielt er Bridge mit drei alten Damen. Ein ganz normales Leben, bis der 11jähre Melvin an seine Tür klopft.

    Melvin sucht seinen Vater, und Harold willigt ein, ihn bei der Suche quer durch England und Irland zu begleiten. Sie treffen Humphrey Bogart, Jonny Danger, das Rosarote Badeschaf und Miss Pink Flamingo. Und das geht nicht immer gut aus …
    Harold bereut seine Hilfsbereitschaft spätestens, als er die Queen überfährt!

    Meine Meinung

    Mit „Harold“ bekommen wir einen wahren Schatz, was rabenschwarzen Humor und bitterbösen Sarkasmus angeht. Ich habe mittlerweile alle erschienen Bücher dieses Autoren gelesen, aber Harold ist mein ganz besonderer Liebling: Ein Protagonist mit dem Faible für öffentliches Erhängen? … am besten im Treppenaufgang seines Wohnhauses?  Das hört sich nicht nur skurril an, Harold ist es auch!

    Über den Autor Einzlkind ist bisher nur sehr wenig bekannt und selbst diese Informationen sind eher umstritten. Es dürfte sich hier um einen deutschsprachigen, männlichen Erdenbürger handeln, der in England oder Deutschland lebt. Angeblich ist er militanter Nichtraucher und schwer übergewichtig.
    Seine auf Deutsch erschienenen Bücher sind nach Angaben des Verlags keine Übersetzungsarbeiten.

    In dem Buch begleiten wir Harold und Melvin auf ihrem gemeinsamen Road-Trip, der in England startet und die Beiden bis ins tiefste Irland führt. Wie Harold in diese verzwickte Situation kommt, kann er sich selbst nicht ganz erklären, denn eigentlich sollte er doch nur ein paar Stunden Babysitten. Aber Melvin weiß schon, wo es lang geht: Er ist auf der Suche nach seinem Vater! Der Junge, der an verbaler Diarrhö gepaart mit enormer Eloquenz leidet, bringt sich und seinen Begleiter regelmäßig in lebensbedrohliche Situationen. Lebensbedrohlich vor allem für Herold!

    Der Autor hat einen wunderbaren Schreibstil. Sehr bildlich und sprachgewaltig. Am auffälligsten besticht das Buch aber durch seinen rabenschwarzen britischen Humor und bitterbösen Sarkasmus!
    Erfrischen, politisch unkorrekt und bezaubernd! Ein wahrer Schatz für Sprachfetischisten!

    Harold und Melvin sind zwei liebenswürdige schräge Vögel, die man einfach gern haben muss. Als Leser identifiziert man sich zwangsläufig mit den Hauptfiguren, ohne jedoch dessen Schwermut zu übernehmen. Zusätzlich bekommen wir einem außergewöhnlichen und hochgebildeten Wortschatz. Melvin entwirft für sich und seinen neuen besten Freund eine ganz eigene Welt, die die genialsten Dinge und Situationen offenbart.

    So viel schwarzen Humor hätte ich einem Deutschen gar nicht zu getraut. Auch wenn der Autor sich nicht zu erkennen gibt, gehe ich doch davon aus, dass er ein Deutscher ist, da das Buch im englischen noch nicht erhältlich ist!

  • „Schachnovelle“ | Stefan Zweig

    Autor: Stefan Zweig
    Verlag: Anaconda
    Genre: Zeitgeschichtlicher Roman
    Seitenzahl:   128
    ISBN: 978-3-86647-897-8

    Für den kultivierten Großmeister Dr. B. ist das Schachspiel mehr als eine geistige Beschäftigung: Es wurde ihm einst zum Überlebensmittel, denn in der zermürbenden Einsamkeit seiner Gestapohaft hatte er aus dem strengen Regelwerk des Schachs seine Widerstandskraft gezogen. Nun trifft er auf den Weltmeister Czentovic, einen stumpfen Charakter, der mit mechanischer Präzision vorgeht. Zwei Spielhaltungen prallen aufeinander und mit ihnen zwei Lebenswelten.

    Die „Schachnovelle“ ist das eindrucksvolle Vermächtnis des schließlich selbst am Leben verzweifelten Stefan Zweig.

    Meine Meinung

    Was wäre denn eine Bibliothek ohne die alten österreichischen Klassiker?
    Stefan Zweig  war mir zwar in der Jugend nicht gerade der Liebste, aber jetzt im „Alter“ weiß ich den guten Mann doch zu schätzen. Für mich gehört die „Schachnovelle“ sicher nicht zu den spannendsten Kurzromanen, aber doch zu denen, die am längsten in einem nacharbeiten und dem Leser noch sehr lange präsent bleiben.

    Während des gesamten Buches befinden wir uns auf einem großen Personendampfer, begleiten die Passagiere auf ihrer Überfahrt von New York nach Buenos Aires und werden dabei Zeugen einer ungewöhnlichen Schachpartie. Der Schachweltmeister Mirko Czentovic wird von einem ehrgeizigen Geschäftsmann namens McConnor zu einer Partie herausgefordert. Dieser wittert das Preisgeld und willigt ein, in der Revange sogar gegen mehrere Passagiere gleichzeitig antreten. Doch auch dieses Unterfangen scheint zu scheitern, bis sich der unbekannte Dr. B. ins Geschehen einmischt und die Partie noch in ein Unentschieden retten kann.
    Der Erzähler und Dr. B. begegnen sich am folgenden Tag wieder und es kommt zu einem langen Gespräch, in dessen Verlauf Dr. B. berichtet, was ihn zu einem so guten Schachspieler werden ließ.

