„Todesmärchen“ | Andreas Gruber

Autor:  Andreas Gruber
Verlag:  Goldmann
Genre:  Thriller
3. Fall von Maarten S. Sneijder und Sabine Nemez
Seitenzahl:  542
ISBN:  978-3-442-48312-9

Und wenn sie nicht gestorben sind …
In Bern wird die kunstvoll drapierte Leiche einer Frau gefunden, in deren haut der Mörder ein geheimnisvolles Zeichen geritzt hat. Sie bleibt nicht sein einziges Opfer. Der niederländische Profiler Maarten S. Sneijder und die BKA-Kommissarin Sabine Nemez lassen sich auf eine blutige Schnitzeljagd ein – doch der Killer ist ihnen immer einen Schritt voraus.

Währenddessen trifft die junge Psychologin Hannah in einem Gefängnis für geistig abnorme Rechtsbrecher auf Piet van Loon. Der wurde einst von Sneijder hinter Gittern gebracht. Und wird jetzt zur Schlüsselfigur in einem teuflischen Spiel …

Meine Meinung

Nach diesem treffenden Klappentext möchte ich zum Inhalt des Buches gar nicht mehr sagen. Der gesuchte Mörder ist ein „Märchenerzähler“, der sich an den Geschichten von Hans-Christian Andersen orientiert. Diese sind ja schon von Grund auf leicht brutal und enden so gut wie nie mit einem Happy-End. In „Todesmärchen“ perfektioniert und modernisiert er die Märchen nach seinen eigenen Vorstellungen. Er ist auf einer Mission, getrieben von Rache!
Den Killer verbindet nicht nur die hohe Intelligenz mit den Profilern des BKA Wiesbaden, er hat auch eine gemeinsame Vergangenheit mit Maarten S. Sneijder. Mit Abstand ist dies der persönlichste Fall für unseren Ermittler …

Wie schon bei den beiden Vorgängerbänden ist Andreas Grubers Schreibstil einfach genial. Rasant, fesselnd und bildgewaltig, mit viel und Atmosphäre und schwarzem Humor. Die Spannung verläuft anfangs eher ruhig, steigert sich im Verlauf jedoch ins Unermessliche. Die Handlung ist toll aufgezogen und hält einiges an Überraschungen bereit. Zudem ließ mir der Showdown im letzten Drittel des Buches den Atem stocken.
Andreas Gruber hat für mich mittlerweile absoluten Wiedererkennungswert!

In „Todesmärchen“ begleiten wir zum einen Sabine Nemez, die uns bei der komplexen Ermittlungsarbeit zusehen lässt. Nachdem sie ihre Ausbildung am BKA zur Fallanalytikerin abgeschlossen hat, arbeitet sie nun im Außendienst und befasst sich mit den besonders schweren Fällen. Nachdem einige Ermittler schwer verletzt wurden, stellt Polizeidirektor Hess nur noch 2er Teams zusammen und natürlich ist gerade sie es, der Maarten S. Sneijder zugeteilt wird – auf seinen eigenen persönlichen Wunsch hin!
Auf der anderen Seite erfahren wir die Perspektive von Hannah, einer gebürtigen Niederländerin, die ihre erste Stelle als Psychologin in einem abgelegenen Gefängnis für geistig abnorme Rechtsbrecher annimmt, wo sie auch auf den brutalen Serienkiller Piet van Loon trifft.
Im Laufe der Geschichte verknüpfen sich auch hier wieder die Perspektiven zu einem schlüssigen Ganzen!

Während dieser Geschichte lernen wir den großartigen Maarten S. Sneijder von einer ganz privaten Seite kennen. Natürlich ist er immer noch der altbekannte Griesgram, der es binnen kürzester Zeit schafft jeden gegen sich aufzubringen, in diesem Buch werden aber viele Geschehnisse aus seiner Vergangenheit thematisiert, die dem Leser ein ganz neues Bild auf den Profiler geben.

 

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