„Steinerne Schwingen“ | Jennifer L. Armentrout

Titel im Original:  „Dark Elements:  White Hot Kiss“
Autor:  Jennifer L. Armentrout
Aus dem Amerikanischen übersetzt von Ralph Sander
Verlag: Harper Collins
Genre: Fantasy | Jugendbuch
Dark Elements-Trilogie, Band 1
Seitenzahl: 368
ISBN: 978-3-95967-003-6

Nichts wünscht Layla sich sehnlicher, als ein ganz normaler Teenager zu sein. Aber während ihre Freundinnen sich Gedanken um Jungs und erste Küssen machen, hat sie ganz andere Sorgen: Layla gehört zu den Wächtern, die sich nachts in Gargoyles verwandeln und Dämonen jagen. Doch in ihr fließt auch dämonisches Blut – und mit einem Kuss kann sie einem Menschen die Seele rauben. Deshalb sind Dates für sie streng tabu, erst recht mit ihrem heimlichen Schwarm Zayne, dem Sohn ihrer Wächter-Ersatzfamilie.
Plötzlich wird sie auf einem ihrer Streifzüge von dem höllisch gut aussehenden Dämon Roth gerettet … und er offenbart ihr das schockierende Geheimnis ihrer Herkunft!

Meine Meinung

Das Jennifer L. Armentrout schreiben kann, ist offensichtlich und allgemein bekannt. Nicht um sonst ist sie eine der beliebtesten Fantasy-Autorinnen im deutschsprachigen Raum. Sprachlich vielfältig, schafft sie es lebendige Bilder in die Köpfe ihrer Leser zu zaubern. Dennoch bin ich nicht der größte Fan der Autorin. Aus ihren New Adult-Büchern bin ich alterstechnisch wohl schon herausgewachsen und auch in der Jugend-Fantasy habe ich bereits einige Bücher von ihr abgebrochen. Bis jetzt konnte mich nur ihre „Dark Elements“-Reihe von sich überzeugen!

Kennt ihr noch die Zeichentrickserie „Gargoyles“ aus den 90er Jahren? Als junges Mädchen hab ich sie geliebt! Dadurch hat mich natürlich auch dieses Buch magisch in den Bann gezogen. Und wir starten hier in einen wirklich spannenden Plot …
Die Wächter in Washington haben sich den Menschen zu erkennen gegeben: Sie sind Gargoyles! Also steinerne Figuren, die in der Regel als Wasserspeier oder steinerne Hüter an Häuserwänden zu sehen sind. Versteinert am Tag, Lebendig in der Nacht! Jedoch weiß niemand, dass sie im Verborgenen gegen Dämonen kämpfen …

Jennifer L. Armentrouts Erzählstil ist in dieser Geschichte sehr fesselnd und emotional. Von Szene zu Szene reißt sie den Leser mit, gleichzeitig ist ihre Schreibe aber auch sehr einfach und flüssig zu lesen. Die Dialoge haben mich mehr als einmal zum Lachen gebracht und auch die Charaktere Layla, Zayne und Roth wurden von ihr sehr gut ausgearbeitet.

Wir begleiten Laylas Weg zur starken Protagonistin, die ihr Leben mit vielen Geheimnissen bestreiten muss. In ihr ruht zum einen die Seele eines Wächters, auf der anderen Seite ist sie aber auch zur Hälfte Dämonin. Die wenigen Freunde, die sie hat, wissen nichts von ihrer dunklen Seite. Seit die Wächter an die Öffentlichkeit getreten sind, ist es für Layla besser alles so geheim wie möglich zu halten. Eigentlich ein sehr einsames und unglückliches Dasein!
Sie sucht die Gefahr, natürlich immer unter dem Deckmantel die Wächter bei der Suche nach Dämonen zu unterstützen. Ihre Art zu denken und zu handeln hat mir gut gefallen und ich war schnell in ihrer Welt und ihrem Zwiespalt gefangen. Doch schon bald bringt der Hohedämon Roth Laylas Seelenleben schwer durcheinander. Und nicht nur sie: Auch bei den Leserinnen schlägt sein Charme ein und sprüht geradezu aus den Buchseiten heraus.

Als wäre das noch nicht verhängnisvoll genug, kommt in der Geschichte auch noch Zayne hinzu. Ein Wächter und Laylas heimlicher Schwarm. Gutaussehend, Liebenswert und dennoch hat er für mich „nur“ die Bruderrolle in ihrem Dilemma eingenommen. Er kennt sie von allen am Besten und beschützt sie, wo er nur kann. Ein toller Mann!

Jennifer L. Armentrout zeigt uns in diesem Buch jede Menge spektakulärer Wendungen, Enthüllungen und mitreißende Kämpfe zwischen Gut und Böse. In regelmäßigen Abständen fragt man sich, ob man die Welt wirklich so einfach in Schwarz und Weiß einteilen kann!

Auch wenn ich von der Geschichte jetzt nicht vollkommen überrascht wurde, konnte sie mich doch sehr gut unterhalten und ich wollte mit den Protagonisten mitfiebern.

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