    Die „Schachnovelle“ vermittelt die gesammelten Aufzeichnungen eines Lebens, das durch die Gestapo völlig zerstört wurde. Der Leser bekommt einen sehr guten Einblick in die Foltermethoden der Nationalsozialisten. Die Schilderungen fühlen sich beim Lesen so real an, als würde man selbst daneben stehen. In beeindruckenden Bildern, erzählt Stefan Zweig von dem geistigen Tod durch die Isolationshaft, durch fehlende Anregungen. Aber auch davon wie das rettende Seil zum Strick um den Hals werden kann.

    Meiner Meinung nach weist dieser Kurzroman einige autobiographische Züge von Stefan Zweig auf. Der österreichische Autor sah sich durch seine Emigration nach Brasilien, wo dieser Roman auch entstand, als ein Gefangener in einem scheinbar goldenen Käfig. Die Umgebung war natürlich eine Wertvollere, aber im Inneren fühlte sich Stefan Zweig wahrscheinlich ebenso verloren wie Dr. B.
    Er war der Heimat und der Freunde beraubt und auch der Glaube an die Kunst und die Menschheit sind ihm durch die Kriegsgeschehnisse verloren gegangen.

  • „Der Trafikant“ | Robert Seethaler

    Autor: Robert Seethaler
    Verlag:  Kein & Aber
    Genre:  Zeitgeschichtlicher Roman  |  2. Weltkrieg
    Seitenzahl:   250
    ISBN:  978-3-0369-5909-2

    Österreich 1937: Der 17-jährige Franz Huchel verlässt sein Heimatdorf, um in Wien als Lehrling in einer Trafik – einem kleinen Tabak- und Zeitungsgeschäft – sein Glück zu suchen. Dort begegnet er eines Tages dem Stammkunden Sigmund Freud und ist sofort fasziniert von ihm. Im Laufe der Zeit entwickelt sich eine ungewöhnliche Freundschaft zwischen den beiden unterschiedlichen Männern.

    Als sich Franz kurz darauf Hals über Kopf in die Varietétänzerin Anezka verliebt, sucht er bei dem alten Professor Rat. Dabei stellt sich jedoch schnell heraus, dass dem weltbekannten Psychoanalytiker das weibliche Geschlecht ein mindestens ebenso großes Rätsel ist wie Franz. Ohnmächtig fühlen sich beide auch angesichts der sich dramatisch zuspitzenden politisch-gesellschaftlichen Verhältnisse.

    Meine Meinung

    „Der Trafikant“ von Robert Seethaler ist für mich einer dieser klassischen Romane, den ich immer wieder gerne aufs Neue entdecke. Das Buch ist sehr ruhig geschrieben, verfügt aber über eine Erzählgewalt, die den Leser fesselt. Teils poetisch, teils erschreckend realistisch und brutal, trifft der Autor gezielt den Nagel auf den Kopf. Aber auch ein guter Schuss Wiener Menschlichkeit darf hier nicht fehlen.

    Das Buch zieht seine Stärken aus Franz` Entwicklung und einer sehr realistischen Darstellung der österreichischen Geschichte in den 30er und 40er Jahren, als Österreich nationalsozialistisch wurde. Das private Leben der Wiener Bevölkerung kann nicht mehr von der Gesellschaft getrennt werden, so sehr man es auch versucht. Kaum in Wien angekommen, beginnt Franz seine Lehre bei Otto Trsnjek. Dieser ist Kriegsinvalide und ein guter Freund der Familie Huchel. Trsnjek handelt mit Zeitungen, Schreib- und Rauchwaren. Auf gut wienerisch: Er ist Trafikant! Bei ihm kauft die gesamte Couleur der näheren Umgebung, unter Anderem auch Dr. Sigmund Freud. So macht auch Franz dessen Bekanntschaft und im Laufe der Zeit entwickelt sich zwischen den beiden ungleichen Männern eine ungewöhnliche Freundschaft.
    Als sich die politische Situation mit dem Aufkommen des Nationalsozialismus dramatisch zuspitzt, der Judenhass in seine Vollen geht und all jene in den Schwitzkasten genommen werden, die weiterhin Bekanntschaften  zu Juden pflegen, bleibt Otto Trsnjek in seiner Meinung standhaft und solidarisch.
    Doch was wird Franz tun? … Einfach nur zuschauen, wie all die Anderen?

    Die Entwicklung von Franz ist ganz großartig beschrieben. Er wächst nicht nur an der großen Stadt und den rasch einziehenden Veränderungen, er lernt sehr schnell Entscheidungen zu treffen und sich selbst eine Meinung zu bilden. Und wenn Diese eben gerade nicht der gängigen Auffassung entspricht, muss man sich auch selbst eingestehen können, dass man nicht immer gewinnen kann …
    Er gerät immer wieder zwischen die Fronten, auch wenn die Gegenspieler nicht immer klar sind. Aber Franz verzagt nicht an seinem Leben, sondern kämpft unverdrossen weiter!

    Ein großartig geschriebener Roman mit viel Liebe zum Detail und Einfühlungsvermögen!